Merkel-Deutschland und die Altersarmut: Kohlrabi und Heizung in einem Zimmer

Quelle: YAKOBCHUK VIACHESLAV/shutterstock.com

Merkel-Deutschland und die Altersarmut: Kohlrabi und Heizung in einem Zimmer

Die „Zeit“ hat einen aufwühlenden Artikel veröffentlicht, in dem es um die grassierende Altersarmut in Deutschland geht. Die Gastautorin Irene Götz ist selbst Forscherin und weist eine fatale Entwicklung nach. Die GroKo könne kaum helfen – dies trifft Beiträge auf dieser Seite, die auf die zunehmende Altersarmut und die explodierenden Wohnkosten verweisen.

Armut ab 65 steigt

Nach einer Studie, die der Paritätische Wohlfahrtsverband veröffentlicht hat, ist die Armut für die Menschen ab dem Alter von 65 Jahren verglichen mit anderen Altersgruppierungen deutlicher gestiegen. Die Studie wurde für die Jahre zwischen 2005 und 2016 angefertigt, also die bislang wesentlichste Amtszeit und Angela Merkel. Annähernd jeder sechste Mensch in diesem Alter würde unter der „relativen Einkommensarmut“ leiden, die wiederum das Durchschnittseinkommen sämtlicher Haushalte in Deutschland als Maßstab nimmt.

Männer im Westen sollen etwa 1.200 Euro Rente bezogen haben, Frauen gut 700 Euro. Im Osten Deutschlands sind dies 1.100 Euro bzw. 800 Euro. Demnach sind also besonders Frauen Opfer dieser Altersarmut, bedingt durch zahlreiche Erwerbslücken bzw. die Abhängigkeit von Ehemännern – womit nach Scheidungen die Altersarmut überraschend einsetzt. Derzeit sind nur 4,6 % aller Menschen, die in Rente gehen, sogenannte „Aufstocker“ bei den Sozialämtern, insofern ihr Einkommen weniger als das geltende Existenzminimum betrage.

Neuverrentungen, wie neue Anträge genannt werden, sind annähernd doppelt so häufig von dieser „Grundsicherung“ betroffen. Tatsächlich aber sollen die Fälle der Anspruchsberechtigten deutlich darüber liegen. Grund dafür sind nicht nur Schuldgefühle, wie oft behauptet wird – sondern vor allem die Angst davor, dass der Nachwuchs, die eigene Familie, nach den Subsidiaritätsprinzipien hafte.

Infolgedessen werden Sparmaßnahmen eingeführt: Ausgekochte Kohlrabiblätter, Verzicht auf Medikamente, Verzicht auf Zahnarztbesuche, Verzicht auf die Beheizung des Wohnraums und schließlich der Rückzug in kleine, kalte Wohnungen. In den Städten selbst reichen die durchschnittlich 785 Euro Grundsicherung bei weitem nicht mehr aus, um das Leben menschenwürdig zu gestalten.

Das offiziell avisierte Rentenniveau der GroKo mit etwa 48 % des durchschnittlichen Jahreseinkommens wird vor allem dann nicht mehr ausreichen, wenn die Inflationsrate steigt. Dank des billigen Geldes, das die EU organisiert, wird genau dies passieren.

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