30 Kommentare

  1. Keanu Reeves: Die Menscheit ist dabei, aus “Der Matrix” auszubrechen

    Ein Krieg wird ausgetragen, der die Zukunft der menschlichen Existenz und die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen, prägen wird, sagt Keanu Reeves. Er sagt weiter, dass er aber optimistisch sei, was diese Zukunft, anbelangt, weil “die Menschheit Zeichen für die Befreiung aus der Matrix zeigt.”

    “Die menschliche Rasse wurde seit Jahrtausenden versklavt”, sagte Keanu Reeves während der Dreharbeiten in der Mojave-Wüste und erklärte, dass “wir von Schatteneliten und Geheimgesellschaften, die alles getan haben, um uns zu unterdrücken und uns in einem mentalen Gefängnis zu halten, so dass wir unsere Potentiale nicht erreichen können.”

    Aber der Matrix-Star, der Szenen aus Squarespaces kommender Super Bowl-Werbung drehte, sagt, dass die Matrix der realen Welt anfängt auf zu brechen. “Die Menschheit zeigt Anzeichen, dass sie sich aus der Matrix befreien. Was für eine Zeit, um zu leben! Wir leben wahrlich in aufregenden Zeiten. ”

    Er erklärte, dass er alte Texte wie den Vedanta und die Upanishaden studiert habe und über die Natur der Realität informiert wurde. Keanu sagte: “Ja, sicher, es gibt viele Leute, die nur daran interessiert sind, mit den Kardashians Schritt zu halten, aber ein sehr bedeutender Teil der Bevölkerung ist aufgewacht.”

    “Am wichtigsten ist es, dass jetzt ein Krieg zwischen unseren Overlord-Meistern und denen, die uns befreien wollen, geführt wird.”…

    Quelle und weiter: http://liebe-das-ganze.blogspot.co.at/2018/02/keanu-reeves-die-menscheit-ist-dabei.html

  2. Und hier ist eine der Grundlagen dass die weiter unten erwähnten Steuerungsmechanismen funktionieren…

    HYPNOSE !!! Wie sie wirklich ist!
    (https://www.youtube.com/watch?v=h9gu20_wL-o)
    Liebe YouTuber, in diesem Beitrag, geht es um das Thema: Hypnose im allgemeinen, sowie Dinge die Hypnose bewirken kann. Das sie ebenfalls auch zum Eigenschutz angewendet werden kann.
    “..Freier Wille? M.E. wird mit freiem Willen meistens gemeint, dass wir MÖGLICHKEITEN haben. D.h. aber NICHT, dass wir uns immer bewusst sind, was wir da tun, bzw., wir meist nur ein eingeschränktes Spektrum an Vorstellungen haben, welche Mögichkeiten es übehaupt geben KÖNNTE, da wir sehr früh sehr einseitig “ausgebildet” werden. “Entdecke die Möglichkeiten!” (IKEA), ist sicherlich nicht zufällig gewählt. Oder “Nichts ist unmöglich!” (Toyootaaa). Oder: “Neckermann machts möglich!”. Ein Link für interessante Werbesprüche (Z.B. von kik: Nur nackt ist billiger;-) https://de.wikiquote.org/wiki/Werbespr%C3%BCche Welche Wege gegangen werden, welche Vorstellungen abgerufen werden, wird natürlich strengstens gesteuert! Hollywood machts möglich;-) Sind wir aber BEWUSST, connectet (online), haben wir nahezu unendlich viele Möglichkeiten und können frei entscheiden, was wir tun. Das ist aber ein sehr hohes Bewusstseinsniveau, was wir im täglichen Leben meist nicht erreichen. Aber, man kann auf dieser Ebene dann frei entscheiden, auch beschränkter in seiner Wahl leben zu wollen. So sind wir doch auch in unseren Wahlmöglichkeiten eingeschränkt. Bevor wir aber diese Erkenntnisse haben, haben wir nicht annähernd einen freien Willen. Fazit: Ich würde eher sagen: Wir können zu einem freieren Willen kommen, es aber nicht wollen ;-)..”

    • Erklärung dazu:

      Mind-Control, Ausbeutung, Propaganda, Konsum … ein Film aus Nordkorea
      http://quer-denken.tv/mind-control-ausbeutung-propaganda-konsum-ein-film-aus-nordkorea/
      dito:
      Nordkorea -TV zeigt was westliche Medien verschweigen
      (https://www.youtube.com/watch?time_continue=326&v=sC-kvylRzMQ)
      ” Karl Wester-Ebbinghaus
      (bearbeitet)
      Die Tatsache das es erst knapp 100.000 Menschen aufgerufen (nicht zwangsweise gesehen) haben zeigt uns, das Katzenvideos und Stars wichtiger sind als tiefsinnige Kritik.
      Auch wenn dieser Film gegen die westliche Konsumsklaverei skandiert und von Propaganda redet, bedient sich dieses wirklich gute Werk auch eigener Propaganda. Vor allem zum Ende hin. Die Aussagen Nordkorea gehe von einem Sieg zum anderen lässt eine Frage aufkommen welche Siege da gemeint sind.
      Auch Phrasen wie “geliebter Führer” etc sind alles andere als neutral. Dennoch sind diese 90 min sehr sehenswert. Wer danach immer noch glaubt, es wäre alles nur erfunden oder übertrieben, der kann gerne mal die westliche Google Dominanz nutzen um die dort gemachten Aussagen wiederzufinden…”

  3. Hier etwas Nettes, vor allen für Nutzer von “Beweisvideos”…

    Nothing is real: How German scientists control Putin’s face
    (https://www.youtube.com/watch?v=ttGUiwfTYvg)
    nur 15 sek Versatz erforderlich… – und mit dem Audio klappt es ähnlich…- man braucht also eigentlich nur ein Standbild oder Foto des zu Manipulierenden und eine Stimmprobe.. – schon hat man eine Anordnung die dem meist völlig unregulierten Emotionalteil des Hirns ein Bild und die Audioinformationen des Abgefilmten entstehen lassen mit Informationen die Selbiger nie getätigt hat.
    Denkhilfe für die weiterhin Glückselig-Naiven.
    Im Extremfall produziert man ein Video mit einer eindeutigen Kriegserklärung……. -was nu ?

  4. Ich stelle Dies mal hier hinein- auch wenn mir die Schlussfolgerungen des Videoerstellers nicht richtig zu Beifallsbekundungen geeignet sind. – die Recherch der Grundlagen ist es aber ..!

    Das okkulte Wissen über die linke und rechte Gehirnhälfte
    (https://www.youtube.com/watch?v=wYRkc7XCoTM)
    Dies ist die Grundlage dass eine eingebildete Kunstwelt überhaupt funktioniert….und es keinen Zweck hat die Programmierten mit der Realität zu konfrontieren…- und dann noch logische Schlussfolgerungen von den Betreffenden zu verlangen….

    Wie weit diese obige Erkenntniss noch durch den “freiwilligen Zwang” zur “Rechtshändigkeit” unterstützt wird wäre noch ein interessantes Nebenthema…
    (Die Sache soll kreuzweise verschaltet sein, rechte Hand – linke Hirnhälfte, linke Hand -rechte Hirnhälfte…)
    Auf jeden Fall ist es eine Erklärung warum konditionierte “Schafe” durch volquasseln nicht “aufwachen”… :-)
    …-und auch was in den Verblödungsanstalten gemacht wird….

  5. Die Matrix ist,

    … der Segen der Menschheit.
    … unsere groß Chance, alles zu wenden.
    … der Schlüssel, zu einer neuen Dimension.
    … der Anfang und das Ende der Elite.
    … die Tür zur Freiheit.
    … ein Geschenk Gottes.
    … unser Weg.
    … das Verständnis des Seins.
    … und wird immer sein,

    jetzt fehlt nur noch das Wissen unter uns, wie man sie benutzt.

    Es ist für alles gesorgt, wir müssen es nur erkennen.

  6. Sorry für den langen Text, aber ich hab Muffen, wenn ich zu dem Text den link setzen würde, könnte das rechtliche Probleme bringen(zumindest für Herrn Breit). Ursprungsseite dieses Textes, für die Findigen, ist irgendwas mit global und echo… ;-)

    Darum diese hervorragende Analyse in voller Länge und in der Matrix-Randnische, damit es keinen nervt…
    (Man könnte mich ja auch mal aufklären, was man verlinken darf und was nicht…bin da n bisschen rookie als braver Staatsbürger ;-) )

    Der nachfolgende Text ist für die wenigen Interessierten und die, denen dieser vortreffliche Überblick in ihrer Sammlung noch fehlte. Verlangt etwas an Intellektualismus und Bildung.
    Auf jeden Fall ein Muss für jeden Ex-Linken und müsste in jeden Briefkasten eines Linken geworfen werden oder auf seinen Küchentisch gepfeffert! ;-)

    Super interessant und erklärt viel…

    Here it comes – so ist das also mit der EU, der politisch correctness, dem Materialismus, der Anti-Spiritualität, dem Gutmenschentum, dem Sozialismus, dem Genderismus und so weiter:

    Die Hintergründe der 68er-Kulturrevolution
     
    Frankfurter Schule, Kritische Theorie und die Zersetzung der deutschen Gesellschaft

    Von Rudolf Willeke

    Vorwort

    Der bekannte Rechtsphilosoph und sozialdemokratische Justizminister der Weimarer Republik, Gustav Radbruch, hat den Satz formuliert:

    »Jede Idee, die der menschliche Geist erzeugt hat und den Kopf verläßt, also zur “Sprache kommt”, strebt danach, verwirklicht zu werden. Auf dem Wege der Verwirklichung verändert sie das Bewußtsein und die Gesellschaft.«Dieser Satz erscheint zunächst banal, denn jedermann weiß, welche gesellschaftlichen und bewußtseinsmäßigen Folgen die Ideen etwa von Jesus Christus, von Martin Luther und Immanuel Kant oder von Friedrich Nietzsche, Karl Marx und Wladimir I. Lenin hatten.Der Satz ist gleichwohl beachtenswert, wenn man bedenkt, daß die Ideen, das gesamte Ideengebäude der Frankfurter Schule bisher kaum zur Kenntnis genommen wurden, so daß sich die Kulturrevolution 1968-1998 hinter dem Rücken des kollektiven Bewußtseins vollziehen konnte und die Folgen nicht der eigentlichen (letzten) Ursache zugerechnet wurden, sondern dem namenlosen “Zeitgeist”, dem “Fortschritt”, der “Modernisierung”.Die kulturrevolutionären Veränderungen infolge der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule liegen weit überwiegend im Bereich der gesellschaftlichen Institutionen, der Umwertung der Werte, der Umbegreifung der Begriffe und des praktischen Verhaltens der Menschen in der Gesellschaft.Wenngleich die Kritische Theorie längst kein allgemein anerkanntes Weltinterpretationssystem mehr ist, ist ihr Einfluß auf die Wissenschaften, auf Gesellschaft und Politik nachhaltig (FAZ v. 18.6.99), sie ist richtunggebend für die sozialdemokratisch-ökologische Politik und letztentscheidend für die “political correctness” in den Kommunikationsmedien der Gesellschaft und der Kirchen.

