Neue App – allerdings für Krebs-Patienten

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Eine “App” beschäftigt Deutschland: Die Corona-App, die ungefähr 15 5 der Bevölkerung heruntergeladen haben soll. Die Zustimmung gilt als überschaubar, so Kritiker. Auf der anderen Seite allerdings gibt es nun eine neue App, die in der Öffentlichkeit noch nicht wahrgenommen wurde – aber deutlich höhere Zustimmung erfahren könnte. Das Unternehmen Innoplexus hat eine App entwickelt, die den Namen “Curia” trägt und sich an Krebspatienten richtet. Deren Vorteil soll sein, dass sie über verschiedenste Aspekte der je eigenen Erkrankung informiert werden.

E-Mail und Name wichtig

Die App lässt sich nutzen, wenn die Anwender ihre E-Mail und den Namen angeben. Inwieweit die dann angegebenen Daten dann tatsächlich hinlänglich sicher sind, bleibt der Einschätzung dieser Redaktion nach dennoch offen. Die Daten zeigen ja an, dass der Besitzer der E-Mail-Adresse xyz sich für das Thema interessiert und offenbar selbst Betroffener ist. Dennoch: Die App könnte zumindest einige der brennenden Probleme bedienen.

Der Unternehmensgründer Gunjan Bhardwaj berichtet der “FAZ” nach über drei wesentliche Fragen, die Patienten sich stellen würden. Es geht um Behandlungsmöglichkeiten, die gegebenenfalls noch unbekannt sind. Zudem würden sich Patienten die Frage stellen, an welchen klinischen Studien sie teilnehmen könnten. Und es bliebe die Frage, welche Experten für die jeweils eigene Erkrankung ansprechbar wäre.

Die App würde, heißt es, auf Basis der künstlichen Intelligenz täglich 10 Milliarden Webseiten durchsuchen, um dieses medizinische Wissen zusammenzutragen. Patienten könnten demnach die angezeigten Informationen speichern lassen – und sie beispielsweise dem eigenen Arzt oder der Ärztin beim nächsten Besuch präsentieren.

So weit, so gut. Nur steht zu befürchten, dass diese Anwendung – da sie wie alle Systeme notwendig die vorgegebenen Suchpfade einhält – vor allem den Interessen der konventionellen Krebstherapie dient. Auf diese Weise lassen sich auch anonymisiert Interessen für die Pharmaindustrie bündeln und “Fragen” der jeweiligen Patientengruppen aufbereiten. Auch wäre es damit deutlich einfacher, so Kritiker, Betroffene gegebenenfalls anzusprechen und zu lenken – auch die Kritiker der Standardtherapien. Glücklicherweise steht Ihnen die Wahl im Zweifel frei. Das Unternehmen Innoplexus dürfte sich jedoch mit dieser Anwendung rasch einen Namen machen.

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