Macron startet „Dialog“ mit dem Volk – seinen Bürgermeistern

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Frankreichs Präsident Macron hat als Reaktion auf die zahlreichen Proteste der Gelbwesten angekündigt, mit den Menschen sprechen zu wollen. Eine „große nationale Debatte“ sollte bis zum 15. März starten. Die erste Etappe brachte er nun hinter sich. Er lud Bürgermeister ein. In der Normandie. 600 Verwaltungschefs diskutierten mit ihm annähernd 7 Stunden, wie aus Frankreich berichtet wird. Die „Gelbwesten“ selbst waren nicht vertreten.

Macron mit seltsamen Andeutungen…

Macron rundete die Veranstaltung im Vorfeld mit einer seiner viel kritisierten seltsamen Anmerkungen ab, wie es heißt. Armen gegenüber hatte er sich in der Vergangenheit des öfterern abschätzig gezeigt. Nun ließ er wissen: „Menschen, die sich in Schwierigkeiten befinden, werden wir für ihre Verantwortung sensibilisieren, denn einige von ihnen verhalten sich richtig, während andere herumalbern“.

Kritik kam sowohl von konservativer wie auch von sozialistischer Seite. Ein Präsident solle so nicht sprechen, hieß es im Kern. Dabei ließ er während der Veranstaltung selbst offenbar zahlreiche Fragen zu. Er sprach sogar über die in Frankreich heiß diskutierte „Vermögensteuer“. Die hat Macron in der ersten Zeit seiner Amtszeit relativ schnell geschliffen und annähernd beseitigt. Sie sei für ihn „weder ein Tabu noch ein Totem“, teilte er nun mit. Allerdings hatte er zuvor einige Male betont, diese Steuer nicht wieder einführen zu wollen.

Die Bürgermeister schickte er mit dem Hinweis nach Hause, diese sollten „vor Ort“ mit den Menschen debattieren. Bis zum 15. März. Wir sind gespannt, ob diese neue Form des öffentlichen Dialogs – der in Deutschland weitgehend unbekannt ist -, die „gelben Westen“ in Frankreich aufhalten wird. Die Proteste am Wochenende sowie in den kommenden Wochen dürften eine erste Auskunft darüber geben, wie weit die Kraft der sozialen Bewegungen noch reicht.

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