Peinlich, peinlich: Selbst größere Medien fordern bessere Daten vom RKI

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Die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland beruhen in erster Linie auf den Daten vom Robert-Koch-Institut (RKI) sowie auf den Empfehlungen oder Meinungen ausgesuchter Virologen. Kürzlich haben zahlreiche Medien, auch wir, darauf verwiesen, dass die RKI-Daten teils falsch sind, unzureichend, nichtssagend oder auch verzerrend. Mithin sind auch die darauf basierenden Einschätzungen und Entscheidungen grundsätzlich in Zweifel zu ziehen. Dies wiederum ist mit dem Ruf der „Verschwörungstheorie“ verknüpft. Nun allerdings haben auch 45 sogenannte „Datenjournalisten“ in der Öffentlichkeit einen „#OpenCoronaData-Appell“ verfasst und unterzeichnet, der sich an RKI-Präsident Lothar Wieler wendet.

Aus dem Inhalt: „Um den gesellschaftlichen und politischen Diskurs über die richtigen Entscheidungen in dieser Krise evidenz- und faktenbasiert zu begleiten und zu bereichern“, müssten die Journalisten mehr Informationen haben (heißt: sie haben zu wenig Informationen). „Leider reichen die Daten, die das Robert-Koch-Institut bisher veröffentlicht hat, dafür nicht aus“.

ARD und Co. sind dabei

Die Unterzeichner sind nach Angabe des NDR unter anderem „aus diversen ARD-Redaktionen, dem ZDF, vom ‚Spiegel‘, von der ‚Süddeutschen Zeitung‘ und auch von Regionalzeitungen wie der ‚Stuttgarter Zeitung‘ und dem ‚Südkurier‘“.

Momentan, so der Koordinator Johannes Schmid-Johannsen vom SWR, würden „viele Verlaufskursen auf Schätzungen und Näherungen“ beruhen und – Achtung (!) – „damit sind sie gar nicht korrekt“. Die Journalisten benötigten vom RKI für jeden einzelnen Fall einen „konsistenten Datensatz mit den wesentlichen Merkmalen“. Dieser solle es für einen längeren Zeitraum ermöglichen, verlässlich „damit zu rechnen – auch rückwirkend“.

Dies ist vergleichsweise peinlich, räumen doch die spezialisierten Journalisten – übrigens nach Meinung zahlreicher Kritiker vollkommen zu Recht – ein, sie hätten aus den bisherigen Informationen zu wenig über die Epidemie/Pandemie schließen können. Diese Ansicht verträgt sich nur nicht mit der „Haltung“ all den Zweiflern gegenüber, die teils auf Basis derselben Daten zumindest die herrschenden Theorien anzweifeln, vor Panik warnen oder gar mehr Lockerungen fordern. Eine Entschuldigung den schweren Anwürfen diesen Publizisten gegenüber haben die Standard-Medien jedoch bis dato vermissen lassen. Was nach Meinung von Kritikern wiederum belegt, dass hier weniger Wissen, mehr Haltung verbreitet wurde. Hier lesen Sie mehr über diesen Skandal.

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