Peinlich, peinlich, GroKo: „Strafen gegen Corona-Fake-News“…

Jens Spahn
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In diesen Tagen gerät vieles aus den Fugen, Fehler passieren – dies vorab. Als peinlich, besonders peinlich jedoch empfindet diese Redaktion die Forderung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius vor dem Hintergrund der aktuellen GroKo-Aktivität, namentlich des Gesundheitsministeriums. Geradezu grotesk. Der möchte für „Fake News“ Bestrafungen durchsetzen – und nennt hier ausdrücklich „Falschnachrichten und Halbwahrheiten“ zur Corona-Krise.

Das passt nicht zur GroKo, was der Herr ….

…. Pastorius so sagt. „Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich“, lässt sich der Innenminister vom „Spiegel“ zitieren. „Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken.“ Aha. Er bitte den Bund, koordinierend einzugreifen und das Infektionsschutzgesetz zu nutzen oder das „Gesetz über Ordnungswidrigkeiten“ entsprechend anzupassen.

„Es muss verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen (über) die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie von Covid-19 zu verbreiten.“ Also so ziemlich genau das, was die GroKo bei der anfänglichen Verharmlosung der Versorgungslage der Bevölkerung, bei der medizinischen Versorgung oder bei den Ansteckungswegen offenbar tat. Aus – vermutlich – Unwissenheit. Es sei ihr zugestanden. Außer von Herrn Pastorius, der aber wohl einen anderen Fall im Auge hat.

Das Gesundheitsministerium des Herrn Spahn, so zitiert der „Spiegel“, musste demnach Gerüchte dementieren, „wonach die Wiener Uniklinik erforscht habe, dass Ibuprofen das Risiko erhöhe, an Corona zu erkranken.“ Jetzt wird es gewagt, Herr Pistorius. Wenden Sie sich mit Ihren Forderung direkt an Ihren Kollegen, Herrn Spahn. „Dies seien Fake News, betonte das Ministerium.“

Dazu passt folgende Meldung:

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen“. Die höhere Sterblichkeit sei nicht nachgewiesen, aber man prüfte die Lage zur Zeit.

Hintergrund war – auch – eine Warnung vom französischen Gesundheitsminister vom Wochenende. Der hatte vor „Entzündungshemmern wie Ibuprofen“ per Tweet gewarnt, wie die „Welt“ meldet. Herr Pistorius. Übernehmen Sie. Wir verfolgen den Fall hier…

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1 Kommentar

  1. Jetzt ham`se sie Durchhalteparolen aus der Zeit der blutigen Hilde wieder offgekocht…
    “Dem Klassenfeind keine Angriffsfläche bieten..”
    Die Regale können nicht leer werden, höchstens mal etwas “unvoll”!!
    Apropos “Ordnungswidrigkeiten”:
    Wie war das mit dem Geltungsbereich?

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