Nun ist es Zeit, Israel seine Vernichtungswaffen wegzunehmen

Rembrandt: Das Gastmahl des Belšazar (1635)

von Gilad Atzmon

Die Israelis sind von Hassan Rouhani, dem neuen iranischen Präsidenten, nicht gerade beeindruckt. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wies die israelische Delegation an, den Auftritt Rouhanis bei der UN-Generealversammlung zu boykottieren; später denunzierte er die Antrittsrede Rouhanis als “eine Rede, die voller Heuchelei war.”

Diesmal scheint Israel aber alleine zu sein. Sowohl die USA als auch andere westliche Staaten hießen den neuen iranischen Präsidenten bei der UN herzlich willkommen.

Aber hat Rouhani eine radikale Änderung vorgestellt?  Hat er neue Versprechen gemacht? Keineswegs. Wie sein Vorgänger stellte er klar, dass der Iran sein Recht nicht aufgeben werde, die Kernenergie weiterzuentwickeln. Wie Achmadinedschad behauptet Rouhani: “Nuklearwaffen oder andere Massenvernichtungswaffen haben in Irans Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin keinen Platz und widersprechen unseren fundamentalen religiösen und ethischen Überzeugungen. Unsere nationalen Interessen zwingen uns, jeglichen Zweifel über Irans friedvolles Nuklearprogramm zu zerstreuen.”

Der Präsident regte auch an, dass die Welt das fundamentale Recht des Irans anerkennen solle, alle Teile seines nuklearen Brennstoffkreislaufes durchzuführen. Kurzum, der Iran fährt mit seinem Nuklearprogramm fort. Und das ist in der Tat eine gute Nachricht.

Also, was hat sich wirklich geändert? Nur eine Sache, glaube ich. Irgendwie haben die Nationen ihren Appetit verändert. Und sie sind irgendwie mutig genug, sich dies einzugestehen.

Aufgrund des intensiven Drucks der jüdischen Lobby und der unterwürfigen Natur der derzeitigen Politiker des Westens, wagen es nicht viele westliche Regierungen, Israel zu kritisieren. Sie haben offensichtlich Angst vor Netanjahu und seinen “800-Pfund-Gorillas“. Durch Freundlichkeit gegenüber Israels “Feind” haben unsere Politiker einen Weg gefunden, Israel eine Nachricht zukommen zu lassen. Der Willkommensgruß an Rouhani in der UNO war ein deutlicher Hinweis an den jüdischen Staat und seine Lobby: Passt auf, wir haben die Nase zunehmend voll von Eurer schmutzigen Politik und Eurer Kriegstreiberei.

Als eifriger Leser jüdischer Geschichte erlaube ich mir selbst eine Anmerkung: Die Unfähigkeit, das Menetekel an der Wand zu lesen, ist der jüdischen Identität und Kultur inhärent. Man würde erwarten, dass Israel und die Lobby in dieser Situation leiser treten würden. Aber das wird nicht passieren. Israel und die Lobby wird noch unausstehlicher handeln. Sie werden jeden Trick aus der Kiste zaubern, das sich öffnende Fenster eines Dialogs und einer Versöhnung zu schließen.

Israel ist dazu verdammt, sich selbst und die Region in eine Tragödie zu stürzen. Nicht einmal Gott wäre in der Lage, sein auserwähltes Volk vor sich selbst zu retten. Aber es gibt etwas, das die UN tun könnte: Israel all seiner chemischen, biologischen und nukleren Waffen zu entledigen. Ich kann sehen, wie sich eine solche Forderung zusammenbraut und wünsche mir, dass sie sich bald materialisiert.

Übersetzung: Politaia.org

http://www.veteranstoday.com/2013/09/25/nows-the-time-to-strip-israel-of-its-wmds/

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