Merkel und Macron am Pranger: UN-Sonderbotschafterin spricht von „Komplizenschaft“ bei Kashoggi-Mord

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Nach Meinung der UN-Berichterstatterin „für außergewöhnliche Tötungen“, Agnès Callamard, sind sowohl Frankreichs Präsident Emanuel Macron wie auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zumindest Komplizen Saudi-Arabiens im Zusammenhang mit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi. Ein ungeheurer Vorwurf, den sie in einem Interview mit „Business Insider Deutschland“ kundtat. Der Vorwurf gibt zu denken.

Ermittlungen scheinen zu stocken

Der Mord gilt bis heute noch nicht als „aufgeklärt“. Auf wessen Veranlassung er geschah, wer welche Form der Tötung vornahm und welche Motive dahinter stecken, sind bislang der Spekulation anheimgefallen.

Die UN-Berichterstatterin wiederum forderte jetzt schon dazu auf, die Regierungen in den jeweiligen Ländern dazu zu bewegen, dass in dem Fall neu ermittelt werden solle. Callamard bezieht sich auf einen UN-Bericht, in dem es hieß, es gäbe glaubwürdige Beweise dafür, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman in den Mord verstrickt sei. Deshalb müsse es in diesem Fall eine unabhängige Ermittlungsinstanz geben. Demgegenüber allerdings würden die Staats- und Regierungschefs bei G20-Gipfel in Osaka den Kronprinzen sogar noch hofiert, so die Beauftragte. Sie charakterisierte die „internationale Gemeinschaft“ daher als „feige“.

Wenn Donald Trump sich nicht äußere, sei dies „eine“ Sache. Nicht hinnehmbar ist in ihren Augen jedoch, dass sowohl Angela Merkel wie auch Emanuel Macron sich bis dato in dieser Angelegenheit nicht entsprechend positioniert hatten. Hätten sie sich dem UN-Bericht dahingehend angeschlossen, dass sie ihn zumindest erwähnen konnten, würden sie Mut bewiesen haben. „Aber das taten sie nicht. Was wir in Istanbul und Osaka erlebt haben, ist nichts anderes als stillschweigende Komplizenschaft“, wetterte die Sonderberichterstatterin.

Tatsächlich ist der Mord weitgehend aus den öffentlichen Schlagzeilen verschwunden. Macron und Merkel hatte sich ohnehin nicht durch deutliche Stellungnahmen dazu in der Öffentlichkeit gezeigt. Hier lesen Sie mehr dazu….

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