Mehr Lobbyisten als Abgeordnete im Bundestag – ein interessanter Überblick….

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Der Deutsche Bundestag kann von Lobbyisten und Lobbygruppen besucht werden. In diesem Fall einfach mithilfe eines Ausweises. Wer sich im Bundestag bei den Parteien tummeln darf, ergibt sich aus einer Veröffentlichung von abgeordnetenwatch.de. Der Verband hatte dagegen geklagt, dass der Bundestag die Liste „aller zugangsberechtigten Lobbyisten unter Verschluss gehalten“ hatte. Erfolgreich geklagt.

Interessante Statistik

Besonders häufig vertreten sind demnach Gruppierungen aus dem Bereich „Soziales“. Die Nummer zwei entstammt dem Segment „Verkehr“, die Nummer drei dem Bereich „Infrastruktur Immobilien/Ba8“. Auch die Bereiche Energie und Banken/Finanzen/Geld sowie Ärzte sind noch gut vertreten.

Offenbar ist die Branche „Immobilien“ besonders daran interessiert, mitzumachen. Der Verband vertritt sowohl die Interessen von Privaten wie auch die Interessen von Konzernen, genannt sei etwa das derzeit heftig umstrittene Unternehmen Vonovia. Auf der Liste der Verbände, die einen Hausausweis haben, finden sich sehr interessante Gruppierungen. Angeführt bei „A“ von der ABDA. Dies ist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. Dabei geht es um die Zulassung von Konkurrenten. Und um Geld.

Dabei auch der ADAC. Dass der sich um die Autos und die Automobilindustrie kümmert, ist ersichtlich.

Ein kleiner Verband namens „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.“ dürfte einiges an wirtschaftlichem Gewicht mitbringen. Denn Flughäfen sind die großen Umschlagplätze vor allem dort, wo sich kein großer Hafen findet. Flughäfen kämpfen allerdings gegen all jene Verbote, die Verbraucherschützer so gerne aussprechen ließen.

Wirtschaftliche Interessen größerer Natur vermuten wir auch beim BFW, dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. Dasselbe gilt für die „Biotechnologie-Industrie-Organisation“ Deutschland e.V. Entsprechend stark dürfte auch der „Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. sein. Derzeit dürften zudem die Bundesverbände des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. sowie der Verband „deutscher Banken“ sein. Und so finden sich viele illustre Bezeichnungen und Begriffe, die sich aufzuzählen hier gar nicht lohnt. Dennoch: Eines Tages müsste diese Form staatlich subventionierter Beeinflussungen schlicht abgeschafft werden. Die Strukturen manifestieren und begünstigen die jahrzehntelang gewachsenen – ohnehin schon vorhandenen – Machtverhältnisse.

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