Raketenabwehrschirm nur eine Abschreckungsphantasie

Terroristen, Zionisten und andere Kriegstreiber begrüßen US-Raketenangriff
Patriot-Raketen auf einem Militärflughafen in Athen -- Bildquelle: Zeit-Online
Kommentar: Laut dem nachfolgendem Bericht soll die technische Machbarkeit des Raketenabwehrschilds der USA sehr fraglich sein, zumindest zu diesen Zeitpunkt. Wenn dem so ist, warum machen dann beide Seiten, die NATO und Russland, ein solches Tamtam? Nun, es geht um sehr viel Geld für den Militärisch-Industtriellen Komplex. Zudem kann man vermuten, dass uns ein großes Schauspiel vorgführt wird, das zum großen Krieg führen soll. Die Endzeitfanatiker sitzen überall und arbeiten zusammen, um Armageddon herbeizuführen. [Kommentar Ende]
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Written by:  Lavassani

Washington (thebulletin.org) – In einem aktuellen Beitrag für das renommierte Bulletin of the Atomic Scientists (Mitteilungsblatt der Atomwissenschaftler) erläutert Kennette Benedict, Geschäftsführerin und Verlegerin dieses Blattes, warum das geplante amerikanische Raketenabwehrsystem in Europa nicht mehr ist als ein der Abschreckung dienendes Phantasiegebilde.

Nachdem unabhängige amerikanische und russische Wissenschaftler und Ingenieure seit langem in ihren Expertisen darauf hingewiesen haben, dass die Pläne für derartige Raketenabwehrsysteme technisch nicht zu verwirklichen seien, schreibt Benedict, habe die US-Regierung endlich ihr stures Beharren auf deren Realisierbarkeit aufgegeben.
In einem wenig beachteten Bericht, so Benedict, habe das Defense Science Board, ein unabhängiges Beratungskomittee des US-Verteidigungsministeriums, im September 2011 auf drei Hauptprobleme mit dem Frühwarnsystem zur Raketenabwehr hingewiesen:
  • Erstens sei offensichtlich keines der erforderlichen Radarsysteme in der europäischen Abwehr dafür stark genug.
  • Zweitens könne keiner der vorhandenen Raketenabwehrsensoren zuverlässig zwischen Raketensprengköpfen, Raketenattrappen und Trümmern unterscheiden.
  • Und drittens kenne der US-Geheimdienst bereits ausländische Raketensysteme, die Attrappen einsetzen und sonstige Gegenmaßnahmen treffen können.
Nach 27 Entwicklungsjahren und der Investition von 150 Milliarden Dollar gebe es daher immer noch kein einsatzbereites Raketenabwehrsystem.
Daraus, so Benedict, sei die Schlußfolgerung zu ziehen, dass die Raketenabwehr, von der all die Jahre die Rede war, gar nicht existiert. Das System, das Russland als Bedrohung seiner Sicherheit betrachtet, funktioniert nicht. Und selbst wenn all die Probleme gelöst werden könnten, würde das auf jeden Fall viele Jahre dauern.
Nichtsdestotrotz würden NATO-Offizielle im Vorfeld des NATO-Gipfels am 20. Mai in Chicago weiter über die Raketenabwehr reden als gäbe es all diese Einwände nicht. Für Ende des Monats hätten sie sogar neue Kooperationspläne für die Stationierung in Europa angekündigt. Und damit nicht genug: Mit wütender Empörung hätten sie auf Russlands Ankündigung reagiert, das neue System nach seiner Stationierung präventiv zerstören zu wollen.
Weil die NATO so tut, als gäbe es das System tatsächlich, fühlt Russland sich genötigt, sich ebenso zu verhalten. Mit anderen Worten: NATO und Russland gehen einander wegen eines Raketenabwehrsystems an die Kehle, das nicht funktioniert und für den Fall, dass es funktionieren würde, nicht unbedingt die Sicherheitsinteressen Russlands beeinträchtigen würde. Immerhin, schreibt Benedict, würden jetzt klärende Gespräche zwischen amerikanischen und russischen Raketenabwehrexperten stattfinden. Bei Treffen im September 2011 und März  2012 seien sogar schon Prinzipien für eine Kooperationsvereinbarung festgelegt worden.
Benedicts Hoffnung, US-Regierung und NATO könnten durch Fakten zu Realismus und Vernunft bekehrt werden, dürfte durch die Ergebnisse des NATO-Gipfels in Chicago einen starken Dämpfer erhalten haben. Der Drang, durch Errichtung eines Raketenabwehrsystems das Gleichgewicht atomarer Abschreckung zu den eigenen Gunsten zu verschieben, ist offensichtlich stärker als alle Argumente bezüglich der Realisierungsmöglichkeiten und – insbesondere – der mit diesen Plänen verbundenen Militarisierung der internationalen Beziehungen.
Konzipiert ist der Raketenschild als ein westliches Gemeinschaftsprojekt unter Führung der USAAmerika wird Schiffe mit Raketenabwehrsystemen ins Mittelmeer entsenden. Deutschland will sich mit seinen »Patriot«-Systemen beteiligen. Außerdem soll die Kommandozentrale im deutschen Ramstein errichtet werden.
Bisher können die NATO-Mitglieder bei Auslandseinsätzen den Zugriff auf gemeinsam genutzte Waffensysteme und Einheiten blockieren. Derartige Einsatzvorbehalte sollen nach dem Willen der NATO-Verantwortlichen bezüglich des Raketenschilds nicht möglich sein, was eine Entmündigung nationaler Parlamente bedeuten würde. Die Bundesregierung soll bereits über eine Änderung des deutschen Parlamentsbeteiligungsgesetzes nachdenken.
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