    I. Einführung zu den Begriffen Frankfurter Schule und Kritische Theorie

    Eine philosophische Schule wie die Frankfurter Schule besteht aus der Gemeinschaft der Lehrer- und Schülergeneration, die durch gemeinsame Grundanschauungen, durch gemeinsame Forschungsmethoden und Ziele miteinander verbunden sind und die sich mit einer Idee oder mit einem Programm identifizieren.
    Die Namen Frankfurter Schule und Kritische Theorie hat Max Horkheimer in den frühen 30er Jahren erfunden und genutzt, um seine Position vom dogmatischen Marxismus abzugrenzen und um zu dokumentieren, daß die “Frankfurter” einen revisionistischen Marxismus (Neomarxismus) vertreten. Dogmatisch-orthodoxer Marxismus wurde in den 30er Jahren mit KPD und Stalinismus gleichgesetzt.
    Zugleich wollte Horkheimer seiner Theorie eine ganz besondere Aura, ein unverwechselbares Merkmal der qualitativen Unterscheidung von anderen Theorien, etwa der Philosophie des Deutschen Idealismus, verleihen.
    Die Kritische Theorie der Frankfurter Lehrer und Schüler meint ein Denken, das in einer offenen Form der marxistischen Tradition steht und das der Abschaffung von Herrschaft (jeder Art, d. Verf.) verpflichtet ist.[1]
    Für den bekannten Historiker Golo Mann, der in der amerikanischen Emigration sozusagen Hausnachbar von Horkheimer war, ist Kritische Theorie nichts anderes als »Marxismus für feine Leute«, also Intellektuelle.
    Die Kritische Theorie unterscheidet sich grundlegend von traditionellen Theorien und Wissenschaften, die vom Interesse an Objektivität und Wahrheit geleitet sind. Die Kritische Theorie ist demgegenüber vom Interesse an Veränderung der bestehenden Gesellschaft geleitet und aus diesem Grunde an der Hervorbringung eines bestimmten Verhaltens, d.h. “Kritischen Verhaltens” interessiert.
    Das erkenntnisleitende Interesse der “Frankfurter” ist auf Veränderung und kritisches Verhalten gerichtet. Dieses kritische Verhalten zeige sich in dem bewußten Widerspruch gegen das gesellschaftliche Ganze. Die “Kritik” ist prinzipielle Kritik, d.h. eine Grundhaltung der Verneinung aller Wirklichkeit und zugleich Kampf gegen das Bestehende, also gegen die bürgerliche Gesellschaft im weitesten Sinne.
    Die Kritische Theorie will die Wirklichkeit nicht beschreiben, sie will sie verändern, sie steht damit im polemischen Widerspruch zu allen traditionellen Wissenschaften, insbesondere zur Philosophie des Deutschen Idealismus.[2]
    Damit ist schon angedeutet, daß die Gründerväter der Frankfurter Schule Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas, aber auch deren frühe Mitarbeiter, etwa der Sexualtheoretiker und Sexualpolitiker Wilhelm Reich, der evangelische Religionsphilosoph und Theologe Paul Tillich, die Psychoanalytiker Erich Fromm und Alexander Mitscherlich und der marxistische Nationalökonom und KP-Funktionär Friedrich Pollock und viele andere keine neuen Ideen hervorbrachten oder verwirklichten, die Väter standen vielmehr auf den Schultern der geistigen Großväter, vor allem auf Karl Marx und Sigmund Freud, bzw. der geistigen Urgroßväter Jean-Jacques Rousseau und der Französischen Revolution von 1792 (nicht 1789).
    Marx und Freud, beide prominente Vertreter des philosophischen Materialismus, nahmen die These Rousseaus auf, daß die »Zivilisation das Glück des Menschen, das ihm im Naturzustand zuteil wurde, zerstört und die Sitten verdorben habe«. Von Natur aus sei der Mensch gut, erst mit dem Privatbesitz, der eigentlichen Ursünde des Kapitalismus, seien Herrschaft und Unterdrückung und damit Unglück und Bosheit in die Welt gekommen.[3]
    Allein durch die Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln könne die Herrschaft von Menschen über Menschen endgültig beendet und eine menschenwürdige Gesellschaft – das Paradies auf Erden – errichtet werden.

    Theodor Wiesengrund Adorno,
    *1903, †1969
    Die Parole “Zurück zur Natur” findet heute noch ihren Widerhall in der Technikfeindlichkeit und ökologischen Besessenheit der Grün/Alternativen.
    Der marxistische Appell »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« lautet in der neomarxistischen Version “Intellektuelle aller Institutionen, emanzipiert euch!”
    Während der Marxismus/Sozialismus an die ökonomisch-sozial verelendeten Proletarier appellierte und eine Arbeiterbewegung in Gang setzte, die die Basis (Produktionsverhältnisse) ändern, vielleicht sogar mit Gewalt umstürzen (revolutionieren) sollte, wendet sich der Neomarxismus der “Frankfurter” an die intellektuell und psychosozial verelendeten Subjekte im Bildungssystem, d.h. im kulturellen Oberbau. Er bewirkte 1968 eine Studentenbewegung, die den kulturellen Oberbau revolutionieren, d.h. eine Kulturrevolution durchführen sollte, deren Folgen Thema dieser Publikation sind.
    Die gesamte Programmatik der Frankfurter Schule und der neu-linken Bewegung läßt sich als Kulturrevolution, als Umbau des Menschen, seiner Psyche, seines Denkens und Strebens und seines Lebens, als Umbau der Institutionen, die das menschliche Bewußtsein und Verhalten prägen sowie als Umwälzung der gesamten Kultur und Zivilisation beschreiben.
    Die Studentenrevolte von 1968 war kein Randphänomen der Gesellschaft, sondern eine wirkliche Revolution.
    Da es unmöglich ist und auch nicht der Anschein erweckt werden soll, das Ideen- und Lehrgebäude der “Frankfurter”, das aus mehr als 40 Büchern, 50 Aufsätzen und Tausenden von Brief- und Manuskriptseiten besteht,[4] adäquat darstellen zu wollen, werden nur einige zentrale Thesen der Kritischen Theorie herausgegriffen.
    Wenn im folgenden undifferenziert von der Frankfurter Schule gesprochen wird, ist immer einer der vier Gründer gemeint. Eine differenzierte Darstellung der einzelnen Positionen ist in der von mir mitherausgegebenen Broschüre[5] vorgenommen worden.

    II. Vier zentrale Thesen der Kritischen Theorie

    Die Kritische Theorie ist nach Auffassung der “Frankfurter” eine alles umfassende, alles erklärende Theorie. Sie will sowohl Religions- als auch Gesellschaftsphilosophie, ebenso Theorie der Menschwerdung (Ontogenese) wie Moralphilosophie, Geschichts-, Kultur-, Musik- und Kommunikationstheorie sein. Sie stellt den Anspruch, eine Theorie der Wahrheit zu sein und damit die gesamte vorausgehende Philosophie von Thomas von Aquin bis Kant und Hegel zu überbieten und abzulösen.

    1. Die religionsphilosophische These: Gott ist eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos

    Für Horkheimer wie für Habermas steht fest, daß Gott durch die tatsächliche Geschichte, durch die modernen Naturwissenschaften (Evolutionismus/Darwinismus) sowie durch den (dogmatischen) Marxismus widerlegt ist.
    Das Christentum ist für Horkheimer eine Lüge,[6] die Wiederbelebung der heidnischen Mythologie in Deutschland während des Dritten Reiches nichts anderes als Polytheismus. Nicht Gott, sondern der Mensch sei das höchste Wesen (Feuerbach), und der Nächste sei das Volk, die Gesellschaft, die Menschengattung. Horkheimer und Adorno teilen die Auffassung, daß die entscheidenden Fragen der Metaphysik nur negativ, d. h. nur verneinend, aufhebend beantwortet werden können, dementsprechend gebe es nur negative (bestreitende, verneinende) Theologie.
    Adorno, der getaufter Jude war, ist, wie Habermas betont, völlig standhaft und unerschütterlich Atheist geblieben.
    Für Habermas, vom Elternhaus her evangelischer Christ, ist Gott eine falsche Hypothese[7] – geschichtlich überholt, wissenschaftlich widerlegt. Gott ist vielmehr, wie Ludwig Feuerbach vor ihm schon behauptete, eine Projektion des leidenden Menschen an den Himmel, also Phantasieprodukt des Menschen. Der Mensch hat sich seinen Gott geschaffen, weil er ein Bedürfnis nach ihm hatte. Nach Habermas[8] ist das Zeitalter der Hochreligionen und die Epoche des metaphysischen Denkens vorbei. Das Christentum sei kein anerkanntes Weltinterpretationssystem mehr, die neue “wissenschaftliche Weltanschauung” – der Darwinismus/ Evolutionismus – habe dem Christentum den Rang streitig gemacht, wissenschaftliche Aufklärung habe das (unaufgeklärt-mythische) Bewußtsein aufgelöst, die religiöse Welt insgesamt “entzaubert” und jede religiös begründete Ethik wie Lehmbröckchen zwischen den Fingerspitzen zerrieben. Das moderne, nachmetaphysische Denken bestreite keine bestimmten Behauptungen der Theologen oder Metaphysiker, es behaupte vielmehr deren Sinnlosigkeit. Sinnlos ist das Nachdenken über Gott deshalb, weil Gott in der Kritischen Theorie nicht real existiert, sondern nur ein Phantasieprodukt leidender Menschen ist. Theologie als Nachdenken und Reden über Gott ist dann eben nur Reden über nichts oder über menschliche Einbildungen.
    Die “Moderne” oder das nach-metaphysische Zeitalter sei die Epoche des Massenatheismus: die katholische Kirche sei in mehrere Konfessionen und in eine Unzahl von Denominationen zersplittert, und alle moderne Theologie sei Schrumpfungsprozeß, der zur Auflösung führe, weil diese “moderne” Theologie die Unterschiede
    zwischen Heils- und Weltgeschichte,
    zwischen Diesseits und Jenseits,
    zwischen Kirche und Welt,
    zwischen Theologie und Soziologie,
    zwischen Seelsorge und Psychologie,
    zwischen Christen und Nichtchristen,
    also den überlieferten Dualismus, einebne.
    Mit dieser Zustandsbeschreibung von 1974 hat Habermas sogar recht behalten. Habermas hält es schließlich für gerechtfertigt (und notwendig), daß überall dort, wo in der idealistischen Philosophie “Gott” gedacht oder geschrieben wurde, “Mensch” oder “menschliche Gattung” einzusetzen sei. Damit wird Gott entthront, der Mensch bzw. die Gesellschaft dagegen werden vergöttlicht.
    Wenn ein dogmatischer Marxist gefragt wird, wie ein “Sozialist” die Frage nach Gott beantworten würde, würde er mit Karl Marx antworten, der “sozialistische Mensch” sei so, daß er diese Frage nicht mehr stelle.

