Peinlich Bayer: Glyphosat-Studie mit erneutem Krebs-Hinweis

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Bayer hat das Glyphosat-Problem noch nicht in den Griff bekommen. Das „Pflanzenschutzmittel“ ist nach einem Bericht der „taz“ in einer Studie von mehreren Wissenschaftlern nicht vom Verdacht freigesprochen worden, wahrscheinlich krebserregend zu sein. Die „taz“ behauptet zudem, die eigene Recherche würde ergeben haben, dass Bayer einige Aspekte der Studie unter den Tisch fallen lässt, die dem Unternehmen unangenehm werden könnten.

EU-Chemikalienbehörde Echa: HarmlosG

Die Behörde Echa hat Glyphosat eine Unbedenklichkeit bescheinigt. Die „Krebsforschungsagentur der WHO indes hat Glyphosat bescheinigt, „wahrscheinlich krebserregend“ zu sein.

In den USA muss der dortige Hersteller Monsanto, inzwischen Tochter von Bayer, über 9.300 Klagen über sich ergehen lassen. Dort steht das „Ackergift“ im Verdacht, Krankheiten wie das „Non-Hodgkin-Lymphom“ erzeugt zu haben. In einem Fall ist Monsanto in der ersten Instanz verurteilt worden und muss Millionen an Schadenersatz zahlen.

Es wird eine Berufung geben. Dafür zitiert Bayer aus einer Studie namens „U.S. Agricultural Health Study“. Dort würde kein Zusammenhang nachgewiesen. Bayer unterschlägt der Angabe der „taz“ nach einen wichtigen Satz der Studie: „Allerdings gab es einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko akuter myeloischer Leukämie.“Dies rechtfertigt Bayer damit, dass die Ergebnisse in der Studie selbst als statistisch nicht signifikant, also messbar mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit verantwortlich bezeichnet worden waren. Andererseits wird indes behauptet, die Studie könne den Zusammenhang zu den „Non-Hodgkin-Lymphomen“ auch nicht widerlegen. Zudem seien zahlreiche krebskranke Glyphosat-Nutzer als solche gar nicht identifiziert worden, da die Befragung entscheidende Jahre unterschlug.

Es bleiben namhafte Fragen. Bayer beharrt noch heute darauf, in über 800 wissenschaftlichen Studien nachgewiesen zu haben, dass Glyphosat sicher sei. Quellenangaben gibt es dazu nicht hinreichend. Deutlich wird damit, dass Bayer den Verdacht noch nicht beiseite wischen konnte. Insofern haben die Kritiker Recht, wenn sie auf diesen Umstand hinweisen. Monsanto und Bayer geraten weiter unter Druck.

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