Medienmanipulation in Deutschland. Wie „Buhrufe“ gegen Merkel künstlich verortet werden

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Die Rede von Angela Merkel im Europäischen Parlament ist jetzt schon einige Stunden alt. „Sciencefiles.org“ macht darauf aufmerksam, was viele Beobachter, gerade in „alternativen Medien“, übersehen haben: Die Kanzlerin wurde teils ausgebuht. Dies war in den Leitmedien fast ausgeblendet worden, während die „Alternativen“ sich verstärkt mit dem Inhalt der Rede auseinandersetzten. Nur die „Tagesschau“ hat gründlich aufgepasst und ordnet das für alle Zuhörer und Zuseher richtig ein: Es wird gebuht. Und zwar von rechts.

Merkel freut sich

Angela Merkel hat auch bemerkt, dass und wie sie mit Buhrufen begleitet wurde. Die Kanzlerin jedoch zeigte sich nicht beleidigt, sondern erfreut. Zitat: „Das ich den Kern getroffen habe, zeigt sich an dem Protest. Das ist schön und ehrenvoll.“ Die Tagesschau ergänzt dabei: So sollen nach „Angaben von Abgeordneten im Saal“ die Proteste „überwiegend von rechtsextremen Parlamentariern“ gekommen sein. Darunter seien auch Parlamentarier der UKIP gewesen, der Partei, die in Großbritannien für den Brexit warb und ihn auch mit anderen zusammen durchsetzte.

Diese Bemerkung muss man zunächst sacken lassen. Die annähernde Gleichsetzung von UKIP mit „Rechtsextremen“ ist eine gedankliche Leistung, die journalistisch kaum zu erklären ist. EU-Gegner gibt es auch unter „Linken“. Und im bürgerlichen Lager, eine Umfrage innerhalb der CSU und deren Anhängerschaft würde dies belegen. Vielleicht nicht mehrheitlich, so doch bemerkbar.

 

Zudem ist die Frage, ob die Einordnung der „Protestrufe“ von „Rechtsextremen“ überhaupt einer neutralen Berichterstattung entsprechen können. Buh- und Zwischenrufe gibt es annähernd in jeder parlamentarischen Sitzung, wenn sie denn einmal gut besucht ist. Dass die buhrufende Gegnerschaft zu Angela Merkel hier gleich in die Ecke gestellt wird, zeigt, wie die Tagesschau hier suggestiv die Rede von Merkel offenbar einordnet. Staatstragend, überparteilich, wichtig. Protest, wie beim Bundespräsidenten, unangebracht. Die Kanzlerin hatte sich für eine EU-Armee ausgesprochen. Da dürfte Kritik zumindest erlaubt sein.



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