Low-Carb-Diät: Das große Wunder?

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Noch immer wird in Deutschland teils die Low-Carb-Diät als eines der großen Wundermittel bei der Gewichtskontrolle beschrieben. Der Hype um die Diätform nahm zwar ab, nachdem teils offenbar erschreckende Mängel an wertvollen Nährstoffen festgestellt wurden. Dennoch ist die sogenannte Atkins-Diät noch immer beliebt.

Grundlage: Keine Kohlenhydrate

Der Kern der Diät ist der Verzicht auf Kohlenhydrate oder die weitgehende Verdrängung derselben. Diese Bausteine jedoch nutzt der Körper, um kurzfristig Energie daraus zu saugen. Benötigt der Körper diese Energie nicht, wandelt er sie in das unerwünschte Fett um. Insofern basiert die Diät darauf, die Chance auf den Umbau in Fettanteile gleich zu reduzieren.

Sobald der Körper jedoch keine Kohlenhydrate mehr vorfindet, würde er sich, so die allgemeine Vorstellung, an den Fettabbau machen. Das langfristige Problem solcher Diätformen ist die Frage, was nach dem Fett kommt: Muskeln. Nicht nur Fett, sondern auch Muskeln werden Opfer des gefrässigen Körpers und dessen Energiebedarf. Der Muskelabbau, der unweigerlich folgt, wenn die Diät strikt eingehalten wird, reduziert wiederum a) die Widerstandskraft, die b) Beweglichkeit und c) auch den Energiebedarf des Körpers. Denn auch Muskeln verbrennen Kalorien – mit anderen Worten: Die dürren Menschen, die sich nach Anwendung einer erfolgreichen Diät präsentieren, haben deutlich weniger Energiebedarf und werden bei einer weiteren Umstellung der Ernährung auf „normale“ Kost relativ schnell den erreichten Status wieder verlieren. Die reduzierte Kohlenhydrat-Zufuhr hat dennoch auch die Lebensmittelindustrie erreicht.

Längst finden sich neben zahlreichen Ratgebern auch spezielle Nahrungsmittel-Zusammenstellungen, die „Low Carb“ berücksichtigen sollen. Es liegt nahe, dass die Fertig-Nahrungsmittel ihrerseits massiver Kritik ausgesetzt sind. Dennoch scheint die neue Welle die Supermärkte bereits erreicht zu haben.

Zudem gilt die kohlenhydratarme Ernährung nicht nur als langfristig wenig erfolgreich, sondern auch als ungesund. So werden Nebenwirkungen für Menschen mit Problemen in den Nieren oder mit ihrer Leber benannt, die ersatzweise viel Eiweiß zu sich nehmen. Gicht, Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelkrämpfe gelten als weitere Nebenwirkungen, schließlich auch Herz- und Kreislaufschwierigkeiten.

 

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