Nacht der Langen Messer in der Ukraine? – Interview mit Jew­ge­nij A. Fjodorow

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Inter­view mit dem rus­si­schen Poli­ti­ker Jew­ge­nij A. Fjodorow

Die Kriegs­trei­ber schi­cken aus­ge­rech­net am Beginn der Olym­piade, wel­che der Völ­ker­ver­stän­di­gung die­nen sollte, ihre Kriegs­schiffe als Drohkulisse und Machtdemons­tra­tion (unter lächer­li­chen Vor­wän­den) ins Schwarze Meer, um die „unfolg­same“ Ukraine in die Knie zu zwin­gen. Die Ein­kes­se­lung Russlands schrei­tet fort. Hin­ter­grund: Um den finan­zi­el­len Zusam­men­bruch des „Impe­ri­ums“ zu ver­zö­gern, muß jeder Wider­stand gebro­chen wer­den, um wei­tere Gel­der absau­gen zu kön­nen. Die Lüg­ner– Mas­sen­me­dien machen sich ein wei­te­res Mal durch Falsch­dar­stel­lun­gen am kom­men­den Elend extrem mitschuldig!

Zum Interview:

Quelle: http://www.1-sovetnik.com/articles/article-1229.html

Autor: Jew­ge­nij Fjo­do­row

Über­set­zung: Katja Korun 05/02/2014

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Art­jom Woi­ten­kow: Jew­ge­nij Ale­xe­je­witsch, wir beob­ach­ten jetzt gleich­sam die zweite Pro­test­welle auf dem Euro­mai­dan. Wenn man das natür­lich über­haupt als Pro­teste bezeich­nen kann. Was ist es Ihrer Mei­nung nach: Sind  es sol­che? Sie sag­ten einer­seits, daß  alles  ein Dreh­buch ist, als ob die ame­ri­ka­ni­schen Agen­ten auf dem Mai­dan an der Macht seien und ein­fach die Regie­rungs­macht all­mäh­lich zerstören würden.

Jew­ge­nij Fjo­do­row: Es ist eine schein­bare  Kapitulation.

Art­jom Woi­ten­kow: Ja, es wird Kapi­tu­la­tion gespielt. Und ich sehe darin die Bestä­ti­gun­gen. Es gibt eine Menge irgend­wel­cher Fak­ten, aber trotz­dem sind schon fast zwei Monate Maidan ver­stri­chen. Hat sich etwas geän­dert? Wie sehen Sie das?

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Schauen Sie. Neh­men Sie ein­fach Janu­ko­witsch und tau­schen Sie ihn gegen Gor­bat­schow aus. Der Unter­schied zu Gor­bat­schow ist nur, daß Janu­ko­witsch bei sei­ner Zusam­men­ar­beits­lo­gik mit den Ame­ri­ka­nern und den Deut­schen erst jetzt ange­kom­men ist. Aber Gor­bat­schow war auf diese Logik von Jugend an aus­ge­rich­tet. Und es ent­steht aber­mals ein sol­ches Spiel. Das bedeu­tet, es geht um die schritt­weise, all­mäh­li­che kon­se­quente Auf­gabe von Posi­tio­nen. Außer­dem befin­det sich Janu­ko­witsch dabei für die nach­fol­gende Auf­gabe in einer kom­pli­zier­te­ren Lage: er hat die Wei­sun­gen der Ame­ri­ka­ner einige Male igno­riert, und sie hal­ten ihn für einen Kri­mi­nel­len. Und er weiß es. Das heißt, auf ihn war­tet auf jeden Fall das Gefäng­nis. Die ein­zige Mög­lich­keit, dies zu ver­mei­den, ist, sich in Russ­land zu ver­ste­cken, unter der Bedin­gung, dass Russ­land ihn nicht aus­lie­fert. Das bedeu­tet, daß Putins Russ­land ihn nicht aus­lie­fert, aber das Russ­land ohne Putin wird es tun. So wie es zum Bei­spiel mit Hone­cker in sei­ner Zeit gemacht wor­den ist. Erin­nern Sie sich? Das Ober­haupt der DDR hatte poli­ti­sches Asyl in Russ­land erhal­ten, und wurde dann verraten.

