Peinlich: Corona-Malaria-Mittel Hydroxychloroquin – Wissenschaftler distanzieren sich von kritischer Studie

Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu

Das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin stand wochenlang im Zentrum der Debatten um die Heilbarkeit des Corona-Virus. US-Präsident Donald Trump hatte dafür geworden, war zumindest in deutschen Medien dafür lächerlich gemacht worden und musste sich sagen lassen, das Mittel sei “gefährlich”. Autoren zogen sich von der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Studie nun zurück. Die Aussagen sind ganz offensichtlich so nicht mehr haltbar.

Aufschrei der Medien bleibt aus

Die Studie zu Hydroxychloroquin war am 22. Mai von “Lancet” veröffentlciht worden. Das Studienergebnis: Hydrochloroquin und der verwandte Wirkstoff Chloroquin hätten keinen Nutzen für Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren. Zudem müsse wegen der “möglicherweise” schweren Nebenwirkungen mit einem erhöhten Risiko gerechnet werden, dass das Sterberisiko steigt. Diese Studie nahmen verschiedene Staaten zum Anlass, die Behandlung mit dem Medikament zu untersagen. Die WHO, Weltgesundheitsorganisation, ließ klinische Tests mit Hydrochloroquin darauf “vorübergehend” aussetzen. Nun allerdings laufen die klinischen Tests bereits wieder an.

Zahlreiche Forscher publizierten nun einen offenen Brief, der sich mit der Studie befasste. Sowohl die Methodik des Umgangs bei der Auswertung sowie die Erhebung der Daten hätten hier Besorgnis ausgelöst. Durch den offenen Brief animiert hat sich auch “Lancet” inzwischen von der Studie distanziert. Die Autoren sollten die Daten überprüfen, hieß es dazu. Drei der vier Autoren sind bei dieser Überprüfung zum Schluss gekommen, sich von dieser Studie zurückzuziehen. Lediglich der Studienleiter des Unternehmens Surgisphere, das die Daten von 96.000 Patienten zur Verfügung stellte, zog sich nicht zurück. Die ursprünglich im offenen Brief zu Wort gekommenen Forscher hatten unter anderem auch bemängelt, die Rohdaten seien für Dritt-Wissenschaftler nicht zugängig. Dies allerdings gilt im wissenschaftlichen Betrieb als nicht akzeptabel, insofern wissenschaftliche Erkenntnis Transparenz verlangt. Mit anderen Worten: Es ist – selbstverständlich – nichts über die Wirksamkeit von Hydrochloroquin gesagt. Der wilde Aufschrei in den Medien hinsichtlich der Risiken ist indes nicht fundiert. Die Meldungen dazu sind falsch.

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