MERKEL-Regierung feiert sich für Kampf gegen den Krebs

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Vor einem Jahr hat die Regierung Merkel den Kampf gegen den Krebs intensiviert oder intensivieren wollen.  Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, vermittelte gar den Eindruck, hier den endgültigen Siegeszug antreten zu wollen oder zu können. Das “Bundesministerium für Bildung und Forschung” nun hat nach einem Jahr der “Dekade gegen den Krebs” Bilanz gezogen. Sie würde zum ersten Mal überhaupt die “gesamte Krebs-Expertise” in einer einzigen Initiative zusammenfassen.

Der Staatssekretär Thomas Rachel zog – offenbar zufrieden – Bilanz: “Wir haben viel auf den Weg gebracht- aber wir haben noch Weiteres vor”, so Rachel auf dem “Krebskongress.

Sterblichkeit geht zurück

Nach den Worten des Staatssekretärs ginge die Sterblichkeit auf Basis von Krebserkrankungen seit den 90er Jahren bereits “zurück”. Die nun ausgerufene “Dekade gegen den Krebs” sei einzigartig, denn sie würde “viele hervorragende Organisationen und Persönlichkeiten” umfassen, sie pflege die “offene Art der Zusammenarbeit”, sie beteilige die Patienten und sei langfristig angelegt.

Die Dekade widme sich zentralen Punkten: Es ginge um die Reduzierung der Neuerkrankungen, welches seien die größten ungelösten Fragen der Forschung und wie könnten sich “gegenseitiges Lernen zwischen Forschung und Versorgung” optimieren.

Kritiker solcher Initiativen sind oftmals nicht ganz so optimistisch. Zudem scheint es keine gesicherten Statistiken zu geben. Zunächst setzt eine solche Statistik voraus, alle Betroffenen würden eine medizinische Praxis aufsuchen. Zudem müssten die Erkrankungen als solche auch identifiziert und dokumentiert werden. Gerade bei älteren Patienten werden Krebserkrankungen als Nebenprodukt der ohnehin auftretenden Alterserscheinungen teils mehr oder weniger hingenommen. Schließlich müssten auch Todesfälle, bei denen eine Erkrankung nicht einmal festgestellt worden ist, auswertbar sei.

Nach einer Meldung der Seite “Krebsdaten.de” sind offiziell in den vergangenen fünf Jahren 1,7 Millionen Menschen als Krebskranke diagnostiziert worden. Da das Krebsregister in den unterschiedlichen Bundesländern nicht zeitgleich aufgebaut wurde, sei eine “genaue Zahl” nicht verfügbar. Verglichen mit Dänemark, wo seit Ende der 1940er Jahre registriert wird, würden bei gut 5 % Erkrankten in Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen an Krebs erkrankt sein. Die Regierungs”erfolge” also stellen sich quasi selbst in Abrede. Allenfalls die Pharmaindustrie darf sich über solche Erfolgsmeldungen freuen.

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