Medikamenten-Knappheit? Corona-Virus offenbart alle Schwächen

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Das Corona-Virus hat zumindest die Diskussion in Deutschland mittlerweile voll erfasst. Alle sonstigen Problemfelder, Klimaschutz, die Zuwanderung oder auch der vermeintliche Kampf gegen „rechts“ spielen in den Talkshows keine Rolle mehr. Neben diesen medialen Spiegelfechtereien offenbart sich durch das Corona-Virus allerdings eine große Schwäche des hiesigen Gesundheitssystems: Viele Medikamente werden aktuell in Asien produziert. Der Kosten wegen. Die Produktionskette könnte bald durchbrochen sein.

CSU-Landesgruppenchef warnt

So ließ CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem von der „Bild“ aufgegriffenen Papier erkennen, dass die Partei in Deutschland eine „zuverlässige Arzneimittelversorgung“ sicherstellen wolle. Konkret:

Die Partei möchte eine Souveränitätsliste erstellen lassen, die „festlegt, welche Wirkstoffe für die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger unentbehrlich sind und bei denen es auf keinen Fall zu Lieferengpässen kommen darf.“

Dies seien etwa Wirkstoffe, die für die Behandlung gegen Krebs benötigt werden oder auch Schmerzmittel. Zudem müsse dann in einem folgenden Schritt eine „nationale Medikamentenreserve beim Bundesinstitut für Arzeimittel und Medizinprodukte erfolgen“. An dem Ort sollten die „wichtigsten Wirkstoffe ständig und in ausreichender Menge“ verfügbar sein.

Zudem müssten die einheimischen Pharma-Unternehmen dazu „gezwungen“ werden, „besonders wichtige Grundstoffe und Medikamente“ in Zukunft „wieder“ in Europa herzustellen, nicht mehr wie aktuell noch in Asien. Dies solle helfen, „Lieferengpässe“ zu vermeiden. „Die Versorgung der Bürger mit Medikamenten“ sei eine „Frage der nationalen Souveränität“. Das Land dürfe bei der Versorgung mit Arzneimitteln „nicht am Tropf Asiens hängen.“

Nun könnte der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Stellungnahme Zufall sein. Doch nach einem bekannten Bonmot ist nichts in der Politik zufällig. Hier sieht es eher danach aus, als deute die Partei bereits einen Engpass an. Dies geschieht – als reine Spekulation – sicher auch nicht zufällig oder aus reiner Menschenfreude. Möglicherweise, so Beobachter, handele es sich dabei um einen wenig verdeckten Hinweis an die Pharmaindustrie, zu liefern. Denn die Produktion in Europa wäre offensichtlich bedeutend teurer.

Ihnen und uns zeigt der Vorgang, wie wichtig es ist, sich auch vom Tropf der Pharmaindustrie zu befreien.

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