Patientenaktie: Das Projekt Spahn ist nicht hinreichend „geschützt“

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In Deutschland wird die elektronische Patientenakte eingeführt, geht es nach einem Vorstoß des „Bundesgesundheitsministers“ Jens Spahn. Davon verspricht sich die Politik dem eigenen Vernehmen nach eine Reduzierung der Reibungsverluste in der Behandlungskette. Die Experten vom „Chaos Computer Club“ haben nun allerdings eine, wie es beim „Deutschlandfunk.de“ heißt, „schwere Sicherheitslücke“ aufgespürt.

Datenleck brisant

Schon 2021 soll die elektronische Patientenakte eingeführt werden. Nicht nur Datenschützer allgemein oder Patienten, auch Ärzte scheinen lange nicht von der Notwendigkeit bzw. Richtigkeit des Einsatzes dieser Karte überzeugt. „Hacker“ vom CCC haben nun „viel zu viele Sicherheitslücken“ gefunden, so äußert sich Peter Welchering vom Club. Zudem sei auch das „Digitale Versorgung Gesetz“ vom Deutschen Bundestag so konstruiert worden, dass die Sicherheitsaspekte darin lediglich in Teilen und damit unzureichend behandelt worden seien. Die „Verantwortung“ für den Sicherheitsbereich wäre demnach überhaupt nicht geregelt worden.

Im Detail kritisiert der Verband etwa, dass die Gematik GmbH, die für die Entwicklung der IT zuständig sei, nicht rasch genug fertig würde. An sich etwa wäre es Sache der Patienten, festzulegen, welche Daten bei den verschiedenen Interessenten sichtbar und damit auch hinterlegbar seien. Eine derartige individuelle Auswahl allerdings würde bei der Gematik GmbH derzeit noch nicht hinreichend schnell anzufertigen, ohne den Beginn der Projekteinführung nach hinten zu verschieben. Erst ab 2022 sollen die Patienten eine eigene Auswahl treffen dürfen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die elektronische Patientenaktie solle per Smartphone verwaltet werden können. Die wiederum sei vor allem bei Smartphones schwierig, die als Betriebssystem das „Android“ von Google nutzen. Hier sei Sicherheit niemals vollständig möglich. Tatsächlich hätten jetzt „Hacker“ einen unerlaubten Zugriff auf die im Smartphone hinterlegten Daten realisiert. Letztlich wären die Patientendaten vollständig einzusehen. Dies seien die Befunde aus dem Labor, medizinische Diagnosen und Verordnungen. Ob die Politik auf diese – erneute – Kritik reagieren wird? Lesen Sie selbst…

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