    Zusammenfassung
    Der Neomarxismus der “Frankfurter” ist seinem Selbstverständnis nach anti-idealistische, materialistische Philosophie, sie ist anti-metaphysische, atheistische Philosophie und damit zugleich Negation des christlich-abendländischen Denkens, unvereinbar mit christlicher Theologie. Das radikal emanzipatorische Konzept der “Frankfurter” ist immanentistisch und widerstreitet übers Ganze dem Konzept christlicher Theologie von Erlösung und Befreiung.
    Die Kritische Theorie ersetzt “Gott” durch “Gesellschaft”, sie vergesellschaftet Gott und divinisiert die Gesellschaft als das Subjekt der Geschichte. Die Kritische Theorie ist materialistische Religion, Selbsterlösungsglaube, profaner Messianismus.
    Die konsequentesten Nach-Denker der Kritischen Theorie sind im Bereich Theologie und Metaphysik Johann Baptist Metz und Jürgen Moltmann, ferner auf katholischer Seite Eugen Drewermann und auf evangelischer der Göttinger Neutestamentler Gerd Lüdemann.[9]
    Ihre Theologie ist negatorisch, verneinend-bestreitend. Die Mode- oder auch Genitiv-Theologien wie z.B. die “Theologie der Revolution”,[10]die “Befreiungstheologie”,[11]die “Politische Theologie”[12]und die “Theologien des Feminismus”[13]wären ohne die Kritische Theorie nicht denkbar.
    Wenn Gott eine falsche Hypothese ist, wenn Gott tot ist, wie es nun sogar Theologen, z. B. die evangelische Theologin Dorothee Sölle, verkünden, wenn Gott nur eine Projektion des leidenden Menschen ist oder wenn wir selbst gemäß dem kommunistischen Programm Gott aus unserem Denken und aus der Gesellschaft vertreiben, dann müssen wir unsere Religion vergessen, ad acta legen, weil sie lediglich unaufgeklärt-mythisches Bewußtsein widerspiegelt, weil sie anachronistisch geworden ist und weil sie falsche “herrschaftslegitimierende Weltbilder” erzeugt.
    Mit der Abschaffung der “religio” müßten wir neu darüber nachdenken, wie man im nach-metaphysischen Zeitalter (ohne Gott) atheistisch-religiös leben kann.
    Wenn Gott tot ist oder wir ihn mit den “Frankfurtern” und Sölle für tot erklären, dann bedeutet das die Wiederbelebung des nietzscheanischen oder des Schopenhauerschen Nihilismus/Atheismus, dann bedeutet das, wie Habermas mit einer gewissen Häme formuliert hat, die Absage an Sinn:[14]

    »Sinn ist eine knappe und immer knapper werdende Ressource.«
    Ohne den obersten (absoluten) Wert (Gott) verlieren alle Werte und alle Orientierungen an Bedeutung: Warum etwa sollen wir gut sein und nicht böse, warum sollten wir die Zehn Gebote oder die Normen der Bergpredigt beachten, wenn die Antwort dahinter nicht immer wieder lautete: weil Gott selbst es so gewollt, geordnet, für richtig befunden hat.
    Der standhaft atheistische Philosoph Jean-Paul Sartre beantwortet die Frage nach Gott sinngemäß wie folgt: Wenn er nicht existiert, dann ist die Geschichte eines jeden Menschen eine Geschichte des Scheiterns, dann ist menschliches Leben absurd, dann bliebe nur die Verzweiflung, die nackte Angst, der Strick. Wenn es keinen Gott gibt, heißt es bei dem großen christlichen Denker Rußlands Fjodor Dostojewski an zentraler Stelle, dann ist alles erlaubt, wenn Gott tot ist, so kann es kein Glück mehr geben.
    Die Rezeption der religionsphilosophischen These der Kritischen Theorie in die Theologie kann die Frankfurter Schule als ganz unerwarteten, aber ganz großen “Erfolg” verbuchen, die Folgen sind gar nicht zu übersehen. Wo immer das Christentum zurückgedrängt wird oder zurückweicht, besetzen der Islamismus, die Gnosis oder Esoterik, mehr und mehr auch der Buddhismus und Okkultismus die gesellschaftlichen Leerstellen.

    Max Horkheimer, *1895, †1973

    2. Die anthropologische/erziehungsphilosophische These

    Der verzweifelte Zustand der Gesellschaft wird am Subjekt deutlich. Die Frankfurter stellen dem “alten” bürgerlichen Menschen mit seiner Menschenwürde, der in Familien zu einem gewissensorientierten moralischen Verhalten erzogen wurde, den “neuen”, ganz anderen Verhaltenstypus gegenüber, der in “alternativen” Institutionen mit neuen wissenschaftlichen Methoden und nach neuen Leitbildern (Lebensentwürfen) erzogen werden soll. Deshalb kritisieren sie den “alten” Menschen als kapitalistisch deformiert und psychisch krank, während sie den “neuen” Menschen als Ideal entwerfen. Nur diesem “neuen” Menschen mit den kollektiven Ich-Strukturen trauen die Frankfurter die Rebellion gegen das Bestehende, die Veränderung der von ihnen gehaßten gesellschaftlichen Strukturen und ein Leben unter sozialistischen Bedingungen zu.
    Die Kritische Theorie hat insgesamt ein negatives Verhältnis zum Individuum, der Mensch der bürgerlichen Epoche sei das Produkt kapitalistischer Produktions- und patriarchalischer Gewaltverhältnisse:[15]

    »Das Über-Ich [Gewissen, Verf.], im eigenen Hause ohnmächtig, wird zum Henker in der Gesellschaft.«
    Die Kritik ist bei Adorno besonders schrill, empört[16] und radikal, wenn er etwa formuliert:

    »Das Subjekt ist die Lüge […] die Menschen, keiner ausgeschlossen, sind überhaupt noch nicht sie selbst.«[17]

    »Der Mensch ist ein Raubtier.«[18]
    Das Individuum sei dem Idol “Herrschaft” geopfert worden und damit verschwunden. Das “Ich” des bürgerlichen Typus sei nichts anderes als die Verinnerlichung von Herrschaft und Unterdrückung, durch das Gewissen habe der Mensch Herrschaft über sich selbst errichtet.

    »Das Gewissen ist das Schandmal einer unfreien Gesellschaft.«[19]
    Die ganze Argumentation gegen den “alten” zu überwindenden Menschen gipfelt in dem Satz: Schizophrenie ist die geschichtsphilosophische Wahrheit übers Subjekt und in dem Appell, das Subjekt aufzulösen, in die Dissoziation und frühkindliche Unordnung von Es, Ich und Über-Ich zurückzustürzen, in einen Entwicklungszustand also, der noch von keinem festen Ich gesteuert wird. An dieser Argumentation wird deutlich, daß Adorno und mit ihm die Links-Freudianer die Freudschen Begriffe verwenden und gegen die Freudschen Intentionen argumentieren, also nicht zur Stärkung oder Restabilisierung, sondern zur Destabilisierung der Bildungssubjekte aufrufen.
    Die Grundidee, das Leitbild des “neuen” Menschen, ist bei Marcuse der orphisch-narzißtische Mensch. Marcuse wählt dieses Bild aus der griechischen Mythologie mit Bedacht, um es mit dem Gegenbild von König Ödipus zu konfrontieren.
    Im sogenannten ödipalen Konflikt mit der Vater-Autorität verschafft sich der heranwachsende Mensch nach Freud eine eigene Geschlechtsidentität, ein frei bejahtes Gewissen, eine positive Einstellung zur zeugenden Sexualität.
    Orpheus und Narziß dagegen stehen für vorödipale, infantil-anarchische Sexualität: Orpheus ist der Sänger, der befreit ist vom Druck der Zeit und der Arbeit, der nur noch singt. Und Narziß ist der in seine eigene Schönheit verliebte Jüngling, der sich selbst im Spiegel des Sees zu ergreifen versucht und dabei ertrinkt. Orpheus und Narziß sind für Adorno die Urbilder der “Großen Weigerung”:
    der Verweigerung des ödipalen Konfliktes,
    der Verweigerung des Leistungsprinzips,
    der Verweigerung zeugender Sexualität.
    Marcuse fordert nichts weniger als die Regression, pointierter noch, die Retrogression des Menschen zur frühkindlichen (strukturlosen, polymorph-perversen) Sexualität.
    Das Ziel Marcuses ist die Zerstörung des Leistungsprinzips:[20]

    »Das wäre der “erlöste” Mensch, der auch vom Ich erlöst und in dem alle Transzendenz zur Ruhe gekommen ist.«
    Marcuse plädiert deshalb für die Freigabe der Perversionen; geschlechtliche Perversionen sind für ihn Urbilder völliger Freiheit und Erfüllung.
    Wilhelm Reich zusammen mit Marcuse versprechen den Intellektuellen die “Erlösung” durch die sexuelle Revolution.[21] Von diesem Plädoyer (1966) über die ministeriellen Richtlinien für die Sexualerziehung in den Schulen (ab 1972), über die grundlegende Veränderung des deutschen Sexualstrafrechts (ab 1976) bis zur gesetzlichen Gleichstellung der homosexuellen Beziehungen mit den heterosexuellen Ehepaaren im Bürgerlichen Gesetzbuch (1999) dauerte der “mühsame Marsch durch die Institutionen”, setzte sich die Erfolgsserie der Frankfurter gegen die bürgerliche Gesellschaft christlicher Prägung durch. Das tiefgehend gewandelte Rechts- und Sittlichkeitsbewußtsein der Deutschen – massenhafte Abtreibung, verbreitete Kinderschändung, Pornographie in allen Medien und “Verschweinung der Gesellschaft” – sind Ursache bzw. Folge dieses beispiellosen Erfolges.
    Das Bild, das Habermas vom “neuen” sozialistischen Menschen zeichnet, läßt sich mit folgenden wichtigen Elementen skizzieren:
    a) kollektive Ich-Strukturen,
    b) reziprokes “demokratisches” Verhalten,
    c) kommunikative Ethik.
    Dieser “neue” Mensch wäre homo communicativus:
    1. Der “neue” Mensch verdankt seine Ich-Identität nicht mehr seiner Familie, er identifiziert sich nicht mit Vater und Mutter,[22] sondern mit Kommunikationspartnern in der Kindertagesstätte, in der Ganztagsschule, im gruppendynamischen Labor oder in der “peer-group”.
    Homo communicativus verdankt sich ganz dem gesellschaftlichen Kollektiv, er ist alles durch die Gesellschaft und alles für die Gesellschaft.
    2. Homo communicativus bindet sich nicht mehr an bestimmte Glaubensinhalte oder Werte, auch nicht an bestimmte Moral- oder Gesetzesnormen wie etwa die Zehn Gebote oder die Normen des Strafgesetzbuches, er folgt nur noch den Verhaltenserwartungen des Kommunikationspartners. Von allen Bindungen und Verbindlichkeiten hat er sich erfolgreich distanziert und emanzipiert (befreit).
    3. Homo communicativus hat die christlichen Verhaltensnormen der Zehn Gebote ebenso wie die der Bergpredigt und die Goldene Regel “Was du nicht willst, daß man es dir tu, das füg auch keinem anderen zu” als repressiv durchschaut und hinter sich gelassen.

