Pestizide – der “Mord auf Raten”?

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Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat jetzt in Deutschland wieder Oberwasser. Sie stellte in aller Öffentlichkeit fest, dass wir einerseits die Ernährungssituation absichern müssen (wie in Corona-Zeiten deutlich geworden sei), auf der anderen Seite aber eine umweltgerechte, möglichst aber auch effiziente Landwirtschaft benötigten und so fort – mit einem Wort: Einen Tod müssen wir alle in der Ernährung sterben. Dies könnte, so Kritiker, durchaus als Signal für den weiteren Einsatz von Pestiziden verstanden werden. Ein Wahnsinn, oder?

Pestizidwirkstoff – verboten und doch verlangt

So möchte die EU den Pestizidwirkstoff Chlorpyrifos hier verboten wissen – dieser schädige Embryos, so die allgemein inzwischen wohl anerkannte Auffassung -, und dennoch wurden Pestizide “verlangt”. Wenn waren nach Europa kommen, möchte die EU Ungeziefer ausschließen – und verlangte genau dafür Pestizide. Ein offenbar weitgehend unbekanntes Faktum. Siehe unten.

Ohnehin werden Lebensmittel teils deutlich teurer bei uns, unter anderem deshalb, weil der Import aus fernen Ländern teils unterbrochen wurde. Obst und Gemüse – auch und gerade aus den ferneren Ländern – sind jedoch vollgepumpt mit Pestiziden. Für die Behörden in diesem Land offenbar kein Problem. Gut 80 % des auf konventionellem Wege angebauten Obstes und Gemüse enthalten nachweislich Pestizide – auch dies ist hierzulande offenbar kein Problem. Wer Bier trinkt – da der Sommer mit seinen Lockerungen und Verlockungen vor der Tür steht – würde sich beim bekannten Gerstensaft wundern: Beizmittel, Fungizide, Herbizide, Insektizide, Moluskizide oder Glyphosat gehören nach Angaben der Landwirtschaftskammer zur Produktion der Sommergerste.

Gerste findet sich zudem in zahlreichen Müslimischungen und auch in Gerstebrei – also gerne auch in den Nahrungsmitteln, die dem ernährungsbewussteren Teil der Bevölkerung zugeschrieben werden.

Immerhin: Jetzt sollen demnächst immerhin keine Früchte mit Rückständen des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos in der EU mehr verkauft werden dürfen. Eine Übergangsfrist von drei Monaten läuft genau jetzt ab. Wir dürfen gespannt sein. Weiterhin aber gilt die Frage: Warum kein generelles Verbot von Pestiziden?

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