Milch und Fleisch: Klima-Steuern ja, Gesundheitswarnung nein…

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Wie weit die MERKEL-Regierung sich teils auf Abwege entfernt hat, so Kritiker, zeigt die aktuelle Diskussion um Fleisch und Milch. Die Regierung hat zumindest angedeutet, es könne zusätzliche „Klima-Steuern“ auf die beiden landwirtschaftlichen Produkte geben – wegen der CO-2-Emissionen. Nur ist die Diskussion schon beim Präsidenten des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, auf Widerstand gestoßen: Höhere Steuern auf Fleisch oder andere tierische Lebensmitteln lehne er ab. Die „TAZ“ ließ er wissen, dass dies vor allem die wirtschaftlich Schwachen schädigen würde“. Erstaunlich, mit welchen Argumenten sich der Verbandspräsident wehrt.

Ausgleich für sozial Schwache?

Sozial Schwache könnten einen Ausgleich für die damit verbundenen Preissteigerungen erfahren, so die Ideen von „Experten“. Der Hartz-IV-Satz könne steigen. So könnten auch die Steuern für Menschen mit niedrigeren Einkommen gesenkt werden. Das Argument des Lobbyisten: „Das bedeutet (auch) zusätzliche Bürokratie.“ Die Konsumenten selbst sollten entscheiden, um sich „für eine gesunde, ausgewogene Ernährung“ zu entscheiden. Hier eine „Hilfe“, die wir bereits als Erinnerung verfasst hatten….

„Wer oft Fleisch und Käse ist, hat ein größeres Sterberisiko – und könnte dann zudem an Krebs sterben. Dies ist das Ergebnis der Studie der University of California. Dabei wirke das „regelmäßige Steak“ ggf. genauso krebserregend wie die Zigarette. Das ist der Schluss der kalifornischen Wissenschaftler, die dafür die Korrelation von Sterberisiko und tierischem Eiweiß erforscht haben. In ihrer Studie haben sie die Daten von 6.000 Probanden ausgewertet. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“ veröffentlicht.

Die Studie der Kalifornier zeigte weitere Ergebnisse: Wer sich mit viel Milch, Fleisch und Käse ernährt, könne früher sterben als bei einer proteinarmen Ernährung. Das Krebsrisiko bzw. das Risiko, an der Krankheit sogar zu sterben, würde sich gegen über einer proteinarmen Kost bei Ernährungsformen mit „viel tierischem Eiweiß“ sogar vervierfachen. Liebhaber tierischen Proteins haben zudem ein mehrfach erhöhtes Risiko, eine Diabetes zu erleiden und daran zu sterben. Deshalb wäre die Ernährung „aus reichlich tierischen Eiweißen ähnlich riskant wie etwa das Rauchen.

Dieser Meinung sind auch Ernährungsmediziner der Harvard-University. Sie haben kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der sie untersuchten, wie sich der Verzehr von tierischem und pflanzlichen Protein auf die Sterblichkeit auswirkt. Es zeigte sich, dass tierisches Protein das Sterblichkeitsrisiko, insbesondere durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöht. Pflanzliches Protein hingegen senkte im Gegenzug das Sterblichkeitsrisiko.

Zwei weitere Beobachtungsstudien vom General Hospital in Boston, die in der Fachzeitschrift „JAMA internal Medicine“ veröffentlicht wurden, untersuchten ebenfalls die Auswirkungen von pflanzlichen und tierischen Proteinen auf die Gesundheit: Ein erhöhter Konsum von tierischem Eiweiß erhöht das Risiko kardialer Sterblichkeit, während pflanzliche Eiweiße eine schützende Wirkung entfalten können.

Nach Berücksichtigung von Lebensstil und anderen Ernährungsfaktoren war ein hoher Verzehr von Proteinen aus tierischen Quellen – darunter alle Arten von Fleisch, Eier oder Milchprodukte – mit einer erhöhten kardiovaskulären Sterblichkeit verbunden. Wer hingegen vermehrt Proteine aus pflanzlichen Quellen wie etwa Brot, Müsli, Bohnen oder auch Nüsse bzw. Hülsenfrüchte aß, konnte eine niedrigere Sterblichkeit erreichen.“

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