Art­jom Woi­ten­kow: War das nicht unter Jel­zin?

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Ja, man machte das, lie­ferte ihn auf die Gefahr hin aus, daß ihn ein Straf­pro­zess erwar­tete. Putin wird nicht aus­lie­fern. Putin ja, aber, noch ein­mal sage ich, Putin, Putin, und wie wird es nach der zwei­ten, drit­ten Wahl­pe­riode wei­ter­ge­hen? Des­halb ist bei Janu­ko­witsch die Situa­tion fol­gen­der­ma­ßen: Er hat sich wie jemand ver­hal­ten, der ver­sucht ,zwi­schen zwei Stüh­len zu sit­zen. Dabei wäre er eben froh, die For­de­run­gen der Ame­ri­ka­ner und der Deut­schen erfül­len zu können, aber er ver­steht, dass es zu nichts füh­ren wird, weil auf jeden Fall Den Haag auf ihn war­tet. Weil die­ses auf ihn war­tet, werden Putin und ande­re Prä­si­den­ten der Welt ein Signal gege­ben, damit sie still hal­ten. Aber wofür benö­ti­gen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten die Ukraine? Warum ver­schär­fen sie das Pro­blem? Es ist wie­der die­ses berüch­tigte Datum, der 7. Februar.

Am 7. Februar müs­sen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka der Welt die Uner­schüt­ter­lich­keit der Prin­zi­pien der uni­po­la­ren Welt und des Machtmecha­nis­mus des amerikanischen Kolonialimpe­ri­ums demons­trie­ren. Das heißt,  es soll nie­mand auf die Idee kommen, Wider­stand zu leis­ten, ja nicht mal an Wider­stand zu den­ken wagen.

Warum am 7. Februar? Weil wenn sie das nicht demonstrieren wür­den, ihnen die Welt am 7. Februar kein Geld mehr geben würde. Und in Ame­rika wird Zah­lungs­un­fä­hig­keit ein­tre­ten… obwohl diese kaum unvermittelt und sofort aus­bre­chen wird, so kön­nen sie jedoch nicht jene Bil­lio­nen sam­meln, die für die Lösung ihrer Pro­bleme nötig sind. Das heißt, sie müssten abtre­ten. Dar­auf­hin würden bei ihnen irre­ver­si­ble Pro­zesse ent­ste­hen, die bereits poli­ti­schen Cha­rak­ter tra­gen. Damit diese Situation nicht ein­tritt, müs­sen sie der Welt ein Zei­chen set­zen, daß sie die abso­lu­ten Macht­ha­ber sind, welche die Situa­tion voll­stän­dig kon­trol­lie­ren, auch ihren Haupt­feind Russ­land…..

Die Ame­ri­ka­ner müs­sen eine Prügelei und die anschau­li­che Demons­tra­tion ihrer Stärke in Bezug auf den Haupt­que­ru­lan­ten ver­an­stal­ten. Der Haupt­querulant ist Putin und Russ­land. Nach­dem Russ­land eine welt­um­span­nende Kon­spi­ra­tion gegen die Ame­ri­ka­ner orga­ni­siert hatte, um den Mili­tär­an­griff auf Syrien zu ver­hin­dern,hat es sich nach den syri­schen Ereignis­sen still verhalten. Und nach gewis­sen Manö­vern Chi­nas, Snow­dens und so wei­ter, ist eine Situa­tion ent­stan­den, ange­sichts der die Ame­ri­ka­ner gezwun­gen sind, Russ­land an die Öffent­lich­keit zu zer­ren, und ihm eine Tracht Prü­gel zu ver­pas­sen. (Und dies soll für die Welt eine offen­kun­dige Tat­sa­che wer­den. Russ­land soll die Macht der USA aner­ken­nen, und für die ganze Welt soll dies eine offen­sicht­li­che Tat­sa­che sein. Um an Russ­land her­an­zu­kom­men, benö­ti­gen die Ame­ri­ka­ner die Ukraine, die eine Schwach­stelle Russ­lands ist. Das ist so, weil Russ­land und die Ukraine psy­cho­lo­gisch ein und das­selbe sind. Der Fal­l der Ukraine wird in der rus­si­schen Wahr­neh­mung auto­ma­tisch mit dem Fal­l Russ­lands gleich­ge­setzt. Und in die­sem Zusam­men­hang grei­fen sie die Ukraine an.

