Milliardär spendet 1 Milliarde Dollar für Erhaltung der Erde

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Es gibt sie. Vereinzelt. Gute Nachrichten. So wie die Geschichte des Schweizer Milliardärs Hansjörg Wyss. Leider tragen die wenigsten Milliardäre und Millionäre mit ihrem Vermögen dazu bei, die Natur zu erhalten. Doch Hansjörg Wyss hat sogar eine Stiftung zum Natur- und Artenschutz ins Leben gerufen, die „Wyss Campaign for Nature“.

Ziel seines Vorhabens ist es, indigenen Völkern und Nationen zu helfen, bis zum Jahr 2030 etwa 30% des Planeten in seinem natürlichen Zustand zu bewahren. Geld ist Macht, und nur damit ist etwas da zu bewirken, wo die Politik so häufig versagt. Denn Schätzungen zufolge verschwinden Pflanzen- und Tierarten 1.000-mal schneller, als vor der Ankunft des Menschen auf dem Planeten.

Die Idee, einen wesentlichen Teil der Erde in seinem natürlichen Zustand zu erhalten, wurde bereits im 19. Jahrhundert geboren. Länder und Gewässer sollten nicht in privater Hand und hinter verschlossenen Toren gehalten, sondern dem Menschen als öffentliche Nationalparks, Naturschutzgebiete und Meeresreservate als Erlebnis und zur Erkundung eröffnet werden. Prominentes Beispiel ist die Gründung des Yellowstone Nationalparks im Jahr 1872. Heute werden ca. 15 Prozent des Landes der Erde und 7 Prozent der Ozeane geschützt.

Wissenschaftler, darunter der Harvard-Biologe Edward O. Wilson, sind zu dem Schluss gekommen, dass mindestens die Hälfte des Planeten geschützt werden müsse, um die Mehrheit der Pflanzen- und Wildtierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Sauberes Wasser, natürliche Bio-Nahrungsmittel und saubere Luft, die wir zum Überleben und Wohlstand brauchen, hängen von der Fähigkeit des Menschen ab, die biologische Vielfalt des Planeten zu schützen. Mit anderen Worten: die Hälfte des Planeten muss unter Naturschutz gestellt werden, damit das Ganze gerettet werden kann.

Wyss ruft jeden Einzelnen, egal ob Bürger, Wirtschafts- und Regierungschefs sowie Philanthropen auf, sich Sorgen über die riesige Kluft zu machen zwischen den Gebieten, die derzeit unter Naturschutz stehen und dem, was tatsächlich geschützt werden müsste. Diese Lücke müsse dringend geschlossen werden, bevor der „menschliche Abdruck“ die restlichen verbliebenen, natürlichen und wilden Gegenden der Erde vernichtet hat, so Wyss.

Wyss hat daher beschlossen, im kommenden Jahrzehnt 1 Milliarde Dollar zu spenden, um die Bemühungen um den Schutz des Landes und der Meere auf dem ganzen Planeten zu beschleunigen. Das Geld wird dazu verwendet, Naturschutzprojekte auf der ganzen Welt zu unterstützen, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren und wissenschaftliche Studien zu finanzieren, um die besten Strategien für die Erreichung dieses Ziels zu ermitteln.

Indigene Völker und Naturschutzgruppen sind auf der ganzen Welt bereits damit beschäftigt, Schutzgebiete einzurichten. Finanzielle Unterstützung ist entscheidend dafür, ob die Korallenriffe der Karibik oder die Elefantenpopulationen in Afrika erhalten bleiben, mahnt Hansjörg Wyss.

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