Nach Brexit bald Italo-Exit?

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Italiens Innenminister Salvini und die Lega Partei haben Ministerpräsident Giuseppe Conte das Misstrauen ausgesprochen. Conte ist vor wenigen Tagen zurückgetreten. Salvini hat mit seiner Lega-Partei gute Chancen Regierungschef zu werden, sollte Präsident Mattarella Neuwahlen ausrufen. In einem Anfang Februar aufgetauchten, heimlich mitgeschnittenen Video, das die „FAZ“ veröffentlichte, zeigte ein Gespräch zwischen Conte und Merkel beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dass Conte mit Merkel gemeinsame Sache macht und gegen die Interessen Salvinis und der Italiener intrigiert hat.

Salvini will nicht nur der Regierungschefs Italien werden, sondern offenbar auch aus der Euro-Währungsunion austreten. Bereits im Juni bereitete sich die Regierung offenbar auf einen Euro-Austritt vor, in dem sie eine Art Parallel-Währung einführte. Watergate.tv berichtete. Der Euro wertet immer mehr ab, im September wir die Europäische Zentralbank vermutlich zum letzten Mal den Geldhahn aufdrehen, bevor der Euro zum Einstürzen gebracht wird – bevor eine Währungsreform kommt.

Der Wirtschaftsberater Salvinis, Claudio Borghi, sagte nun in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ ganz offen, dass er sich den Euro-Austritt für Italien wünsche: „Ich bin überzeugt, dass der Euro-Austritt unserem Land guttäte.“ Die Einheitswährung habe Italiens Wachstum behindert, stelle bis heute einen Wettbewerbsnachteil dar und nehme seinem Land die Freiheit, über die eigene Finanzpolitik zu entscheiden, so Borghi.

Da die Koalition geplatzt ist und die Lega Neuwahlen anstrebt, könnte das Thema Euro-Austritt wieder entfacht und für den Wahlkampf genutzt werden. Die Idee der Parallelwährung, der sogenannten „Minibots“, stammte ebenfalls von Borghi. Minibots sind kurzfristige Schuldverschreibungen, die der italienische Staat ausgibt, um Rechnungen oder Steuervergünstigungen zu begleichen. Die Minibots sollten Italiens Wirtschaft stimulieren, so Borghi: „Seit unser Land den Euro hat, dieses angebliche Wunderwerk, haben wir ein Wachstumsproblem.“

Wie es aussieht, bekommt die Merkel-Macron-EU bald ein gehöriges Problem. Wenn Salvini an der Macht ist, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die ganze EU auseinanderfällt. Der Brexit könnte der Stein des Anstoßes sein, der den gefürchteten Dominoeffekt auf andere Staaten auslösen könnte. Bricht die EU auseinander? Lesen Sie hier mehr…

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