Sie grei­fen auf stan­dar­di­sierte Weise an, wie sie es schon in zehn, zwan­zig Län­dern gemacht haben. Sie schleu­sen dort die im Vor­aus vor­be­rei­tete fünfte Kolonne ein; in der Ukraine wurde diese im Vor­aus vor­be­rei­tet, bezahlt und orga­ni­siert.  Das geht soweit, dass im Par­la­ment – mit Aus­nahme der Kom­mu­nis­ten, die noch Zwei­fel auf­kom­men las­sen – alle Kräfte der fünf­ten Kolonne ange­hö­ren. Und die Par­tei der Regio­nen von Janu­ko­witsch gehört mit Aus­nahme ein­zel­ner Per­sön­lich­kei­ten zur fünften Kolonne.

Allen voran gehö­ren Klitschko, Tjga­gnibok, Yazen­juk zur fünf­ten Kolonne. Das ist eine offen­sicht­li­che Sache, weil diese sogenannten “Nationalisten” für den Kolo­ni­al­sta­tus ihres Lan­des einste­hen, also sind es keine Natio­na­lis­ten. Das ist die Mimi­kry der fünf­ten Kolonne: sie imi­tiert Nationalisten.

Janu­ko­witsch – ist auch fünfte Kolonne, aber gemä­ßigt. Im Unter­schied zu Tjga­gnibok dient er den Ame­ri­ka­nern und den Deut­schen und ver­sucht noch etwas dort her­aus zu han­deln, irgend­wie zu manö­vrie­ren und so wei­ter. Das ändert aber nichts. Auf ihn war­tet die öffent­li­che Prü­gel­strafe. Wei­ter ent­steht fol­gen­des Szenario:

1. Der 7. Februar. Die olym­pi­schen Spiele. Bis zu den olym­pi­schen Spie­len ist Russ­land schwach, kann der Ukraine nicht hel­fen. Wir sehen – auf keine Weise wird gehol­fen. Fak­tisch wird aufgegeben.

2. Zwei­tens. Die Macht als Macht ist vor­han­den – und wo ist das Volk? Das rus­si­sche Volk hilft der Ukraine nicht. Fak­tisch gibt es auf. Das ist Ver­rat. Das heißt, der Weg des Ver­ra­tes des rus­si­schen Vol­kes der Jahre 91–93 setzt sich fort. (Hier setzt der Ver­fas­ser kon­se­quent sein Augen­zwin­kern fort: das rus­si­sche Volk ver­riet Russ­land in 1991–1993 Jah­ren nicht! Das rus­si­sche Volk trat gegen die kom­mu­nis­ti­sche Infek­tion auf, die Russ­land von der welt­um­span­nen­den zio­nis­ti­schen Mafia im Jahre 1917 auf­ge­zwun­gen wor­den ist. – D. B, Red.). Und das gibt den Ame­ri­ka­nern freie Hand. Außer­dem muss man bedenken: Der 7. Februar ist der Tag der Zah­lungs­un­fä­hig­keit der USA, an dem sie das Pro­blem lösen müs­sen, um an Geld zu kommen.

