Lungenarzt Wodarg: Falsche Einschätzung zu Corona?

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In den vergangenen Tagen ist wiederholt die Einschätzung des Lungenarztes Wolfgang Wodarg im Netz verbreitet worden. Auf dieser Seite haben wir dies bislang unterlassen, da die Einschätzung spektakulär, aber nicht direkt prüfbar ist. Der in Deutschland momentan meist zitierte Virologe Christian Drosten hat sich zu Wort gemeldet – und hält die Aussagen des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Wodarg für falsch und ordnet diesem einen “Verdrängungsmechanismus” zu.

Wodarg: Panikmache, keine Pandemie

Wodarg hatte behauptet, beim derzeitigen Coronavirus handle es sich um kein prinzipiell neues Virus. Ungefähr 10 % der bereits existierenden Viren seien Coronaviren. Deshalb sei die Pandemie eine “Panikmache”. Würde in den Bevölkerungen nicht “gezielt” auf genau dieses Virus hin getestet werden, dann würden weder die Erkrankungen noch die Todesfälle in den – saisonalen, die Red. – Grippestatistiken auffallen.

Die Botschaft wäre natürlich erleichternd. Nur: Drosten wiederum verweist darauf, es gebe tatsächlich vier Corona-Viren in der menschlichen Bevölkerung. Dennoch hätten diese mit dem neuartigen Corona-Virus nichts zu tun. Dieses käme als Pandemie.

“Das heißt: Es gibt eine Infektionswelle, wenn wir nichts tun. Und diese Infektionswelle ist das gleichzeitige Auftreten ganz vieler Infektionen. Selbst wenn diese Infektionen genauso harmlos verliefen wie die mit den vier altbekannten Coronaviren de Menschen, wäre das bedenklich.”

Sein Argument: Es würden schlicht zu viele Infektionen auf einmal auftreten. Zudem sei allerdings auch der Verlauf bei der Erkrankung mit dem aktuellen Corona-Virus deutlich unterschieden von dem, der ansonsten zu beobachten sei. Wir sehen eine pandemische Entwicklung, so der Virologe. Die Fallzahlen würden binnen kurzer Zeit explodieren, sofern nicht sofort etwas unternommen würde. Dies würde dann im Juni oder Juli auch in den großen Statistiken zu sehen sein. Nicht nur in Form von Todesfällen, sondern auch von ernsthaften Erkrankungen.

Die aktuellen “Fallzahlen” scheinen Drosten zu unterstützen. Je nach Quelle steigt die Zahl der Erkrankungen derzeit in Deutschland um etwa 30 %.

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