    Herbert Marcuse, *1998, †1979
    Für den Kantischen Kategorischen Imperativ vernunftgeleiteten Verhaltens “Handle stets so, daß die Maxime deines Handelns ein allgemeines Gesetz werden könnte”, kann der “neue” Mensch nur noch ein müdes Lächeln aufbringen; denn alle diese Normen unterdrücken die menschlichen Bedürfnisse oder lassen weniger Bedürfnisse zur Befriedigung zu als nach dem Stande der Produktion (objektiv) unterdrückt werden müssen.
    Homo communicativus erkennt nur noch eine einzige Verhaltensregel als verbindlich an, diese lautet:
    “Ich verhalte mich stets so, wie der Andere es von mir erwartet, weil auch der Andere (der jeweilige Kommunikationspartner) sich stets so verhält, wie ich es von ihm erwarte”, d. h. vollständig reziprok (“demokratisch”).[23]
    Habermas nennt diese neue kommunikative Moral auch “universalistische Moral”, weil sie sich in der ganzen Welt als verbindlich durchsetzen soll.
    Während sich Bürger und Christen an ihr Gewissen binden und sich selbst “bestrafen”, wenn sie den Verhaltenserwartungen des Gewissens nicht nachgekommen sind, orientiert sich homo communicativus an den Verhaltenserwartungen des Außenstehenden. Das gewissensgesteuerte – theonome – Verhalten wird gegen ein gesellschafts- bzw. kollektivgesteuertes – heteronomes – Verhalten ausgewechselt. Für autonomes Verhalten, d. h. aus Freiheit generiertes Verhalten, ist dann kein Platz mehr.[24]
    Habermas ist es gelungen, eine Ethik zu formulieren und zu propagieren, die von “erlösungsreligiösen Grundlagen entkoppelt” ist.
    Man kann diese Ethik kommunikative oder auch “hedonistische” Moral nennen, weil sie erlaubt, was den beiden Partnern nutzt, was ihnen Vergnügen bereitet. Absolut Böses gibt es danach nicht. Dieser “neue” Mensch mit den kollektiven Ich-Strukturen, der kommunikativen Moral und dem reziproken Verhaltensrepertoire wird seit den 60er Jahren millionenfach in sogenannten Rollenspielen und gruppendynamischen Labors erzeugt: aus Bürgern werden “Encounter-Konvertiten”, die ihrem Leben einen neuen Sinn gegeben haben.

    3. Die Faschismusthese: Die Familie ist Ursache des “autoritären Charakters” und des Faschismus

    Horkheimers Kritik an Ehe und Familie, die der Christ als “Kirche im Kleinen” und der Staatsbürger als “Zelle des Staates” betrachtet, ist besonders aggressiv und polemisch:
    Die Ehe sei geschichtlich überholt, sie verliere immer mehr an Bedeutung,[25] in der Ehe räume die Lust vor der Pflicht das Feld, in der gegenwärtigen Gesellschaft sei die Lust in die Zote und in die Prostitution verbannt.
    Diese Kritik versteigt sich zu der These Horkheimers, die Familie sei die massenpsychologische Grundlage des Faschismus.[26] In der Familie werde nämlich mit Autorität erzogen und aus dieser autoritätsbezogenen Erziehung gehe der “autoritäre Charakter”, die autoritäre Persönlichkeit, der Typus des Untertanen und Undemokraten hervor, der schon in der Familie gelernt habe, nach “oben” zu katzbuckeln und nach “unten” seine Untergebenen zu treten.
    Gegen diesen “autoritären Charakter” fordert Marcuse die Erziehung des anti-autoritären Charakters,[27] eines Menschentypus also, der sich allen Erwartungen und Verpflichtungen der Gesellschaft verweigert und der nur seinen eigenen Bedürfnissen nachgeht.
    Lustprinzip gegen Leistungsprinzip heißt die Erziehungsdevise der Frankfurter. Deshalb fordern sie die Erziehungsdiktatur.
    Die Familie ist nach Horkheimer nur “kultureller Kitt”,[28]Klebstoff also, mit dem das an sich längst brüchig gewordene kapitalistische System notdürftig zusammengehalten und vor dem überfälligen und endgültigen Einsturz bewahrt werde.
    Horkheimer hat ganz im Gegensatz zu unseren gegenwärtigen Familienpolitikern erkannt, daß die Familie tatsächlich den Kern der bürgerlichen Gesellschaft bzw. die Mitte des Christentums und der Kultur darstellt. Richtig ist auch, daß diese christlich-bürgerliche Kultur und Gesellschaft, die bewußt als unmoralisch und inhuman diffamiert werden, zusammenbrechen werden, wenn ihnen die Familie entzogen wird.
    Den Beweis dafür hat die chinesische Kulturrevolution nach 1949 erbracht.
    Der heutige theologische und politische Feminismus wird von Habermas als (vorerst) letzter Versuch angesehen, der Familie das Leben in der Gesellschaft zu erschweren und die Kulturrevolution zu vollenden, anstatt auslaufen zu lassen.
    Zu den familienfeindlichen und anti-autoritären Tendenzen in Gesellschaft und Staat, in Schule und Kirche können hier nur einige Stichpunkte genannt werden, die eigentlich in ihrem ideepolitischen Zusammenhang dargestellt werden müßten:
    Das Scheidungsrecht berücksichtigt die Schuldfrage nicht mehr.
    Fast jede dritte Ehe wird geschieden.
    Die Zahl der Eheschließungen geht zurück.
    Die Zahl der Alleinerziehenden steigt.
    Die Zahl der Kinder je Ehe sinkt gegen 1.
    Die Zahl der Scheidungswaisen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, steigt.
    Das Mehrwertsteuerrecht benachteiligt Familien mit Kindern.
    Familien werden im Steuerrecht 20 Jahre lang benachteiligt.
    Die Kriminalität steigt allgemein, die Kriminalität der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden steigt explosionsartig.
    Die hohe und steigende Zahl der Ehescheidungen pro Jahr, die hohe und wachsende Zahl von in nicht legalisierten Gemeinschaften lebenden Männern und Frauen und die steigende Zahl von homosexuell zusammenlebenden Partnern zeigt die zunehmende Distanzierung der jungen Generation von der Institution Ehe/Familie und von den mit dieser Institution im Zusammenhang stehenden Normen und Werten (z.B. eheliche Treue, lebenslängliche Monogamie, Homosexualitätsverdikt).

    4. Die gesellschafts- und die geschichtsphilosophische These: Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte = die permanente Katastrophe

    Für Horkheimer ist die Gesellschaft in Deutschland eine Klassengesellschaft, in der es sich wenige auf Kosten der vielen gut gehen lassen.[29]
    Diese These von Marx haben die Frankfurter nicht auf sich selbst bezogen, obgleich sie alle aus großbürgerlichen Verhältnissen stammten und mit einem Millionenvermögen den Krieg und die Emigration “gut” überstehen konnten.
    Die industrielle Gesellschaft sei nicht die Gesellschaft freier Menschen, sondern eine Gesellschaft totaler Unterdrückung und totaler Herrschaft. In der Gesellschaft herrsche die tote Arbeit (Maschine, Kapital) über die lebendige Arbeit (Arbeiter, Mensch). Ursache dieser total gewordenen Herrschaft und Unterdrückung ist nach Horkheimer die Technik. Diese Technik versklave den Menschen und deformiere sein Denken und sein Bewußtsein. Der Mensch in der bürgerlichen Gesellschaft folge daher nicht mehr der humanen, sondern der instrumentellen Vernunft.[30]
    Der gesamte technische Fortschritt wird von Horkheimer als ein unendlicher Prozeß der Entmenschlichung beschrieben. Alle versuchten, wohlmeinenden gesellschaftlichen Reformen könnten an diesem Prozeß nichts verändern, sie könnten lediglich das bestehende, kapitalistische System stabilisieren. Nicht Reform, sondern Totalveränderung des Bestehenden heißt die gesellschaftspolitische Devise der Frankfurter.
    Die Gesellschaftsanalyse von Habermas läßt sich mit “Verfall” überschreiben. Er spricht von ökonomischen Krisen, die das kapitalistische System ständig erschütterten, aber nicht verhindert werden könnten, von Sinnkrisen, die dem System die motivierenden Kräfte entzögen und von Legitimationskrisen.