3. Drit­tens. Das Datum – am 7. Februar findet die Ankunft der ame­ri­ka­ni­schen Flotte im Schwar­zen Meer statt.

Wann waren die Ame­ri­ka­ner das letzte Mal im Schwar­zem Meer? Wäh­rend des Geor­gi­schen Krie­ges. Aus welchen Grund fah­ren sie die Flotte heute ins Schwar­ze Meer? Wie arbei­tet der ame­ri­ka­ni­sche Gene­ral­stab? Sie model­lie­ren die Situa­tion auf den Com­pu­tern, ein­fach in Vari­an­ten. Sie besit­zen gute Super­com­pu­ter, mit denen sie alles berech­nen. Sie haben schon alles berech­net und sie ver­ste­hen, dass die Ukraine unter den Bedin­gun­gen der Abwe­sen­heit der Unter­stüt­zung Russlands anfängt,  sich zu erge­ben. Dabei haben sie jedoch Zwei­fel in Bezug auf einige Aspekte. Ange­nom­men, in der Ukraine ergeben sich die Krim oder Odessa nicht, dann kann das ganze Pen­del zur ande­ren Seite aus­schla­gen. Das heißt, es ist für sie notwendig, den Wider­stand auf der Krim und in Odessa zu bre­chen. Für sie spielt Dnjepro­pe­trowsk [die Hauptstadt der Ost-Ukraine] keine solche Rolle wie die See­ge­biete. Die Haupt­ziele sind also die Krim und Odessa. Wofür ist also die See­kriegs­flotte der USA bestimmt? Um das militärisch-terroristische Ein­drin­gen der Kämp­fer­hor­den in Odessa und auf der Krim zu decken.

 Art­jom Woi­ten­kow: Sie werden jedoch behaup­ten, dass sie für die Sicher­heit wäh­rend der olym­pi­schen Spiele da sind.

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Nun, natürlich wird dort über­haupt kein hoher ame­ri­ka­ni­scher Beam­ter zu den Spie­len anwe­send sein, gene­rell sind über­haupt keine Beam­ten da, nur die Olympia-Mannschaft. Wes­sen Sicher­heit – die eini­ger Sport­ler? Sie wer­den diese eben mit dem Flug­zeug aus­flie­gen. Es ist offen­sicht­lich eine unan­ge­mes­sene Ein­fahrt der Flotte. Das bedeu­tet nicht, dass sie dafür dort­hin gebracht wird. Mit ande­ren Wor­ten, die Flotte wird für das Verschleiern der «Nacht der lan­gen Mes­ser» auf dem Gebiet der Krim und Odes­sas eingesetzt.

 Art­jom Woi­ten­kow: Das ist schlecht.

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Was ist schon gut? Ver­rat ist immer schlecht. Ich kann mich nicht daran erin­nern, dass jemals in einem Land der Ver­rat des Vol­kes an sei­nem Lande gut endete (Der Autor bezich­tigt stän­dig das Volk des Ver­ra­tes, und dabei schweigt er sich über die «Volks­ver­tre­ter», die Regie­rung, die Beam­ten, die Olig­ar­chen und die übri­gen Demo­kra­ten aus. Wir wol­len hof­fen, dass der Autor ein­fach über­treibt. – D. B –Red.).

 Art­jom Woi­ten­kow: Sie sag­ten aber, dass Janu­ko­witsch sich gegen­über den Ame­ri­ka­nern schul­dig gemacht hat. Was hat er angestellt?

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Weil er ihre Anwei­sun­gen nicht ausführte.

 Art­jom Woi­ten­kow: Also, gibt es da irgend­ein kon­kre­tes Beispiel?

 Jew­ge­nij Fjo­do­row: Eine ganze Reihe der Befehle, ein­schließ­lich die Unter­zeich­nung des Abkom­mens über den Kolo­ni­al­sta­tus der Ukraine, den sie in Vil­nius gefor­dert haben. Und ins­ge­samt unter­schied er sich von Juscht­schenko hin­sicht­lich der Aus­füh­rung ihrer Wei­sun­gen. Er ver­gaß den Geno­zid an den Ukrainern.

