Macron will offenbar in Großbritannien reinregieren: Brexit-Referendum kann wiederholt werden

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Die EU wittert Morgenluft, wenn es um die Weiterverpflichtung der Briten in der Gemeinschaft geht. Frankreich geht jetzt in die Offensive und ließ verkünden, dass es in den kommenden Monaten durchaus ein neues Referendum geben könne. Eine erstaunliche Botschaft, schließlich hat Frankreich mit den Abstimmungen in Großbritannien schlicht nichts zu tun. Die EU kann solche Umfragen weder anordnen noch ablehnen. Auch das Ergebnis der ersten oder einer möglichen zweiten Umfrage ist für die EU nicht maßgeblich.

Frankreich: Die Tür bleibt offen

Frankreich verkündete, die Tür für eine solche zweite Umfrage würde offen bleiben. Auch dies ist interessant, da Frankreich formal noch nicht für die EU sprechen kann. Hintergrund ist ein Antrag, den Theresa May im Unterhaus im Januar zur Abstimmung vorlegen wird: Der Deal mit der EU über die Vorgehensweise bei einem „abgestimmten“ Austritt aus der EU. Dieser Deal ist umstritten, denn die Briten würden mehr oder weniger sämtliche Pflichten bis zum tatsächlichen Austritt behalten.

Führende Minister aus Großbritannien sollen indes sogar schon daran arbeiten, dass es eine neue bzw. weitere Volksabstimmung geben werde. Minister! Es könnte also sein, dass George Soros am Ende gewinnt. Wir erinnern an einen Beitrag dieser Redaktion:
„George Soros hat (…) vor einer existenziellen Krise in der EU gewarnt. Diese könne durch den Brexit ausgelöst werden. Soros will nun eine neue Brexit-Abstimmung mit reichen Unterstützern erzwingen, um den Brexit zu verhindern. Wie der Guardian berichtet, startete Soros (…) eine Kampagne in Großbritannien. Die Initiative „Best for Britain“ soll die neue Abstimmung erzwingen.

Der Brexit könne für die EU und Großbritannien einen immensen Schaden darstellen. Der Austritt Großbritanniens aus der EU werde ein schwieriger und langer, mehrere Jahre andauernder Prozess sein, meint Soros. Der Brexit werde ein Beispiel für territoriale Zersplitterung sein, der beiden Seiten große Verluste bescheren werde.

Die Briten müssten die Entscheidung darüber, ob sie das wirklich wollten, zwar selbst treffen. Jedoch müsse diese Entscheidung bald getroffen werden. Seine von ihm finanzierte „Initative“ „Best for Britain“ habe bislang hervorragende Arbeit geleistet. So sei es das Verdienst seiner Organisation, den wichtigen Beschluss des Parlaments erzielt zu haben, der die Option eines Verbleibs in der Union beinhalte.

Deshalb werde die Initiative „Best for Britain“ (…) ein Manifest veröffentlichen. Die Briten müssten in geschlossener Front auftreten, um in Europa ernst genommen zu werden. Soros hat bereits mehr als 500.000 Dollar in die Brexit-Aufhebung investiert. Leiter der Initiative ist der britische Ex-Minister für Commonwealth-Angelegenheiten, Lord Mark Malloch-Brown.

Bei vielen Briten löste die Kampagne jedoch scharfe Kritik aus. Die Zeitung „Daily Telegraph“ bezichtigte Soros und Malloch-Brown des Komplotts. Bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar warnte Soros vor den Folgen des Brexit und warf den Briten Realitätsverweigerung vor. Obwohl die wirtschaftliche Lage in Großbritannien „nicht so schlecht sei“, prognostizierte Soros eine starke Abwertung des Pfund und eine steigende Inflation durch den Brexit, was zu einem sinkenden Lebensstandard der Briten führen werde.

Soros hatte sein Milliardenvermögen 1992 durch Wettern gegen das britische Pfund gemacht. 2016 unterstützte der Hillary Clinton in ihrem Wahlkampf. Zuletzt wettete Soros auf fallende US-Börsenkurse und damit auf das Scheitern von US-Präsident Trump. Soros ist erklärter Gegner von Ungarns Regierungschef Viktor Orbàn, der Beweise dafür haben will, dass Soros hinter der Migrationswelle von 2015 steckt.“

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