    Alexander Mitscherlich, *1908, †1982
    Legitimationskrisen entstehen nach Habermas immer dann, wenn die im Staate und in den gesellschaftlichen Institutionen Herrschenden ihr eigenes Tun nicht mehr legitimieren können.
    Alle diese Teilkrisen zusammen könnten das System von Herrschaft und Unterdrückung in eine Systemkrise stürzen und damit in den Zusammenbruch des Kapitalismus führen.[31]
    Diese technikfeindliche Grundströmung in unserer Gesellschaft führt den “Grünen” ein Wählerpotential von 10%, führt “Greenpeace” und den Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden finanzielle und humane Ressourcen zu und macht die Ökologie zum Staatsziel Nr. 1 und zur alles in ihren Bann schlagenden Ideologie.[32]
    Das Bild, das Horkheimer von der “neuen” sozialistischen Gesellschaft zeichnet, ist unklar und höchst widersprüchlich. Einerseits soll es eine Gesellschaft des Genusses[33] sein, in der Triebregungen nicht mehr unterdrückt und verpönt sind (Paradies oder Schlaraffenland), andererseits ist alles geplant und nichts den Kräften des Marktes (Angebot und Nachfrage) überlassen – also strikte Plan- und Staatswirtschaft wie im Kommunismus. An anderer Stelle verspricht Horkheimer den Intellektuellen und studentischen Rebellen die “herrschaftsfreie Gesellschaft”, in der das “Prinzip Herrschaft” endgültig gebrochen sei.
    Bei Habermas ist die paradiesisch-sozialistische Gesellschaft exakt umschrieben, hier können nur einige Elemente herausgestellt werden:
    alle Bedürfnisse sollen chancengleich zugelassen und befriedigt werden;
    alle durch Herrschaft verzerrten Kommunikationsstrukturen der jetzigen Gesellschaft sollen durch den “herrschaftsfreien Diskurs” der Vernünftigen und “Aufgeklärten” abgelöst werden;
    alle Machtansprüche müßten sich ständig rechtfertigen.[34]
    Habermas fordert und verspricht wie Horkheimer die (völlig) herrschaftsfreie Gesellschaft.
    Diese Perspektive bedarf der kritischen Anmerkung: Wenn niemand herrscht, wenn weder der Staat noch die Gesetze herrschen dürfen, dann herrschen alle, dann herrschen insbesondere die Mächtigeren, die Kräftigeren, die Durchsetzungsfähigeren. In der herrschaftsfreien Gesellschaft herrscht das Prinzip homo homini lupus, bzw. bellum omnium contra omnes, herrschen Anarchie und das Recht des Stärkeren.
    Auch Adorno macht in seiner Gesellschaftsanalyse das Prinzip Herrschaft verantwortlich für den katastrophalen Ablauf der Geschichte und für die apokalyptische Zukunft der Kultur. In seinem geschichtsphilosophischen Hauptwerk Negative Dialektik zeichnet er den ganzen Weg der Menschheitsgeschichte nach.[17]Anfang der Geschichte habe der Mensch versucht, sich von den Naturgewalten zu emanzipieren. Bei diesem Befreiungskampf sei dem Menschen die Maschine und die Technologie zu Hilfe gekommen. Der Mensch sei zunächst Herr über die Natur und Herr über die Technik gewesen. Bis genau zu diesem Zeitpunkt der Emanzipation des Menschen von den Mächten der Natur sei der Geschichtsprozeß positiv-dialektisch verlaufen. Dann aber sei mit der Erfindung der Maschine und der Industrie der Umschlag ins Negative erfolgt: Der Mensch, der die Maschine/Technik erfunden und sich dienstbar gemacht hatte, mußte fortan die Maschine bedienen, mußte sich den Sachzwängen und Gesetzen der Technik und Industrie unterwerfen. Je mehr er sich von der Natur emanzipieren wollte, um so mehr geriet und gerät er unter die Herrschaft und Sklaverei des industriellen Systems.
    Herrschaft ist nach Adorno total geworden:
    in den Betrieben herrsche die Technik über den Menschen;
    in den gesellschaftlichen Institutionen (Familie, Schule, Kirche, Betrieb, Klinik, Bundeswehr) herrsche der Mensch über Menschen;
    in seinem Gewissen habe der Mensch Herrschaft über sich selbst errichtet.
    “Auschwitz” war also kein Betriebsunfall der Geschichte: »Jeder technische Fortschritt ist ein Fortschreiten in Richtung Abgrund und Katastrophe.« Das ist die tief pessimistische und deprimierende Botschaft der Frankfurter: der Mensch wird vom Subjekt der Naturbeherrschung zum Objekt total gewordener Herrschaft und Unterdrückung. Aber jedes Zurück bringt ihn erneut unter die Herrschaft der Natur.
    Im Hinblick auf diesen geschichtlich-gesellschaftlichen Circulus vitiosus von Emanzipation und Unterdrückung formuliert Adorno den radikalen, an die Wurzeln der Gesellschaft gehenden Satz: Das Ganze ist falsch, die Gesellschaft ist zum Unheil gewuchert,[35] sie ist ein unendlicher Fortschritt im Falschen, der Geist der Geschichte ist die permanente Katastrophe, absolute Negativität ist absehbar und überrascht keinen mehr.
    Aus dieser Analyse folgert Adorno die Befürwortung der Anarchie, des anarchistischem Aufstandes gegen den technischen Fortschritt, weil nur der Ausstieg aus dem System das Prinzip Herrschaft durchbrechen könne.
    Dieses Motiv des Ausstiegs und der Rebellion gegen die Technologie treibt die Grünen” und die Greenpeace-Organisationen zu Handlungen gegen den technologischen Fortschritt.
    Ich darf auch daran erinnern, daß bekannte Repräsentanten des sogenannten Militärisch-Industriellen Komplexes (Beckurtz, v. Braunmühl, Herrhausen, Ponto, Schleyer sowie deren begleitende Polizeibeamte) aus eben diesem Motiv von zum Teil akademisch gebildeten Anhängern der Rote Armee Fraktion ermordet wurden.
    Bei dem Kampf gegen das Prinzip Herrschaft stehen die Frankfurter auf Seiten der Befürworter der Gewalt. Marcuse[36] unterscheidet zwei Formen der Gewalt: Auf der einen Seite stehe die »institutionalisierte Gewalt« des Establishments, des Staates, der Institutionen und der Gesetze. Diese Gewalt bezeichnet er als »Gewalt der Unterdrückung«, als »Gewalt der Aggression«, sie stehe im Dienste des geltenden Rechts, sie sei daher »legale Gewalt«, zugleich aber auch »illegitime Gewalt«, weil sie den Menschen in der Gesellschaft die Freiheit, die Befreiung von Herrschaft und Unterdrückung vorenthalte.
    Der institutionalisierten Gewalt stehe die 2. Form, die »Gewalt des Widerstandes« gegenüber, die Marcuse auch als »Gewalt der Befreiung« oder als »Gewalt der Verteidigung des Lebens« bezeichnet. Diese Gegengewalt gegen den Staat sei nach geltendem Recht (Gesetz) notwendigerweise illegal (also ungesetzlich, gesetzwidrig), aber sie sei legitime (gerechtfertigte) Gewalt, weil sie auf Befreiung (Emanzipation) vom Bestehenden abziele. Marcuse erklärt, daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein »Naturrecht« auf Widerstand gibt und daß außergesetzliche Mittel (Gewalt gegen Sachen/Personen) angewendet werden müssen, sobald sich die gesetzlichen als unzulänglich herausgestellt haben.[37]
    Wenn die unterdrückten Minderheiten Gewalt anwenden, beginnen sie keine neue Kette von Gewalttaten, sondern sie zerbrechen die etablierte (Gewalt), d. h. die Gewalt des Staates, der Gesetze. Und Marcuse weiter: Kein Dritter, am allerwenigsten der Erzieher und Intellektuelle habe das Recht, den Aufständischen, den Gewalttätern Enthaltsamkeit (von Gewalt) zu predigen. Die Botschaft der Frankfurter lautet also: In bestimmten Situationen hat Gewalt mehr Recht als das Recht, das sie bricht.
    Diese Botschaft oder Heilslehre Marcuses wurde von der Linken als Kampfanweisung gegen den demokratisch legitimierten Rechtsstaat aufgefaßt und umgesetzt.
    Seit Verkündung dieser Botschaft wird in politischen Kreisen öffentlicher Diskurs darüber geführt, welche Gewalt illegal, aber legitim bzw. legal, aber illegitim sei und ob Gewalt auch gegen Personen legitim sei. Gewalttäter “mit politischem Hintergrund” können mit mehr Nachsicht der Gerichte rechnen.[38]
    Seit Verkündung dieser Botschaft sind Sitzblockaden vor Kernkraftwerken, Munitionsdepots der Bundeswehr oder auf Gleisen der Bundesbahn keine illegale Gewalt (Nötigung), sondern legitim (Recht der freien Meinungsäußerung) und “Befreiung” vom “Atomstaat” bzw. von der “Plutoniumswirtschaft”.
    Der Rechtsstaat Deutschland verlangte nicht die Auslieferung des kommunistischen Kurdenführers Öcalan, der unter dem Verdacht des mehrfachen Mordes stand, weil die Bundesregierung die Gewalt der bei uns Gastrecht genießenden PKK-Kurden befürchten mußte und weil die Kurden lediglich die “Befreiung” Kurdistans von Iran und der Türkei durchsetzen wollten.
    In Deutschland muß man heute für “linke” Gewalt Verständnis haben, sie wendet sich ja gegen Ungerechtigkeiten in Deutschland und in der Welt. Sie kann mit Nachsicht der Gerichte rechnen, denn die Motive seien “edel”. Bei gewaltsamen Demonstrationen “gegen rechts” in Magdeburg (Febr. 1999) läuteten die Glocken in der Innenstadt.
    “Rechte” Gewalt dagegen ist verabscheuungswürdig und ruft allgemeine, tiefempfundene Betroffenheit hervor. Sie muß mit drakonischen Maßnahmen bestraft werden, denn es gilt, für alle sichtbar den “Anfängen zu wehren” . Ebenso ist bei Gewalt “mit politischem Hintergrund” sensibler, differenzierter und großzügiger zu verfahren als bei Gewalt ohne “politischen Hintergrund”. Letztere ist kriminell, erstere sollte nicht von vornherein “kriminalisiert” werden.
    Gewalt gegen Sachen (Autos, Geschäftsfassaden, Fensterscheiben, Reisebüros, Banken) gefährdet nicht “unsere gefestigte Demokratie”, die Geschädigten haben halt Pech gehabt.
    Gewalt gegen Personen gilt im allgemeinen (noch) als Schwerkriminalität, wenn sie nicht nach den Regeln des § 218 StGB ausgeübt wird. Sie ist besonders gefährlich und verwerflich, wenn Deutsche an Ausländern solche Gewalt mit oder ohne Todesfolge anwenden.
    Weniger gefährlich ist die Gewalt von Fremden gegen Deutsche. An ein und demselben Tag im Februar 1999 wird ein junger Algerier in Guben von deutschen Skinheads in den Tod getrieben. Der Polizeichef von Guben bestreitet einen “politischen Hintergrund” der Tat, die Medien aber sehen darin eine Tat der Neonazis, also Gewalt “von rechts”. Der junge Algerier wird mit einem Quasi-Staatsakt, mit Lichterketten, Blumenbergen und Betroffenheitsszenarien “verabschiedet”.
    Der 24jährige Deutsche, der auf dem Bahnhof von Frankfurt-Griesheim am gleichen Tag mit mehreren Messerstichen von Afrikanern niedergestreckt wird, wird von seinen Eltern still beerdigt, von den Medien totgeschwiegen.
    Es gibt also “gute” Tote, die heftig an das Rechtsbewußtsein der Deutschen appellieren sollen, und “schlechte” Tote, die man links liegenlassen kann.
    Jede Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung, jedes verbotswidrige Parken in der Innenstadt, jeder Blechschaden im Straßenverkehr sowie jeder Versuch, die Steuerlast zu mindern, wird unnachsichtig verfolgt und spürbar bestraft.
    Demonstrieren dagegen Tausende von Ausländern rechtswidrig (Art 8 GG) an Grenzen, auf Autobahnen, in Innenstädten, oder dringen Scharen von PKK-Kurden oder Antifaschisten/Antirassisten mit Gewalt in Parteigeschäftsstellen, in Teestuben oder ausländische Botschaften/Konsulate ein, verzichtet die Polizei (der Staat) auf Festnahmen, Feststellung der Personalien oder Beweismittel, auf Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Sie sichert sogar freies Geleit zu, wenn friedlich weiterdemonstriert oder gewaltlos der Rückzug angetreten wird.
    Der Staat, der auf sein Gewaltmonopol verzichtet und Schwäche demonstriert, erntet Gewalt und Terror und wandelt seinen Charakter, denn der Rechtsstaat folgt den Regeln: “Nur das Recht soll herrschen”, “Gleiches Recht für alle”, “Das Recht braucht der Gewalt nicht zu weichen”.