 Art­jom Woi­ten­kow: Klar. Um Ihre Worte zu unter­strei­chen, wenn man Nach­rich­ten über Ukraine liest, muss man fest­stel­len, dass diese loka­len Par­teien, die örtli­chen Macht­or­gane begin­nen, irgend­et­was zu ver­bie­ten, irgend­wel­che Ver­ord­nun­gen zu erlas­sen. Und die­ser west­li­che Teil der Ukraine dort, machte den Vor­schlag, die Par­tei der Regio­nen und aus irgend­ei­nem Grunde die Par­tei der Kom­mu­nis­ten zu ver­bie­ten. Also die Par­tei der Regio­nen, das ist klar, ist die Par­tei von Janu­ko­witsch. Und ich lese und wun­dere mich – warum die Par­tei der Kom­mu­nis­ten? Hier zeigt sich, dass die Kommunisten nicht zur Fünf­ten Kolonne gehören und nicht aufgeben; des­halb wer­den sie verboten.

Jew­ge­nij Fjo­do­row: Sie gehören nicht zur Fünften Kolonne, weil sie zu schwach sind. Das heißt, die Fünfte Kolonne wird für die geplan­ten Aktio­nen, für den Auf­trag finan­ziert…. Wozu brau­chen Sie jemand, der kei­nen Einfluss hat? Das heißt, sie kau­fen sie [die Kommunisten] nicht, sie wer­den nicht ein­fach Geld zah­len. Ich achte sie, dort sind viel ehr­li­che Leute. Aber wir spre­chen über das Sys­tem. Wenn die ehr­li­chen Leute dort sind, wirft das Sys­tem sie raus, so wie das bei den Wah­len zur Staats­duma gemacht wor­den ist. Dort wur­den zum Bei­spiel zwei­hun­dert Bür­ger allein aus der Frak­tion Ein­heit­li­ches Russ­land kur­zerhand von den Ame­ri­ka­nern raus­ge­wor­fen. Sagen wir so: Es wer­den jene Leute zuge­las­sen, die  auf die aus­län­di­sche Ver­wal­tung zumindest loyal rea­gie­ren wür­den. Das als Mini­mum. Das ist eine Sys­temfrage und daher ver­bie­tet man sie [die Kommunisten] natürlich.

Es geht dort um die voll­stän­dige Über­nahme der Ver­wal­tung, stan­dar­di­siert für alle Situa­tio­nen. Der ein­zige Unter­schied besteht darin, dass die Kämp­fer, welche das Gerüst der Kampf­ab­tei­lun­gen auf dem Mai­dan bil­den, aus­län­di­sche Abtei­lun­gen sind. Dar­un­ter sind die Kämp­fer Nawal­nys aus Ruß­land und aus dem Bal­ti­kum. Die Miliz hat in der Ukraine einige hun­dert Leute wegen der Pogrome, des Anzündens von Mili­zio­nä­ren mit brenn­ba­ren Mischun­gen und so wei­ter ein­ge­sperrt. Nie­mals wird über ihre Staats­an­ge­hö­rig­keit gespro­chen. Das bedeu­tet, dass der überwiegende Teil keine Bür­ger der Ukraine sind. Das zeigt, dass über das Thema nicht berichtet werden darf. Worin besteht die Rolle eines Agen­ten? In der Inter­pre­ta­tion der Ereig­nisse, der Infor­ma­ti­ons­über­gabe. Wenn es ver­bo­ten ist, über die Staats­an­ge­hö­rig­keit eines Kämp­fers etwas zu sagen, bedeu­tet das, die­ser Kämp­fer ist ein Aus­län­der, sonst wäre es gesagt wor­den. Andern­falls hätte man gesagt: «Wir haben drei Ein­woh­ner Lwows, fünf aus Terno­pol usw. ver­haf­tet». Nein, so sagen sie es aber nicht. Das bedeu­tet, es sind Aus­län­der, zumin­dest ein Teil von ihnen.

