Migräne – Viele Ursachen kommen in Frage

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Umfragen zufolge leiden etwa 30 Millionen Menschen in Europa an Migräne. Die Lebensqualität wird durch Migräne erheblich reduziert. Betroffene verbringen oft tagelang im abgedunkelten Schlafzimmer, häufig begleitet von Übelkeit und Erbrechen – Gewöhnliche Schmerzmittel helfen bei Migräne kaum. Wie genau Migräne entsteht, ist nicht bekannt. Offenbar scheint aber der Hirnstamm mit dem Trigeminusnerv zu interagieren. Häufig besteht eine genetische Veranlagung für Migräne, es gibt jedoch viele Auslöser und Ursachen für Migräne, die vermieden werden können.

Zu den vielen möglichen Triggern gehören Stress, Alkoholkonsum, Verspannungen, Wetterumschwung oder Hormonschwankungen. Aber auch verschiedene Lebensmittel wie Milchprodukte, Kaffee, Weizenprodukte, Süßigkeiten oder verarbeiteten Fleischprodukte können Migräne auslösen. So´ogenannte Lebensmittelzusatzstoffe, die de facto Gifte sind, können ebenfalls Migräne auslösen. Dazu gehöen der „Geschmacksverstärker“ Mononatriumglutamat oder der Süßstoff Aspartam. Glutamat ist in vielen Fertiggerichten, Dressings, Gewürzmischungen, Soßen und Snacks enthalten. Besonders leicht kann Glutamat zu Kopfschmerz und Migräne führen, wenn es in Form von flüssigen Lebensmitteln, wie z. B. mit Suppen aufgenommen wird. Aspartam ist vor allem in Softgetränken aber auch in Kaugummis enthalten.

Migräne und Nitrat

Neue Studien haben ergeben, dass auch einen gestörte Mund- und Darmflora Migräne auslösen kann. Eine Forschergruppe vom Center for Microbiome Innovation der University of California-San Diego untersuchte diesen Aspekt genauer. Man wollte wissen, ob der Nitratgehalt in Lebensmitteln wie verarbeiteten Fleischprodukten die Bakterienflora der Betroffenen beeinflusst und mit Migräneattacken in Verbindung steht. Wenn Lebensmittel hohe Nitratwerte aufweisen, können sich diese im Mund in Nitrite umwandeln. Im Körper kann sich dann aus den Nitriten Stickstoffmonoxid entwickeln. Stickstoffmonoxid kann bei empfindlichen Patienten starke Kopfschmerzen und Migräne auslösen. Nitrit kann sich im Körper zudem zu krebserregenden Nitrosaminen umwandeln. Nitrate können im Körper das Hämoglobin oxidieren, wodurch die roten Blutkörperchen Probleme mit dem Sauerstofftransport bekommen.

Zudem wurden die Darmbakterien von Migränepatienten mit Menschen verglichen, die nicht an Migräne leiden. Bei den Migränepatienten fand man signifikant mehr Bakterien, die für die Nitrat-Nitrit-Umwandlung verantwortlich sind. Im Vergleich zu den Mundfloraproben waren die Unterschiede noch größer. Um die gestörte Darmflora wieder aufzubauen, sollten Probiotika eingenommen werden. Migränepatienten sollten außerdem auf nitratreiche Lebensmittel wie Schinken, Speck und Wurst, also industriell verarbeitete Fleischprodukte verzichten.

Zu den hormonellen Triggern gehört die Anti-Baby-Pille. Viele Frauen beobachten Zusammenhänge zwischen ihrem Zyklus und dem Auftreten von Migräne. Besonders am Ende der zweiten Zyklushälfte, also kurz vor Beginn der Periode, tauchen die gefürchteten Migräneattacken auf. Viele Pillenanwenderinnen leiden, meist während der Einnahmenpause der Pille, an Migräne, und zwar auch dann, wenn sie vor der Pilleneinnahme nie Probleme mit Kopfschmerzen hatten. Hormonelle Verhütungsmethoden zählen daher zu den Ursachen der Migräne. Über ein Absetzen dieser Verhütungsmethode sollte also nachgedacht werden, ergänzt durch eine homöopathische Pillenausleitung zur Regulierung des natürlichen Zyklus und zur Ausleitung der synthetischen Hormone.

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