    Zusammenfassung
    Die Speerspitze der Kritischen Theorie ist gegen die durch christlich-bürgerliche Ideen geordnete Gesellschaft mit allen ihren Institutionen und Werten (Familie, Schule, Kirche, Betrieb) sowie gegen den demokratisch verfaßten Rechtsstaat, wie er sich im Grundgesetz Deutschland darstellt, gerichtet. Die Hauptwaffe der Frankfurter ist die fundamentale, radikale, nichts auslassende Kritik, die sich empört gegen alle Selbstverständlichkeiten, Traditionen, Institutionen und Verbindlichkeiten, die sich insgesamt gegen das Bestehende richtet und die vollständige Alternative zum Bestehenden durchzusetzen versucht.
    Ihre Kampftruppen rekrutieren die Frankfurter unter den Linksintellektuellen, unter den emanzipatorisch-feministisch Bewegten und unter den durch die Kritische Theorie “Aufgeklärten” und ideologisch Geschulten.
    Die Folgen dieser Auseinandersetzung können hier nur resümierend in Stichworten aufgezählt werden. Auf die “Erfolge” der Frankfurter hat vor allem Habermas hingewiesen.

    Jürgen Habermas, *1929
    Unter dem Druck der Dauerkritik am Leistungsprinzip, an der Autorität und an den Institutionen, der permanenten “Hinterfragung” aller Werte, Normen und kulturellen Selbstverständlichkeiten, der “Dauerdemokratisierung” fast aller Institutionen, insbesondere von Kirche, Schule, Universität, Betrieb, Parteien sowie der seit 30 Jahren anhaltenden semantischen Strategie der “Umbegreifung” der Begriffe ist es in der Gesellschaft
    1. zu einer rasanten Schwächung der Erziehungskraft und des Erziehungswillens der Familie und der Autoritäten;
    2. zu einem tiefgehenden Werteverfall bzw. Traditionsbruch zwischen der älteren und jüngeren Generation;
    3. zu einer Legitimations- und Legitimitätskrise;
    4. zu einem grundsätzlichen Wandel des Bewußtseins und des Verhaltens der Bürger gekommen: Permissivität ist gestiegen, Hemmschwellen wurden abgesenkt.
    5. Die Fähigkeit der Institutionen, sich zu wehren, d. h. der Wille, die überkommenen Institutionen zu rechtfertigen und gegen deren “Enteignung”, “Umfunktionalisierung” oder Auflösung zu verteidigen, ist im Schwinden begriffen.
    Diese Folgen der Kritischen Theorie bekommen auch die kirchlichen Verbände und Organisationen zu spüren, ohne zu wissen, woher der Gegenwind kommt.

    III. Die Erfolge der Frankfurter in der Gesellschaft nach Habermas

    Nach 1980 hat Habermas in verschiedenen Beiträgen sechs Veränderungen genannt, die von der Kritischen Theorie ausgegangen sind und das geistige Klima in Deutschland zwischen 1960 und 1980 revolutionär verändert haben. Habermas verbucht diese Veränderungen als Erfolge, als Siege über die bürgerliche Gesellschaft, die er selbst in polemischer Absicht als “spätkapitalistische” bezeichnet:

    1. Ent-Christlichung der Öffentlichkeit

    Habermas sieht sich darin bestätigt, daß die Zeit der Hochreligion Christentum abgelaufen sei, daß das Christentum kein allgemein anerkanntes Weltinterpretationssystem mehr sei, sich Massenatheismus ausbreite und der (bisher christlich orientierte) Bürger dem Staate seine (schuldige) Loyalität entziehe.
    Es kann in diesem Zusammenhang weder als Zufall noch als Betriebsunfall betrachtet werden, daß im sogenannten Andachtsraum im Berliner Reichstag kein Kreuz zu finden ist, sehr wohl aber ein Hinweis auf Mekka und auf die Klagemauer von Jerusalem.
    Das Kreuz wird aus der deutschen Öffentlichkeit verdrängt; es könne ja “bei Bedarf” aus dem Schrank hervorgeholt werden. Auch im Andachtsraum der UNO fehlen christliche Symbole, es befindet sich dort nur ein großer schwarzer Stein.
    Auch durch den Spruch des Bundesverfassungsgerichts (Kruzifixe in öffentlichen Schulen) wird das Christentum aus der Öffentlichkeit verdrängt, obwohl sich die große Mehrheit des Volkes zum Christentum bekennt.

    2. Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft

    Die den Staat tragenden Institutionen werden “umfunktionalisiert”, sie werden ihrer bisherigen Aufgabe “enteignet” und mit neuen “alternativen” Aufgaben betraut.
    Die Umfunktionalisierung ist den Frankfurtern am durchgreifendsten bei den obersten Gerichten, den Universitäten und Schulen, aber auch bei den Massenmedien und sozialen Diensten, nicht zuletzt in den Verwaltungsapparaten der Kirchen gelungen.[39]

    3. Ent-Ethisierung des Rechts

    Die Rechtsnormen des Staates, die Gesetze, enthalten und schützen nicht länger das sittliche Minimum der Rechtsgemeinschaft, sie dienen fortan außerethischen Zwecken wie der Abschreckung oder der Veränderung der gesellschaftlichen Institutionen.
    Nach Abschaffung des §175 StGB und Einführung des §218 StGB wäre die gesetzliche Aufwertung der Prostitution zum Beruf (Bundesfamilienministerin Bergmann, SPD) ein weiterer kulturrevolutionärer Schritt in Richtung “Ent-Ethisierung des Rechts” und Enteignung der Familie von ihren bisherigen Privilegien (Art. 6 GG).

    4. Ent-Kriminalisierung des Verbrechens

    Verbrechen werden weniger individuell dem Täter zugerechnet und angelastet als kollektiv den gesellschaftlichen Verhältnissen. Man ist (fast zwangsläufig) kriminell, weil man unter “kriminell-kapitalistischen” Verhältnissen, unter “struktureller Gewalt” aufwachsen mußte und lebt. Gemäß dieser Argumentation müßten eigentlich die bedingenden Ursachen bestraft und “resozialisiert” werden und nicht der Täter.

    5. Ent-Pathologisierung der Krankheit

    Man ist nicht etwa krank, weil der Naturhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist, sondern weil man durch gesellschaftlichen Streß, durch vergiftende Umwelt, durch Leistungsdruck der kapitalistischen Wirtschaft oder durch repressive Normen der christlichbürgerlichen Moral (Triebverzicht/Askese) beschädigt wurde.

    6. Ent-Ästhetisierung der Kunst

    Die moderne Kunst folgt nicht mehr den Regeln des Schönen, Wahren, Guten, des Ehrwürdigen oder der Harmonie der Ordnung, sondern ganz bewußt und provokativ der Veralberung und Verächtlichmachung, der Propaganda und Agitation: Das Häßliche, Sinnlose, Anstößige wird dominant.
    Aus diesen sechs Entwicklungen wird deutlich, daß Auflösung, Destruktion, Negation die Absicht der Frankfurter und ihrer Epigonen war und ist.[40]