Das Thema Mas­sen­me­dien. Beach­ten Sie auch unsere Mas­sen­me­dien. Dort hat Кissel­jow ein biss­chen herum geei­ert, als er plötz­lich die offen­sicht­li­che Tat­sa­che der ame­ri­ka­ni­schen Inva­sion gese­hen hat, aber er hat diese nicht so benannt. Die Infor­ma­tion des US-State Depar­te­ments  ist offi­zi­ell und besagt, dass sie für die Inter­ven­tion in die Ukraine 5 Mil­li­ar­den Dol­lars aus­ge­ge­ben haben. Die Ame­ri­ka­ner sind in der Regel ein­fa­che Leute. Sie berich­ten bei sich: «Wir haben für die Inter­ven­tion in die Ukraine, für die Inbrand­set­zung der Poli­zis­ten, für die Erobe­rung der ukrai­ni­schen Macht­or­gane 5 Mil­li­ar­den » aus­ge­ge­ben. Das hat ein Staats­se­kre­tär der USA gesagt. Nie­mand hat dar­über (offi­zi­ell) berich­tet. Und von den offi­zi­el­len Kanä­len bei­läu­fig nur Kis­sel­jow. Er hat es ledig­lich erwähnt, obwohl es eine offi­zi­elle Infor­ma­tion ist. Sehen Sie, wie Pro­pa­ganda arbeitet?

An und für sich zei­gen die Lügen, die dort ertö­nen – auch in unse­ren Mas­sen­me­dien – daß Russ­land auf­ge­ge­ben hat. Die Fünfte Kolonne ist in Russ­land, sie kontrolliert die rus­si­schen Mas­sen­me­dien, welche die  Ukraine auf­ge­ge­ben haben und nach der Pfeife [der Fünften Kolonne] tanzen.  So zum Beispiel, wenn sie die vorwiegend ausländischen Kämpfer als Opposition bezeichnen. Dem Wort nach ertönt der Begriff Inter­ven­tion nir­gends, obwohl es eine typi­sche his­to­ri­sche Inter­ven­tion dar­stellt. D.h. man macht augen­schein­lich eine Pro­pa­ganda, die auf Lüge­rei aus ist, und je nach öffent­li­cher Reak­tion wird sie angepasst…….

Oder der zweite Aspekt. Es ist ver­bo­ten, dar­über zu spre­chen, daß die­ser Pro­zess, der für die ganze Ukraine zutrifft, zu Kriegs­hand­lun­gen füh­ren wird. Etwas in Kiew, wo man den Brand ent­facht hat und anderswo. Das ist ein tota­ler Pro­zess. Dar­über zu spre­chen ist auch ver­bo­ten, obwohl er eine offen­sicht­li­che Tata­che ist. Das bedeu­tet, man lügt:

• die Inter­ven­tion wird als sol­che nicht benannt,

• die Fünfte Kolonne wird eben­falls nicht benannt,

• es wird nicht erwähnt, daß ein Pro­zess in Gang gesetzt wor­den ist, der den Tod tau­sen­der Leute, rus­si­scher Men­schen auf ukrai­ni­schem Gebiet zur Folge haben wird.

Man spricht nicht dar­über, dass dies zum Geno­zid der rus­si­schen Bevöl­ke­rung, zumin­dest in eini­gen Gebie­ten, füh­ren wird. Min­des­tens. Selbst in Lwow. Man wird die Rus­sen ein­fach töten, wie man sie bei uns zu mei­ner Zeit in Tsche­tsche­nien tötete. Dar­über wird in unse­ren Mas­sen­me­dien, die die Qua­li­fi­ka­tion und die Erfah­rung haben, und die Wahr­heit ken­nen, nichts gesagt. Das heißt, es gibt offen­bar eine Vorschubleistung nach dem ame­ri­ka­ni­schen Dreh­buch.

