Neue Diskussionen um Kita- und Schul-Öffnungen: Wie ansteckend sind Kinder?

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Eine neue Statistik mischt Deutschland auf. Christian Drosten, der bekannte Virologe, der quasi als Regierungsberater in Deutschland wahrgenommen wird, hat demnach zeigen können, dass getestete Kinder eine ähnliche “Virenlast” haben wie Erwachsene, die getestet worden sind. Seine Auswertung: Es gibt keine signifikanten Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen. Das wiederum lässt ihn davor warnen, Schulen und Kindergärten in der gegenwärtigen Situation wieder zu öffnen, heißt es. Kinder “könnten” ähnlich infektiös sein wie Erwachsene. Die Statistik wird heiß diskutiert.

Aussage wird fehlinterpretiert

Die Aussage ist auf den ersten Blick recht plausibel. Die Anzahl der getesteten Kinder ist zwar geringer als die Anzahl der getesteten Erwachsenen. Bei den Kindern, die getestet werden, zeigt sich dasselbe Bild. Die Virenlast ist in vielen Fällen nicht besonders hoch, in der Spitze abnehmend allerdings genauso hoch wie bei Erwachsenen. Das wiederum signalisiert wie beschrieben, die These, wonach Kinder genauso infektiös sein können wie Erwachsene, kann nicht abgelehnt werden (bis dato nicht). So würden es Wissenschaftler formulieren.

Was aber besagt diese Aussage? Getestet wurden naturgemäß wie in anderen Gruppierungen lediglich die kranken Kinder. Dass die eine ähnliche Verteilung in der Virenlast haben, ist keine sonderlich große Überraschung, jedenfalls aus unserer naiven Sicht. Die Daten beinhalten keine Aussage darüber, wie groß der Anteil der Kinder ist, die tatsächlich erkrankt sind. Daraus lässt sich bis dato nur schließen, dass ein erkranktes Kind für seine Umwelt letztlich nicht weniger risikobehaftet ist – bezogen auf die Ansteckung -, als Erwachsene.

Diese Aussage wiederum können wir alle diskutieren. Wenn Kinder in Schulen und Kindergärten sich also durch den Kontakt häufiger anstecken sollten als kontaktärmere Erwachsene, dann geht davon nun eine höhere Gefahr aus. Auf der anderen Seite steht bis dato: Niemand weiß, wie ansteckungsanfällig Kinder und Jugendliche sind. Dazu sagen die Daten nichts – und deshalb steht zu befürchten, dass die Daten zur Panikmache genutzt werden.

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