    IV. Die geschichtliche Entwicklung der Frankfurter Schule

    Zur Darstellung der Geschichte der Frankfurter benötigte Wiggershaus 765 Druckseiten, Jay weitere 420 Seiten. Diese Entwicklung läßt sich im Zeitrafferstil und unter Verzicht auf Details in folgende 4 Abschnitte gliedern:
    1. Durch Eintritt Horkheimers in das damalige Frankfurter Institut für Sozialforschung und mit der Herausgabe der Zeitschrift für Sozialforschung wurde die Frankfurter Schule 1929 gegründet, ausgestattet mit dem Millionen-Vermögen eines jüdischen Weizengroßhändlers. In der Gründerzeit befaßte sich das Institut schwergewichtig mit marxistischer Kultur- und Zivilisationskritik.
    2. Die Gründer mußten ausnahmslos um 1933 aus rassischen und politischen Gründen emigrieren. Sie forschten in der Emigration im kalifornischen Pacific Palisades, in der Nähe von Hollywood und Los Angeles, insbesondere nach den Ursachen des Antisemitismus, Nationalsozialismus und Faschismus, ohne jedoch auf die amerikanische Wissenschaft und Gesellschaft Einfluß erlangen zu können. Sie lebten vielmehr in beständiger Angst vor politischer Verfolgung durch die McCarthy-Kommission, die noch 1945 auf Kommunisten in den Vereinigten Staaten Jagd machte.
    3. Nach 1949 blieb Marcuse in den USA, während Horkheimer und Adorno an die Frankfurter Universität zurückkehrten und etwa ab 1960 ihre Frühschriften in großen Auflagen veröffentlichten oder neu auflegten.
    4. Die Hochblüte und zugleich den Abstieg erlebte die Frankfurter Schule zwischen 1965 und 1975. Adorno und Horkheimer wurden Opfer der studentischen Störungen und Institutsbesetzungen, zu denen sie selbst aufgerufen hatten. Auch Habermas entzog sich den Unruhen in Frankfurt, indem er einen Ruf an das Max-Planck-Institut am Starnberger See annahm, das von der deutschen Industrie großzügig mit Forschungsmitteln ausgestattet war.
    Vergleicht man abschließend noch einmal das System der Philosophie des Deutschen Idealismus mit dem des deutschen Neomarxismus, so kommt man zu dem an sich erstaunlichen Ergebnis, daß Kant und Hegel rund 150 Jahre benötigten, um sich in den Universitäten, in der bürgerlichen Gesellschaft bzw. in den Rechtsstaaten Westeuropas und den USA durchzusetzen.[41] Die Frankfurter hingegen brauchten nur 10, maximal 15 Jahre, um die Institutionen von Grund auf umzumodeln und ihre Ideen in Gesellschaft und Kirche zu verwirklichen.
    Vor allem auf den folgenden Wegen gelangte die Theorie mit nie gekannter Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit von den Studierstuben aus in die Köpfe und Herzen der Intellektuellen und der nachwachsenden Generation der 68er.
    1. Zunächst entfalteten Horkheimer und Adorno eine intensive Vortragstätigkeit, die im Hessischen Rundfunk eine breite Zuhörerschaft fand.
    2. Der Suhrkampverlag verlegte, z. T. in Großauflagen, alles, was von der Lehrer- und Schülergeneration geschrieben wurde. Von 1963-1980 gab der Verlag 1000 Bände “Kritische Theorie” verschiedenster Fachbereiche heraus.[42] Nach Auskunft von Siegfried Unseld erreichte Suhrkamp bis 1988 eine Auflage von 30 Mio. Der Verlag hat sich um die Frankfurter Schule verdient gemacht.
    3. Unter dem Einfluß der Kritischen Theorie verwandelte sich das Selbstverständnis der geisteswissenschaftlichen Pädagogik rasch zur Erziehungswissenschaft mit emanzipatorisch-kritischem Forschungsinteresse. Der emanzipatorischen Erziehungswissenschaft entsprach die emanzipatorisch-kritische Didaktik für fast alle Schulfächer in der Sekundarstufe I und II der deutschen Schulen.[43] Im gleichen Zeitraum (1970-1980) wurden fast alle Richtlinien für den Unterricht neu geschrieben und die Schulbücher für den Deutsch-, Politik- und Religionsunterricht emanzipatorisch-kritisch ausgelegt.[44]
    4. Die Frankfurter kooperierten mit der emanzipatorischen Bewegung der “Neue Linke”, indem sie diese Protestbewegung als moralische und revolutionäre Macht rechtfertigten und ihr das Programm lieferten, mit dem sich die Linke politisch artikulieren und durchsetzen konnte. Umgekehrt ist die Kritische Theorie durch diese Bewegung erstaunlich rasch und tiefgreifend geschichtswirksam geworden,[45] jedenfalls rascher als in Frankreich oder in den USA.
    5. Etwa zeitgleich mit der Verbreitung der Kritischen Theorie in Deutschland kamen nach 1960 die Gruppendynamik und die Gruppendynamische Bewegung aus den USA in die Bundesrepublik und wurden von der neu-linken Bewegung für Ziele der Frankfurter instrumentalisiert.
    Von diesen Psychotechniken, die ursprünglich in den Vereinigten Staaten für die psychologische Kriegsführung[46] entwickelt wurden, erwartete sich die neu-linke Bewegung sowohl die Veränderung der Institutionen als auch die tiefgehende Veränderung des Menschen in Richtung auf den “homo communicativus”, sowie die Veränderung des politischen und religiösen Bewußtseins.
    Ganz ähnlich wie Habermas die Erfolge der Frankfurter Schule beschreibt, umreißt Oskar Nigsch, ein Studentenpfarrer und prominenter Vertreter der gruppendynamischen Bewegung, die Ziele der Befürworter.[47]
    Nigsch stellt die fünf wichtigsten Ziele der Veränderungsagenden wie folgt vor:
    1. Ziel: Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft. die Institutionen sollen nicht länger kulturelle Leitbilder, Normen, Erwartungen bzw. Weltbilder an die nachwachsende Generation tradieren, sondern diese in ihrer “kontrafaktischen Gültigkeit” relativieren, durch Gruppendynamik lockern und auflösen.
    2. Ziel: Ent-Bürokratisierung. Der bei uns eingespielte bürokratische Problemlösungsstil verursache stärkere seelische Störungen als der Kapitalismus insgesamt, weil er die Individuen in ihrer Spontaneität, Initiative und Verantwortungsfähigkeit fundamental beschneide. Durch Einführung gruppendynamischer Elemente in die Bürokratie sollen die Probleme dort gelöst werden, wo sie entstehen, nämlich auf der Gruppenebene. Probleme sollen also nicht auf die nächsthöhere Ebene verlagert und damit entschärft werden.
    3. Ziel: Ent-Hierarchisierung. Hier geht es um die Absetzung und Entmachtung der Hierarchien, der Autoritäten, Vorgesetzten, der Über- und Unterordnungsverhältnisse. Jeder soll seinen Status in der Hierarchie für auswechselbar halten. Alle innovatorischen Impulse und Entscheidungen sollen von gruppendynamischen Prozessen ausgehen (Brainstorming).
    4. Ziel: Ent-Funktionalisierung des Bildungssystems. Bildungs- und Beschäftigungssystem sollen voneinander entkoppelt werden. Schule soll nicht länger Institution der Erziehung und Bildung sein, sondern vielmehr zu einer Veranstaltung der Verhaltensmodifikation, der Verhaltenstherapie und -kontrolle werden. Das bisherige Schulsystem mit seinen Leistungsanforderungen und Auslesemechanismen soll nicht länger die soziale Schichtung der Gesellschaft reproduzieren. In der Gesellschaft soll es keine Schichten, sondern nurmehr ökonomisch-soziale Gleichstellung geben. Diese Gesellschaft der Gleichheit nannte Marx “klassenlose Gesellschaft”.
    5. Letztes Ziel der gruppendynamischen Bewegung ist die Ent-Stabilisierung der Bildungssubjekte. Die Gesellschaft soll an stabilen Ich-Strukturen, wie Freud sie im Auge hatte, kein Interesse mehr nehmen. Durch Gruppendynamik könnten die Ich-Strukturen als “falsche Sicherheiten” interpretiert und “neue Horizonte” erschlossen werden.
    Diese destruktiven, kulturrevolutionären Ziele der gruppendynamischen Bewegung sind inzwischen überall dort erreicht worden, wo Gruppendynamik in Kirche, Schule, Betrieb, Klinik, Behörde, Kloster stattgefunden hat. Diese Ziele decken sich vollständig mit dem “reeducation program” der Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg, mit dem die “faschistischen” (autoritär erzogenen) Deutschen zu Demokraten umerzogen werden sollten. Die Frankfurter tragen zu Recht den Titel »Philosophen der Reeducation«.[48]

    Zusammenfassung

    An Stelle einer eigenen Zusammenfassung verweise ich auf ein Resümee von Juan Donoso Cortés.[49] In einer Denkschrift stellt Donoso Cortés (1809-1853, spanischer Staatsrechtslehrer und Kritiker des (theoretischen) Sozialismus) zwei Gruppen von furchtbaren und folgenschweren Irrtümern heraus, die entweder 1. zur “allgemeinen Auflösung”, zur Anarchie oder 2. zur Verwirklichung von Despotismus riesigen Ausmaßes führen. Die erste Gruppe der Irrtümer zielt auf Übersteigerung der menschlichen Freiheit, auf gewaltsame Zerstörung aller menschlichen Einrichtungen. Die zweite Gruppe zielt auf völlige Umwälzung und Unterdrückung der menschlichen Freiheit.
    Der 1. Gruppe sind die Sozialisten, der 2. Gruppe die Kommunisten zuzuordnen.
    Die Sozialisten erstreben vor allem die unbegrenzte Ausdehnung der individuellen Freiheit (Emanzipation) auf Kosten der Staatsobrigkeit, die geschwächt und beseitigt werden soll.
    Die Kommunisten erstreben dagegen die völlige Unterdrückung der menschlichen Freiheit und gleichzeitig die Ausdehnung des Staates ins Kolossale an. Die Sozialisten und die Kommunisten (und, wie wir gesehen haben, die Neomarxisten, Verf.) geben sich – religiös gesehen – nicht damit zufrieden, Gott in den Himmel zu verbannen, sie gehen vielmehr weiter, bekennen sich offen zum Atheismus und leugnen das Dasein Gottes überhaupt.
    Wenn man aber – wie diese drei Gruppen – Gott, die Quelle und den Ursprung jeder Autorität, leugnet, dann ergibt sich daraus logisch die Leugnung der Autorität selbst, und zwar bedingungslos und vollständig. Die Leugnung der weltumfassenden Vaterschaft Gottes bringt die Verneinung der Vaterschaft in der Familie mit sich. Die Leugnung der religiösen Autorität hat ebenso logisch die Leugnung der politischen Autorität zur Folge. “Wenn einmal der Mensch ohne Gott auskommen will, dann sofort auch der Untertan ohne König und der Sohn ohne Vater.”

    Anmerkungen

    Rudolf Willecke, Flaßkuhl 30, D-48167 Münster, Tel. 0251-619047; geb. 1933, Studium der Wirtschaftswissenschaften und Pädagogik in Frankfurt/M und München: Dipl.-Kfm., Dipl.-Hdl. Studium der Philosophie und Psychologie in Münster; bis 1997 Studiendirektor am Seminar für Lehrer der Sek.St. II für Wirtschaftswissenschaften und Recht. Seit 1997 i.R. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Pädagogik/Gruppendynamik und Bildungspolitik/Kulturrevolution.
    Erstveröffentlichung in der Schriftenreihe der Aktion Leben e.V., Heft Nr. 10, Postfach 61, D-69518 Abtsteinach/Odw., 3. Auflage 2002. Der vorliegende Text ist geringfügig erweitert.

    • Weil es so stark ist nochmal(zeigt u.a. auf wie versifft auch viele “esoterische” Kreise sind und wie die Siffe die Hirne durchzogen hat):

      Wenn man aber – wie diese drei Gruppen – Gott, die Quelle und den Ursprung jeder Autorität, leugnet, dann ergibt sich daraus logisch die Leugnung der Autorität selbst, und zwar bedingungslos und vollständig. Die Leugnung der weltumfassenden Vaterschaft Gottes bringt die Verneinung der Vaterschaft in der Familie mit sich. Die Leugnung der religiösen Autorität hat ebenso logisch die Leugnung der politischen Autorität zur Folge. “Wenn einmal der Mensch ohne Gott auskommen will, dann sofort auch der Untertan ohne König und der Sohn ohne Vater.”

      (Achtung Metapher liebe Korinthenkacker und Feminisierer!)

    • Das ist ein gaaaanz schwieriges Thema dessen Erörterung durch falsche Definitionen, einen massenhaften “Tunnelblick” und antrainierte Assoziationen leider viel zu oft in die Irre führt.
      Ist ja das Selbe mit dem Begriff “Geld”… :-(

      Und auch der Schreiber`sch von dem Artikel hat noch nen verdammten Tunnbelblick, auch wenn er wahrscheinlich bereit ist zu akzeptieren dass die Milchtüte nicht im Supermarktregal wächst.

