Masern- Impfpflicht im Bundeskabinett durchgewunken

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Während sich am gestrigen Mittwoch die Ereignisse in Straßburg und Berlin überschlugen, ist ein Ereignis mit weitreichenden Folgen kaum thematisiert worden. Das Bundeskabinett hat die Masern-Impfpflicht einfach durchgewunken. Damit ist die Impfpflicht für Masern beschlossene Sache. Ab dem kommenden Jahr sollen Kita-Kinder, Schüler und auch bestimmt Erwachsene nachweisen müssen, dass sie gegen Masern geimpft sind. Ansonsten drohen Bußgelder von rund 2.500 Euro und ungeimpfte Kinder dürfen nicht in Kitas aufgenommen werden. Apothekern wurde mit dem Gesetz ermöglicht, ebenfalls Masernimpfungen durchzuführen.

In der Begründung des „Masernschutzgesetzes“ heißt es, in den ersten Monaten dieses Jahres seien schon mehr als 400 Masernfälle gemeldet worden. „Es liege daher eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit vor, der mit weiterführenden Maßnahmen begegnet werden müsse.“ Neben Kita- und Schulkindern muss auch Personal in medizinischen und Gemeinschaftseinrichtungen gegen Masern geimpft sein. Darunter fallen auch Asylbewerberheime, Flüchtlingsunterkünfte aber zum Beispiel auch Ferienlager.

Die Impfung, beziehungsweise die Immunität, muss durch den Impfausweis oder durch ein Attest vom Arzt, dass man schon einmal Masern hatte, nachgewiesen werden. Ausgenommen sind Menschen, die einen ärztlichen Nachweis vorlegen können, dass bei Ihnen eine Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht ratsam wäre und Menschen, die vor 1970 geboren sind, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern schon durchlitten haben. Die Nachweise müssen bis zum 31. Juli 2021 erbracht werden.

Bei der Masern-Impfpflicht dürfte es wohl aber nicht bleiben. „Gesundheitsminister“ Jens Spahn hat bereits eine Reihenimpfung in Schulen gegen Diphterie, Keuchhusten und Tetanus im Visier. Ungeachtet der Proteste von Medizinern und Eltern, die eine neutrale Impfaufklärung und Studien über ein angemessenes Impfalter fordern, werden anscheinend weitere Impfpflichten vorbereitet. Selbst Wissenschaftler und der Ethik-Rat haben sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. In einem neuen Gesetzentwurf von Spahn heißt es: „Die Verpflichtung nach Satz 1 gilt auch, wenn zur Erlangung von Impfschutz gegen Masern ausschließlich Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung stehen, die auch Impfstoffkomponenten gegen andere Krankheiten enthalten.“ Der Kinderarzt Dr. Stefan Rabe gibt zu bedenken: „Ein zuverlässiger lebenslanger Schutz, wie ihn das Robert Koch-Institut noch heute auf seiner Webseite behauptet, entsteht auch durch zwei Masernimpfungen nicht. Das wissen wir schon seit vielen Jahrzehnten und dieses Phänomen ist in den letzten Jahren zunehmend beobachtet und untersucht worden.“

Hier können Sie sich umfassend und alternativ über Impfungen informieren.  Auch wir werden diese Angelegenheit hier weiter verfolgen und dokumentieren.

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