Nur noch jeder Fünfte fühlt sich frei, seine Meinung zu äußern

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Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die die „FAZ“ veröffentlichte, hat ergeben, dass eine Mehrheit der Deutschen der Auffassung ist, sich nicht mehr frei in der Öffentlichkeit äußern zu können. Für die Umfrage wurden rund 1.300 Menschen im Mai befragt. Fazit: Der Raum für die Meinungsfreiheit wird kleiner. Fast zwei Drittel der Befragten äußerten das „Gefühl, man müsse im öffentlichen Raum sehr aufpassen, was man sage.“

Demnach fühlen sich nur 18 % frei, ihre Meinung in der Öffentlichkeit äußern zu können. Nur 17 % äußern ihre Meinung frei im Internet. Nur 59 % glauben, sie könnten sich unter Freunden frei äußern. 41 % sind der Ansicht, dass mit der Political Correctness übertrieben werde. Unter Freunden äußern sich 34 % nur vorsichtig. Als Grund für diese niedrigen Werte wurden die „rüden Formen der Auseinandersetzung“ angegeben. 35 % ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerung nur noch im privaten Kreis möglich sei.

Als Tabuthemen gelten Flüchtlinge, Muslime und der Islam. Mehr als die Hälfte der Befragten spricht nicht gerne öffentlich über Themen wie das Dritte Reich oder über Juden. Auch Rechtsextremismus und die Partei AfD wird nicht gerne in der Öffentlichkeit thematisiert.

Zu dem Eindruck, dass die Spielräume der freien Meinungsäußerung im öffentlichen Raum kleiner werden, trage auch die Rigorosität bei, mit der bestimmte Sprachregelungen eingefordert würden. Zwei Drittel finden es übertrieben, wenn statt der Begriffe „Ausländer“ umständlich von „Menschen mit Migrationshintergrund“ gesprochen werde.

Völlig übertrieben finden die Befragten „Korrekturvorschläge“ zu Texten, die sicherstellen sollen, dass sie heutigen „Sensibilitäten“ und „Normen“ entsprechen. Beispielsweise wäre es vollkommener Unsinn, dass aus Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in „Pippis Taka Tuka Land“ der „Südseekönig“ werde, um nach heutigen Maßstäben politisch korrekt zu sein.

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