Methadon als Krebsmittel (Plusminus 12.04.2017)

Medizinische Sensation: Russland hat Heilmittel gegen alle Krebsarten entwickelt

Methadon als Krebsmittel leider zu billig und deswegen nicht patentfähig (Plusminus 12.04.2017)

Veröffentlicht am 02.05.2017

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0:03 Methadon soll gegen Krebs helfen – weitere Forschung wird aber nicht finanziert. Methadon als Krebsmittel. Methadon unterstützt offenbar die Wirkung von Chemotherapien schwerkranker Krebspatienten. Doch die Pharmaindustrie will den Wirkstoff für die Therapie nicht weiter erforschen.

Methadon
Warum ein preiswertes Mittel für Krebspatienten nicht erforscht wird
– Eine Ulmerin Forscherin entdeckt, dass Methadon die Chemotherapie effektiver macht.
– Für die Zulassung fehlende klinische Studien werde nicht finanziert.
– Pharmaindustrie gibt kein Geld, vermutlich weil sich mit Methadon kein Geld verdienen lässt.

Jedes Jahr werden rund 500.000 neue Krebserkrankungen registriert. Etwa 230.000 sterben an der Krankheit – quer durch alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten. Die Pharmaindustrie investiert Milliarden in die Erforschung neuer Wirkstoffe. Ständig kommen neue Medikamente auf den Markt, die das Leben der Patienten verlängern sollen. Viele davon sind extrem teuer. Doch was passiert, wenn ein Wirkstoff Hoffnung verspricht, aber keinen Profit, weil er sehr günstig ist? Werden dann auch Millionen in die Forschung investiert?

Sabine Kloske dürfte eigentlich nicht mehr leben. Vor mehr als zwei Jahren wurde bei ihr ein Glioblastom diagnostiziert. Dieser schnellwachsende, bösartige Hirntumor gilt derzeit als unheilbar. Nach der Operation teilten ihr die Ärzte mit, dass der Tumor schon bald wieder käme. Sabine Kloske wurde noch eine Lebenszeit von zwölf bis 15 Monaten prognostiziert. Die Ärzte rieten ihr, ihre Angelegenheiten zu regeln und noch etwas Schönes zu unternehmen, zum Beispiel eine Weltreise – denn sie müsse sich auf ihr Ableben vorbereiten. Für die damals 36-Jährige brach eine Welt zusammen: “Es war wirklich, wirklich schlimm. Ich hatte so eine Angst und auch danach, als der das gesagt hatte, dachte ich, ich bekomme das nicht in die Reihe. Ich habe in den ersten Wochen nur geheult, weil man so gar keine Hoffnung hat.”
Endlich wieder Hoffnung

Doch es kam anders: Seit mehr als zwei Jahren ist der Tumor nicht zurückgekehrt. Das liegt weit jenseits der ärztlichen Prognose. Sabine Kloske führt dieses Wunder auf ein Medikament zurück, das vielen aus der Drogenersatztherapie bekannt ist: Methadon. Zusätzlich zur Chemotherapie nimmt sie zweimal täglich 35 Tropfen davon, und ist wieder voller Zuversicht: “Es ist jetzt so, dass ich jetzt das Gefühl habe, ich bin wieder da, ich kann weiter leben, ich muss nicht sterben.”

Erstaunliche Entdeckung
Die Ulmer Chemikerin Dr. Claudia Friesen hat die erstaunliche Wirkung von Methadon in der Krebstherapie entdeckt.

Sabine Kloske gehört zu den Patienten, die von der Entdeckung von Dr. Claudia Friesen profitieren. Die Chemikerin am Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Ulm beobachtete schon 2008 im Labor, dass Krebszellen in kürzester Zeit sterben, wenn sie zur Chemotherapie Methadon hinzufügte. Im Tierversuch zeigte sich dasselbe Ergebnis. Mittlerweile hat sie diese Wirkung bei mehreren Krebspatienten dokumentiert: “Es kann so sein, dass eine Zelle mit einem Chemotherapeutikum zu zehn Prozent anspricht. Gebe ich Methadon dazu, kann ich einen hundertprozentigen Zelltod erreichen und das sieht man auch bei diesen Patienten, die dann dastehen und keinen Tumor mehr haben, und vorher ist unter der gleichen Therapie der Tumor und die Metastasen drastisch gewachsen.”

Das Drogenersatzmittel Methadon ein Krebskiller? Die Forscherin zeigt uns Patientenbeispiele: Selbst große Tumore im Hirn, die auf keine Therapie mehr ansprachen, verschwanden. Bei einem anderen Patienten waren Metastasen in der Leber nicht mehr vorhanden. Ihre Forschungen zeigten, dass Methadon bei den unterschiedlichsten Krebsarten die Wirkung der Chemotherapie drastisch erhöhen kann.

Gegenwind
Ein Balken-Diagramm zeigt, wie sehr Methadon bei veschiedenen Krebsarten die Wirkung der Chemotherapie verstärkt hat.
Dieses Balken-Diagramm zeigt, wie sehr Methadon bei veschiedenen Krebsarten die Wirkung der Chemotherapie verstärkt hat.

Diesen Wirkmechanismus hat die Forscherin bereits 2014 der Fachwelt beschrieben. Doch trotz ihrer vielversprechenden Ergebnisse im Labor scheint sich kein Pharmakonzern für Methadon zu interessieren. Statt Unterstützung erfährt sie mittlerweile sogar Ablehnung: “Als ich bei Kongressen und Meetings die Patientenfälle vorgestellt habe, kam der Gegenwind, weil es sich nur um Patientenfälle handelt und das sei nicht evidenzbasiert. Um einen wissenschaftlichen Beweis zu führen, braucht man eben klinische Studien.“

Doch an klinischen Studien scheint niemand Interesse zu haben. Im Gegenteil.

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4 Kommentare

  1. Wenn Methadon die Wirkunng der Chemotherapie verstärkt, heißt das, dass man dann schneller stirbt?

    Methadon ist ein Teufelszeug mit einem der übelsten Entzüge, wie ich mir von etlichen Politoxikomanen hab erzählen lassen.

  2. Soso, ein Mittel, was die Wirkung der Chemotherapie verstärkt. :roll: Ob man das haben muss? Ich sage nein. Gegen Krebs (Trichomonaden) gibt es inzwischen effektive kausale Therapie-Methoden. Wer also immer noch glaubt, das Pharma-Kartell wäre (Profit hin oder her) an einer Heilung interessiert, der hat wesentliche Zusammenhänge einfach noch nicht verstanden. Dabei ist es allerdings nicht so, dass man den Fokus allein auf den Parasiten richten soll und den ungebetenen Gast auf Teufel-Komm-Raus bekämpft, sondern man muss die Sache umfassender sehen, wie z.B. die Umstände kennen, unter welchen Bedingungen er vom vergleichsweise harmlosen Dauergast zum kompromisslosen Killer mutiert. All das ist inzwischen weitgehend bekannt. Zumindest denjenigem, der sich tiefgehend mit diesem Problem befasst hat. Chemotherapie (durch was auch immer unterstützt) ist ganz sicher der falsche Weg. Davon profitieren nur andere.

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