      “Killerbee” (Webseite “killerbee sagt”) hatte mal auf eine unorthodoxe Art versucht dieses Thema auseinanderzuklamüsern…..- das kann man ja nun weiterverwursten….
      Sein Ansatz war der, wieviel sinnlose “Beschäftigung” sich als “Arbeit” tarnt, deren Wegfall keiner merken würde… (60% ??) ausser die Hierachie zu deren Existenzsicherung das Meiste davon dient..
      Dann kam er auf die seit hundert Jahren als “Norm” dogmatisierte Arbeitszeit
      ( = verkaufte Lebenszeit !!!)
      obwohl die Produktivität sich ja nun mehr als verdoppelt hat…. :-)

      wo geht das denn hin????
      Könnte was mit dem global verschiebbaren Luftgeld zu tun haben…..
      Und warum muss der Kondensator mit dem ich einen 26 Monate alten “schrottreifen” Superfernseher wiederbelebe in Taiwan hergestellt werden??
      Und damiit nähern wir uns wieder dem Kern des obigen Artikels, nämlich insofern ob eine Wegwerfwirtschaft mit Obszoleszensbeschleuniger wirklich “Arbeit” schafft..

      Oder ob die Realwirtschaft (als einzige Instanz der realen Wertschöpfung) (ca15%) nur noch mit Tricksereien als Gewährleister des “Geldwertes” betrachtet wird….
      Dazu dürfte noch kommen dass jeder in der Realwirtschaft Tätige indirekt mehr wie 10 Andere mit durschzuschleppen hat… (nun sind`s schon wieder paar mehr…)
      – da mutiert unter den Bedingungen jeder zur “biologischen Kostenstelle”…

      Und das ist die materielle Basis der sich hier leider keiner ganz entziehen kann… “!Wertschöpfung” von Wegwerfprodukten durch stressige, geisstötende schlecht bezahlte Fliessband”arbeit”…. (weil ja noch Politiker- und Bürokratengehälter mit erwirrtschftet werden müssen.und der Kostendruck immer höher wird….

      …Ich würd mal so sagen…-alle Tätigkeiten bei denen man nur einen geistlosen “Roboterersatz” mimt sind keine Arbeit… vielleicht…. :-)

      • P.S.: Wenn man nicht grad -sich weggibt – und nur vor der Playsi hockt oder immer 3 Flaschen Wodka trinkt oder sich mit anderen Drogen vollpumpt, dann ist der Mensch -in dieser deformierten Realität- stets und ständig am Arbeiten.Psychisch, geistig, beziehungstechnisch, körperlich, spirituell, intellektuell etc.
        Die größte Arbeit ist ja die zur sprituellen Stabilisierung(oder eben Destabilisierung) des Planeten und zur Taktung, Schwingung, Einspeisung des Selbst in die sogenannte Matrix…

        Das meiste an Arbeit ist nicht sichtbar und wird auch nicht bezahlt+

        (Teilweise gute Kommentare, dat stimmt)

          • Das ist ganz einfach mit dem Nichtstun, das kennt jeder ….. in einer Dualität gibt es grundsätzlich 2 Seiten einer Medaille. Arbeiten – nicht arbeiten , tun – nichtstun oder essen gehen – nicht essen gehen, hoch – tief , rechts – links , nach vorne – nach hinten , plus – minus. Es hängt allerdings auch immer vom Betrachter ab, in welche Kategorie es eingelagert wird.

            Alles was man nicht kann und kennt, kann man kennen lernen, … muß man aber nicht, … eines sollte man aber Grundsätzlich inne behalten, … die Vorstellungskraft der Möglichkeiten. Denn ich kann nur das erreichen oder kennenlernen, was ich mich auch vorstellen kann

  7. Die Matrix ist …
    … genau so wie die Liebe ist …
    es sind Zustände des Seins.
    Wir benutzen sie im hier und jetzt,
    bewußt oder unbewußt
    … schöpfen wir uns damit die Zukunft genau in diesem Moment.

    Es ist das Resonanzgesetz welches hier am werke ist …
    … die Matrix ist die Schnittstelle des Eins sein,
    sie verbindet uns und trennt uns voneinander,
    jeweils abhängig von unserer Eingabe aus der Vergangenheit.

    Speisen wir die Matrix also mit Krieg, Koruption, Lügen oder Elitären Sklavenhaltern …
    … ebnen wir unsere Zukunft genau mit diesen Sachen. Je mehr wir uns darauf konzentrieren (Gedankengut landet in der Matrix), desso größer ist die Wahrscheinlichkeit das es noch schlimmer wird.
    Das gute an der Sache ist, … je schlimmer es wird, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit das es sich ändert. Wer also nicht bis ans Ende will, … darf sich Gedanken darüber machen, wie das Leben auf diesem Planeten wirklich funktioniert und wird feststellen, … dass es angenehmer und efectiver ist, sich mit positiven Lösungen zu beschäftigen anstatt mit negativen Nachrichten.

    Für jeden der seine Welt heute ändert ….. wird morgen eine neue Welt entstehen.
    Wo hin die Reise geht, … entscheidest nur du mit deinen Gedanken und deinem Handeln.

    Ich wünsche Euch und herrn Breit, in eurem neuen Verein viel Erfolg und Glück.
    Danke für die respektvollen Unterhaltungen, die ich hier führen durfte.
    Alles Liebe für die Zukunft
    von matrixen

  8. Eigenzitat: “Die Natur hatte des Menschen nicht bedurft, nicht wirklich, aber der Mensch hatte ohne die Natur und deren Energie nicht existieren können. Der Mensch hatte des Systems / der Matrix nicht bedurft, nicht wirklich, aber das System / die Matrix hatte ohne den Menschen und dessen Energie nicht existieren können.”

    Ein jeder lebe nach seiner Fason und mit der Gewissheit: “Wir ernten, was wir säen.” Die Erwachten hatten sich mit wahrheitsgetreuen Denken, Sprechen, Schreiben und Handeln üben und der Dummheit und Korruption im Lande die Stirn bieten können. Wer es sich zugetraut hatte, der hatte eben die unter ausländischer Treuhandverwaltung stehende Bananenrepublik “deutsch”Land verlassen und war ins DEUTSCHLAND der originären Rechtsträger in Erbfolge übergesiedelt – das dazu erforderliche Wissen war vorhanden gewesen.

    Alle Amtsträger der ausländischen Treuhandverwaltung und Inländer stellen unstreitig, daß der Rechtsträger des deutschen Rechts bis zum Putsch am 09.11.1918 ausschließlich das Deutsche Volk ist, wobei sämtliche Rechtsgüter seit 09.11.1918 nicht auf Mandatsregierungen, Alliierte, Bund oder eine andere (for-profit) Entität übergegangen sind.

    Alle Amtsträger der ausländischen Treuhandverwaltung und Inländer stellen unstreitig, daß der Bund (Bundesrepublik Deutschland, abgeleitete juristische Personen, etc.) grundrechtfähige Natürliche Personen nicht verwaltet, weil ausschließlich der terrigene Mensch der originäre Rechtsträger ist oder weil seit 01.01.1900 das bürgerliche Recht (BGB) im Gebiet Deutschland durch die geborene Zivilperson mit Bürgerrechten im Inland von Deutschland anwendbar ist und jede Rechtsnachfolge auf diesem Grund und Boden (Inland) konstituiert.

    Alle Amtsträger der ausländischen Treuhandverwaltung und Inländer stellen die Gültigkeit vom Rechtsprinzip unstreitig: Keine substantiellen Rechte ohne Rechteableitung der Rechtserbfolge von originären Rechtsträgern durch amtliche Urkunden mit der Beweiskraft wahr, echt und richtig; wobei „substantielle Rechte“ insbesondere bei (unbefugten) Kettengeschäften bedeutet: “Niemand kann Rechte übertragen, die er selbst nicht hat.”(weiterlesen: eine-effektive-therapie-fuer-alle)

  9. Zur Dynamik und Dialektik der MATRIX

    Während alle gebannt auf Terror, Krieg, Bedrohung und Untergang starren, lohnt sich ab und zu ein Blick auf das größere Bild.

    Die Seite redefininggod.com bietet brauchbare Analysen zur Identifikation der langfristigen NWO-Strategie.

    “The Two NWOs

    The key to understanding the globalists’ strategy in implementing the New World Order is to understand that there are actually two NWOs: a Western-fronted decoy New World Order and a BRICS-fronted real New World Order. Once you understand how and why the globalists created them and played them against each other, all of the confusing information floating about the mainstream and alternative media will start making sense.”
    http://redefininggod.com/understanding-the-nwo-strategy/

    “So there you have it. The globalists are using the United States to do all the dirty work in restructuring the world for the UN-centered NWO, and they are laying all the blame for the damage on the US nation-state, not themselves or their UN. At the same time, they are building up the BRICS as heroes who will save the world from the “rampaging American unipower” by bringing about a STRONGER UN which “will truly unite the forces of the international community and can really react to events in various countries.””

    Das dialektische Spielchen von ‘guter Bulle/ böser Bulle’ oder ‘Herrschaft des Antichristen/ Erlösung durch die Wiederkunft Christi’ für die Gläubigen läßt sich Weiterspinnen als:

    “bad unilateral NWO” vs. “good multilateral NWO” conflict
    is supposedly part of a larger
    “bad aliens” vs. “good aliens” conflict.

    ALEX JONES AND DAVID ICKE’S ROLE: BASH THE WEST, PROMOTE THE EAST, SELL THE DIALECTIC

    Over the past few years, I’ve had a number of readers ask for my take on Alex Jones and David Icke. Let me begin my answer by stating that

    there are two mind control matrices that surround us:

    1) the mainstream matrix in which most people are trapped, and
    2) the controlled alternative matrix in which most awakening people get ensnared after they escape the mainstream matrix.

    Alex and David are both leading figures in the controlled alternative matrix. And just like Veterans Today, their job is to grab the attention of people who are starting to ask questions and mindfu*k them into accepting the dialectic.
    http://redefininggod.com/2015/11/lets-cut-the-crap-vladimir-putin-is-helping-usher-in-the-globalist-new-world-order/

    Zur Analyse der alternativen Matrix siehe auch die Beiträge zu VT, David Wilcock, Alfred Lambremont Webre, u.a.

    If you want to build a false paradigm in people’s minds, here’s how you do it:

    1) You have paid disinformation agents pose as whistleblowers and tell the public tall tales.

    2) You have other disinformation agents promote the whistleblowers with interviews and conferences.

    3) You have yet other disinformation agents put together all of the “whisleblower testimonies” into books and videos that outline and support the false paradigm.

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