Also das ist ein beson­de­res Thema. Würde man die Wahr­heit sagen, würde sich die Logik ändern. Was muss man machen, um die Situa­tion in der Ukraine zu ändern? In Wirk­lich­keit nur eins: die Wahr­heit sagen, daß es eine Inter­ven­tion ist. Es wer­den dann die Mecha­nis­men der Selbst­ver­tei­di­gung wirk­sam. Wei­tere Men­schen wer­den sich, wie ihre Groß­vä­ter, für den Schutz Kiews einsetzen, wer­den wie ihre Groß­vä­ter begin­nen, es zu schüt­zen, sowohl Kiew als auch Mos­kau und alles Übrige ver­tei­di­gen. Das rus­si­sche Sys­tem wird in Gang gesetzt. Selbst wenn es dort nur zehn Pro­zent rus­si­sche Men­schen gibt– es sind keine Idio­ten, sie wer­den schon ver­ste­hen, wor­auf es ankommt. Das bedeu­tet, es wird Unter­stüt­zung durch ihre eige­nen Fami­lien geben, die in der Ukraine leben. Die Leute den­ken jetzt nicht daran, daß ihre Ver­wand­ten im Gebiet der Ukraine getö­tet wer­den. Jetzt den­ken sie das noch nicht. Aber die Ereig­nisse wer­den zu die­ser Dyna­mik füh­ren. Das heißt, wenn der bewusste Betrug der Leute ein­schließ­lich sei­tens unse­rer Mas­sen­me­dien wei­ter so vonstat­ten geht. Das sollte berück­sich­tigt werden.

Der Aus­weg ist sehr ein­fach: Benenne die Vor­gänge als Inter­ven­tion. Zu wel­cher Kon­se­quenz wird das füh­ren? Zu den Voll­mach­ten der UN für den Schutz des Ter­ri­to­ri­ums. Es gibt sol­che Kom­pe­ten­zen. Die Voll­macht der UN für den Schutz des Ter­ri­to­ri­ums wer­den Janu­ko­witsch die Legi­ti­mi­tät und das Recht ver­lei­hen, das Ver­tei­di­gungs­bünd­nis mit Russ­land zu unter­schrei­ben. Nicht das Ein­grei­fen der Armeen, son­dern das Ver­tei­di­gungs­bünd­nis. Das bedeu­tet den nuklea­ren Schutz und den Schutz des Luft­rau­mes. Und das wird sei­ner­seits voll­kom­men andere Mecha­nis­men in Bewe­gung brin­gen: die Wie­der­her­stel­lung der Sou­ve­rä­ni­tät auf den Gebie­ten Russ­lands und der Ukraine. Das ist ein ganz ein­fa­cher Ver­lauf. Wenn man nicht dar­über spricht, dann muss man jetzt schon u.a. die Flücht­lings­la­ger vorbereiten…

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Jew­ge­nij A. Fjodorow

(geb. 11. Mai 1963 , Lenin­grad ) – rus­si­scher Poli­ti­ker, Abge­ord­ne­ter der Par­tei Geein­tes Russ­land in der Staats­duma der Föde­ra­len Ver­samm­lung der Rus­si­schen Föde­ra­tion, vier Legis­la­tur­pe­rio­den (1993−1996, 2003, 2012 ),

Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses für Wirt­schafts­po­li­tik und Unter­neh­mer­tum der Staats­duma, Mit­glied der Zen­tra­len Poli­ti­schen Rates ” Ein­heit­li­ches Russ­land “, Kan­di­dat der Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten. Koor­di­na­tor der Natio­na­len Befrei­ungs­be­we­gung , die im Nov. 2011 von Putin ins Leben geru­fen wurde, woran er mit­wirkte. Mit­glied des Staats­ra­tes der Rus­si­schen Föderation.

 http://www.chemtrail.de/?p=6659

 

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