Lügenmedien: Neue Provokation gegen Griechenland

In der Bemühung, Schäubles Fauxpas zu rechtfertigen, verbreitet die Bild-Zeitung die Behauptung, Griechenland habe ein falsches Schreiben nach Brüssel geschickt.

Die deutsche Zeitung “Bild” behauptet in einem Artikel, das von der griechischen Regierung an Brüssel geschickte Schreiben sei das falsche gewesen.

Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die Zeitung, der griechische Premierminister Alexis Tsipras in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Kommission, Jean Claude Juncker, und dem Vorsitzenden der Eurogrupe, Jeroen Dijsselbloem, hatten ein Schreiben vorbereitet, um die Unterstützung der europäischen Partner sicherzustellen.

Die kranke Fantasie gewisser Personen tangiert die Provokation

Laut der “Bild” schickte jedoch der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ein modifiziertes Schreiben, in dem die Versicherungen fehlten, dass Griechenland die von der vorherigen Regierung vereinbarten Rettungsbedingungen akzeptieren werde. Der Artikel endet mit der Behauptung, der griechische Premierminister habe dies im Gespräch mit Frau Merkel und Herrn Dijsselbloem auf einen “Verwaltungsirrtum” zurückgeführt.

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Jeroen Dijsselbloem – hier noch gut gelaunt

Es sei angemerkt, dass die Nachricht bereits in den deutschen Medien verbreitet wurde und auf diese Weise versucht wird, Schäubles anfängliches “Nein” zu dem griechischen Vorschlag zu rechtfertigen. Die griechische Regierung wurde natürlich über den Artikel informiert, dementierte ihn kategorisch und sprach von “fantasievollen Szenarien” und charakterisierte die Publikation als eine die Grenzen der Provokation tangierende Verleumdung.

Konkret wird in dem Non-Paper angeführt: “In den letzten Stunden sickert das fantasievolle Szenarium durch, es sei ein falsches Schreiben an die Eurogruppe geschickt worden und der Premierminister habe wegen dieses angeblichen Versehens Frau Merkel angerufen! Es ist offensichtlich, dass die kranke Fantasie gewisser Personen die Grenzen der Provokation tangiert. Die Realität steht in keinerlei Bezug zu den verleumdenden Verlautbarungen.

Aber auch Yanis Varoufakis erklärte aus Brüssel erzürnt, bei der Veröffentlichung der “Bild”, er selbst habe den Text – das Schreiben der griechischen Regierung geändert, handele sich um eine Provokation.

Ein weiterer Versuch, Griechenlands Finanzminister zu unterminieren

Yanis Varoufakis
Yanis Varoufakis

Die in Rede stehenden Publikation der Bild-Zeitung schließt augenscheinlich nahtlos an die Bemühungen an, die griechische Regierung und speziell den Finanzminister Yanis Varoufakis um jeden Preis “demontieren” zu wollen.

Das “explosive” Klima bei der Eurogruppe am vergangenen Montag (16 Februar 2015), nachdem die in Abstimmung mit Pierre Moscovici vorbereitete und in ihrem konkreten Wortlaut von Griechenland vollumfängliche akzeptierte Vereinbarung über die Verlängerung des bestehenden Programms auf Druck aus Deutschland überraschend umformuliert wurde, was wiederum in dem Ultimatum an Griechenland endete, enthüllte in einem diesbezüglichen Artikel die französische Zeitung “Liberation”

Du bist ein Lügner“, soll Finanzminister Yanis Varoufakis den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, erzürnt angebrüllt haben. “Es war unglaublich. Wir dachten tatsächlich, dass sie sich prügeln werden“, erklärte einer der anwesenden Finanzminister gegenüber der Zeitung unter dem Wunsch nach Wahrung seiner Anonymität.

Lügner, rief Yanis Varoufakis außer sich. Jeroen Dijsselbloem, an die üblicherweise im Club der Finanzminister herrschende Höflichkeit gewöhnt, ist gelb geworden“, schrieb die Liberation und kommentierte: “Der holländische Vorsitzende der Eurogruppe erscheint zerbrechlich vor dem voluminösen griechischen Finanzminister mit der körperlichen Kraft des Bruce Willis“.

Es war unglaublich. Wir dachten tatsächlich, sie werden sich prügeln“, berichtet ein authentischer Zeuge des Vorfalls, der sich am Mittag des Montags vor der Aufnahme der Arbeiten der Eurogruppe des 16 Februar 2015 abspielte, die mit dem Ultimatum an die Regierung Tsipras endeten.

(Quelle: Imerisia, in.gr)

http://www.griechenland-blog.gr/2015/02/neue-provokation-gegen-griechenland/2134510/

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