Organspende: SPD-Lauterbach lässt nicht locker – ran an Ihre Organe

www.shutterstock.com, Dan Race, 1045064908

Die GroKo möchte das Thema Organspende am 16. Januar neu regeln. Nach den Worten des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach, sei die sogenannte „Widerspruchslösung“ die einzige Möglichkeit, in diesem Land die Zahl der Organspenden merklich zu steigern, meinte er gegenüber der „Funke-Mediengruppe“. Diesen Umstand will der Experte offenbar nicht akzeptieren. „Deutschland kann es sich nicht leisten, bei den Spenderzahlen weiter Schlusslicht zu sein.“

Nach Auffassung von Kritikern ist dies eine reichlich dünne Argumentation. Vorausgesetzt, Organe würden nicht zum Exportartikel für die deutsche Gesundheitsindustrie – dies legen die Worte zwar nahe, steht aber vermutlich nicht auf der Agenda – hat die Frage der Anzahl an Organspenden nichts damit zu tun, was dieses Land sich „leisten“ kann oder nicht. Wenn Bürger ihre Organe nach dem Ableben nicht „spenden“ wollen, dann werden darunter möglicherweise dann noch Lebende leiden – was dies allerdings mit der „staatlichen“ Fürsorge zu tun haben sollte, bleibt rätselhaft. Lauterbach aber ficht dies nicht an, der Staat soll sich nach seinen und den Vorstellungen der GroKo nach offenbar um eine höhere Anzahl an Spenden kümmern.

Lauterbachs „Versprechen“: „Wenn es dieses Mal nicht dazu kommt, wird es in absehbarer Zeit einen neuen Versuch geben.“ Abgestimmt wird solange, bis das Vorhaben endlich zum Gesetz wird. Wie massiv die Regierung kämpft, haben wir bereits dokumentiert.

„Obwohl „Gesundheitsminister“ Jens Spahn für seine umstrittene Widerspruchslösung in der Organspende, der zufolge jeder seine Organe spenden muss, der sich nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat, heftige Kritik geerntet hat, plant Spahn einen neuen Vorstoß, um für Organspenden zu werben. Bald soll in Schulen Propaganda für Organspende gemacht werden.

Medienberichten zufolge soll es in keinem anderen europäischen Land so wenige Organspender geben, wie in Deutschland. Für Spahn, Pharmalobbyist, ist das ein Dorn im Auge. Daher soll das Thema Organspende im Schulunterricht behandelt werden.

Die “Deutsche Stiftung Organtransplantation“ machte jetzt einen Initiativplan, wonach das Thema Organspende langfristig in die Lehrpläne von Schulen aufgenommen werden soll. In dem Plan heißt es: „Da eine Entscheidung gegen die Organspende mit der Vollendung des 14. Lebensjahres und die Entscheidung für die Organspende im Alter von 16 Jahren getroffen werden kann, ist es sinnvoll, bereits in Schulen mit der Aufklärungsarbeit zu beginnen.“  Auf diese Weise sollen „Berührungsängste“ mit dem „tabuisierten Thema frühzeitig“ abgebaut werden.

Spahns Plan ist es, die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland deutlich zu erhöhen. Bereits am 1. April trat ein neues Gesetz in Kraft, das den Kliniken durch mehr Geld und mehr Personal die Organentnahme erleichtern soll. Jeder Bürger soll zum Spender erklärt werden, es sei denn er widerspricht dem ausdrücklich (Widerspruchslösung). Bislang dürfen Organe nur entnommen werden, wenn der Spender zu Lebzeiten dem Zugestimmt hatte oder seine Angehörigen diese Bereitschaft kennen.

Spahn sagte der Rheinischen Post, die „differenzierte Ansprache“ verschiedener Zielgruppen in der Bevölkerung könne helfen, Organspenden zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Neben Schülern sollen auch Migranten und Senioren gesondert angesprochen werden. Bürger ab 65 Jahren sollen besonders darüber aufgeklärt werden, dass es für die Organspende keine Altersgrenze gebe.

Auch “Capitol Post” widmet sich den Plänen – hier. Sehen Sie dazu auch das Video: „Organspende – die verheimlichte Wahrheit“:

https://www.youtube.com/watch?v=TgGkuD0wUJE

 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen