Noch immer: Gigantische Folgen durch Fukushima

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Vor acht Jahren kam es zum Atomreaktorunglück in Fukushima. Es gab eine Kernschmelze. Eine „radioaktive Wolke“. Und eine neue Energiepolitik, wie die „Tagesschau“ jüngst rückblickend feststellte. Der japanische Betreiber des Werkes, die „Tepco“, hat nun eine „Erfolgsmeldung“ vorweisen können. Die Bedingungen der Arbeiter, es sollen tausende sein, die am Abbau der Trümmer arbeiten, würden sich „deutlich verbessert“ haben.

Kohleausstieg und Co. in Deutschland

Ab 2050 sollen dann die letzten Trümmer beseitigt sein. In Japan. In Deutschland drehte die Stimmung mit jenem 11. März 2011 endgültig, die Politik musste den Atomausstieg einleiten. 2022 wird der Atomausstieg vollzogen. Bis dahin wurden schrittweise Alternativen geschaffen. Dabei aber stockt es. Denn die Kosten des Ausstiegs sind ausgesprochen hoch – RWE und E.ON klagten. Es gab wegen der nachträglich verlangten Brennelementesteuer hohe Schadenersatzzahlungen.
Zudem stagniert der sogenannte „Zubau“ der Windenergie. Statt 4.000 Megawatt Onshore-Wind sind im vergangenen Jahr demnach lediglich 2.500 MW hinzugekommen. 5.300 waren es noch im Jahr zuvor. Für 2019 sollen die Prognosen noch einmal düsterer sein, der Zubau fällt ein weiteres mal geringer aus.

Der Kohleausstieg ist ebenfalls beschlossene Sache. Bis 2022 sollen statt 42,5 nur noch 30 Gigawatt produziert werden. 2030 sollen es lediglich maximal 17 Gigawatt sein. Die Kosten für die Aufgabe der Quelle sind gigantisch. Steuerzahler und Kunden müssen mit Milliardenaufwendungen rechnen. Der Ausbau der Leitungen, die den Ökostromanteil, der wächst, befördern sollen, wird bis 2030 von 32 auf 52 Milliarden Euro verschlingen, heißt es. Zudem können die Leitungen zu Windparks in der Nähe der Küsten mindestens 18 Milliarden Euro dazukommen.

Die Folgen von Fukushima also sind sowohl wirtschaftlich wie auch politisch immens gewesen. Die Kosten immerhin werden nach und nach auf spätere Generationen umgewälzt. Ein ganz eigener „Rentenbeitrag“, den die Regierung Merkel hinterlässt.

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