Merill Lynch erwartet wirtschaftlichen Zusammenbruch Ägyptens

Wann musss Ägypten den Suezkanal an die Internationale Finanzmafia abtreten?
MOSKAU, 08. Juli (RIA Novosti).

Die US-amerikanische Investmentbank Merrill Lynch erwartet in den kommenden sechs Monaten den Zusammenbruch der ägyptischen Wirtschaft, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

Ägypten könnte das Geld ausgehen, um Schulden und Importe zu bezahlen. Bis Ende des Jahres braucht Ägypten 33 Milliarden Dollar für die Bedienung der Hilfskredite, unter anderem vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die Experten erwarten zudem große Verlusten im Tourismus als wichtige Einnahmequelle Ägyptens. Der Touristenstrom ist im 1. Quartal dieses Jahres um 17,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Gold- und Währungsreserven sind fast zwei Drittel geschrumpft – von 36 Milliarden Dollar unter dem gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak auf 13,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr.

Der IWF hat seinen geplanten Kredit von 14,5 Milliarden Dollar auf Eis gelegt, weil der entmachtete Präsident Mohammed Mursi seine versprochenen Reformen nicht begonnen hatte. „Wir zweifeln daran, dass in dieser Zeit vertrauensfördernde Finanzreformen vollgezogen werden können. Darüber hinaus ist es kaum wahrscheinlich, dass eine Vereinbarung mit dem IWF erreicht wird“, so die Experten von Merrill Lynch.

Dennoch hat Ägypten noch eine Chance, seinen Hals aus der Schlinge zu sehen – arabische Geldgeber wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate könnten einspringen.

Die Ernennung von IAEO-Chef Mohammed el-Baradei zum Chef der Übergangsregierung verzögert sich derweil. Vertreter der der Muslimbruderschaft nahestehenden Partei der Freiheit und Gerechtigkeit sprachen sich energisch dagegen aus. Wie es im Pressedienst des Interimspräsidenten hieß, werden die Beratungen zu dieser Frage fortgesetzt.

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht Ägypten am Rande eines Bürgerkrieges. „Syrien ist bereits von einem Bürgerkrieg erfasst. Leider bewegt sich Ägypten auch in diese Richtung. Hoffentlich wird das ägyptische Volk dieses Schicksal umgehen können“, sagte Putin bei seinem Arbeitsbesuch in der kasachischen Hauptstadt Astana.

http://de.rian.ru/zeitungen/20130708/266446689.html

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Am 24. March 2013 berichteten wir:

Ägypten hängt weiterhin am Tropf des IWF Wo sind Mubaraks 70 Milliarden Dollar?

Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak wurde bekannt, dass er 70 Milliarden Dollar auf verschiedenen Konten auf der ganzen Welt verteilt hatte. Seilschaften, die mit dem Mubarak-Clan in Verbindung standen, schanzten sich gegenseitig Staatsaufträge zu, öffentliche Gelder flossen in private Taschen, und die Familie und die Anhänger des Präsidenten kassierten häufig mit.

Sein Vermögen stammt nach Recherchen von Antikorruptionsexperten hauptsächlich aus Geschäften aus den 90er-Jahren, bei denen Staatsunternehmen und Ländereien in großem Maße “privatisiert” wurden. Dabei griffen der Präsident, seine Familienangehörige und seine Anhänger zu. „Die Privatisierung war die größte Korruptionsaffäre in der Geschichte Ägyptens seit den Pharaonen”, sagte Ahmed Elsayed Elnaggar, Herausgeber der Fachzeitschrift Egypt’s Economic Report.

Nun sollen die Privatisierungsorgien unter den London-hörigen Muslimbrüdern weitergehen und niemand spricht mehr über Mubaraks 70 Milliarden Dollar, die sich die Finanzmafia wohl schon längst in die eigene Tasche gesteckt hat, wie sie das schon mit den 150 Milliarden Dollar Gaddafis getan hat:

“Der Westen entschied sehr wahrscheinlich schon vom Anbeginn der anti-Gaddafi-Rebellion in Libyen, alles zu unternehmen, um Gaddafi von der Macht zu entfernen. Seine Bankkonten und die seiner Leute wurden unverzüglich eingefroren. Offiziell zumindest, in Wirklichkeit wurden sie gestohlen. Niemand weiß genau Bescheid, wer das Geld gestohlen hat und wo es sich jetzt befindet. Es gibt nur vage Hinweise, dass es von den Bankern selbst vereinnahmt wurde und dass diese Banker abgeblich versuchten, das Geld in Offshore-Zonen zu waschen. Versuche, das Geld auszuspüren, sind zwar im Gange, aber ich bezweifle, dass es jemals gefunden wird.”

Jedenfalls könnten mit den 70 Milliarden Dollar die Auslandsschulden Ägyptens in Höhe von ca. 35 Milliarden Dollar mit einem Schlag getilgt werden. Aber was geschieht? Ägypten nimmt weiterhin zu IWF-Bedingungen Geld auf, was letztendlich auf  weitere “Privatisierungsmaßnahmen” hinausläuft.  Diesmal werden anstelle Mubaraks die Muslimbrüder die Hand aufhalten, deswegen schweigen sie.

Und so kann man nur abwarten, bis sich der von Nasser verstaatlichte Suezkanal wieder in den Händen der Internationale Finanzmafia landet.

Quellen:

http://www.politaia.org/kriege/die-plunderung-libyens-wer-stahl-gaddafis-milliarden/

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