Menstruationsunterwäsche: Schädliche Stoffe in den USA „gefunden“

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Menstruationsunterwäsche gilt als Alternative zu Tampons, Binden oder Menstruationstassen, die sich als Alternative bis dato noch nicht hinreichend durchgesetzt haben. Jüngst wurde bekannt, dass eine Aktivistin aus den USA, Jessina Choy vom „Sierra Club“, Menstruationsunterwäsche hat untersuchen lassen. Mit niederschmetterndem Ergebnis. Denn die Journalistin meldete, dass die Unterhose der Marke „Thinx“ 3264 ppm (parts per million) „polyflourierte Chemikalien (PFC)“ enthalte. Diese seien möglicherweise krebserregend, heißt es. Zudem stünden sie unter dem Verdacht, die weibliche Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen. Eine schlechte Nachricht – denn auch konventionelle Tampons und Binden enthalten offenbar viele Giftstoffe, die auf den entsprechenden Verpackungen noch nicht einmal verzeichnet sind.

„(…)Das Verbrauchermagazin Ökotest hatte fünfzehn Hygieneprodukte getestet. In elf Produkten wurden giftige Chemikalien gefunden. Zwar sind die gefundenen Giftmengen nicht unmittelbar tödlich. Doch durch die jahrelange Anwendung können konventionelle Tampons und Binden Unterleibs- und andere Erkrankungen auslösen.

Beim Bleichen der Hygieneprodukte mit Chlor, die aus Baumwolle und Viskose bestehen, entsteht das Gift Dioxin als Nebenprodukt. Obwohl seit den 1990er Jahren auch andere Bleichverfahren angewendet werden, werden nach wie vor Dioxine in Hygieneprodukten gefunden. Denn Dioxin ist auch in Luft, Erde und Wasser als Verschmutzung gespeichert. Somit enthalten auch Naturmaterialien wie Baumwolle Dioxine.

Da die vaginalen Schleimhäute eine hohe Absorptionsfähigkeit besitzen, wird das Dioxin vom Körper aufgenommen und im Fettgewebe eingelagert. Formaldehyd ist eine keimtötende und konservierende Chemikalie. Bei den Damenhygieneprodukten steckt die Chemikalie meist in der Verpackungsfolie von wo aus das Gift in den Tampon gelangt. Bei der Untersuchung von Öktotest wurde Formaldehyd in zwei Produkten gefunden.

In Binden wurden Phtalate, also Weichmacher gefunden. Sie befinden sich an den Klebstreifen von Binden und Slipeinlagen. Weichmacher bergen gleich eine Anzahl von gesundheitlichen Risiken. Da ihre Wirkung auf den menschlichen Körper hormonähnlich ist, können sie die Fruchtbarkeit der Frau gefährden oder die Entwicklung eines ungeborenen Lebens im Mutterleib negativ beeinträchtigen. Studien haben gezeigt, dass Weichmacher bei Frauen eine verfrühte Menopause von zwei bis drei Jahren verursachen können.

Auch Glyphosat findet sich in Tampons, ein hochgradig krebserregendes Pflanzengift. Es ist nicht nur für Fauna und Flora schädlich, sondern auch für die menschliche Gesundheit. Glyphosat gelangt in Baumwolle, die mit dem Pestizid behandelt wurde.

Zum Glück gibt es inzwischen gesunde Alternativen für konventionelle, mit Gift belastete Monatshygieneprodukte. Tampons und Binden aus Biobaumwolle sind weitgehend frei von Chemikalien, enthalten keine Kunstfasern und keine Plastikgranulate. Zudem sind auch keine Duftstoffe enthalten, die die Haut zusätzlich reizen können. Wer sich informiert, kann also auch zu den ungiftigen Alternativen greifen. Auswahl an giftfreien Produkten gibt es genügend.“

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