PFLICHT zur Organspende: Jens Spahn lässt nicht locker

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In Deutschland könnte es schon bald zur Pflicht für die Organspende kommen. So jedenfalls möchte es Jens Spahn, der Gesundheitsminister. Die Pflicht ist bei genauerem Hinsehen eine Wahl-Pflicht. Dennoch: Jens Spahn hat im Bundestag darüber referiert, dass Menschen sich der „doppelten Widerspruchslösung“ unterziehen müssten. Das bedeutet zunächst einmal, jeder von uns gelte als Spender.

„Nein“ sagen erlaubt

Wenn Sie als Betroffener also nicht „Nein“ sagen, dann werden Ihnen – ggf. – Organe entnommen. Wer nicht „Nein“ sagen kann, weil er bereits nicht mehr in der Lage ist zu sprechen, kann sich demnach in solchen Fällen auf seine Angehörigen verlassen. Die werden dann gefragt. Ob sie „Nein“ sagen, nicht, ob sie zustimmen würden.

Jens Spahn wird dabei deutlich: „Das einzige Recht, das damit beschnitten würde, wäre das Recht, sich keine Gedanken zu machen“.

Die Spahn-Pläne stoßen überall auf massiven Widerstand. Kein Wunder, so diese Redaktion: Jens Spahn entlarvt mit diesem Satz ein vollkommen anderes Menschenbild als jenes, das wir für gewöhnlich zugrunde legen. Bislang hat niemand die Pflicht, sich „Gedanken zu machen“.

Niemand hat die Pflicht, zur „Wahl“ zu gehen. Niemand hat die Pflicht, zum Arzt zu gehen. Im Gegenteil: Das Grundgesetz schützt uns gegen bestimmte Eingriffe des Staates. Es ist ein reines Schutzprogramm im Wissen darum, dass der Staat ansonsten mit seinen Vorschriften zu starken Eingriff auf das Gemeinwohl haben könnte.

Die jüngsten Auslassungen zeigen aber, dass Jens Spahn dies nicht begreift. Das Recht, sich „Gedanken“ nicht machen zu müssen, ist bislang – nicht direkt, aber doch in den bisherigen Regelungen innewohnend – geradezu grundgesetzlich geschützt. Das offenbart einen vollkommen anderen Blick auf die Rechte-Verteilung zwischen Bürgern und Staat. Es ist zumindest tendenziell nach fast diktatorisch. Ob sich der Gesundheitsminister dies so heimlich wünscht?

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5 Kommentare

  1. So, so….
    “Wissenschaftlich” überprüft:
    Nur “Hirntote” “spenden” Organe.

    Appell an das Mitgefühl: Wie Organhändler versuchen, Sie gefügig zu machen
    https://sciencefiles.org/2018/09/26/appell-an-das-mitgefuhl-wie-organhandler-versuchen-sie-gefugig-zu-machen/?highlight=organspende
    “..Die Organhandelindustrie, die Transplantationsaktivisten und alle anderen, die am Organhandel verdienen, gut verdienen, sehr gut verdienen, haben es geschafft, die Außergewöhnlichkeit des individuellen Aktes der Organspende aus der öffentlichen Diskussion zu streichen und das Organspenden zur Normalität eines guten Menschen zu erklären. Wer von dieser Normalität abweichen und aus dem Kreis der vermeintlich guten Menschen ausscheiden will, der muss das erklären, wenn nicht gar rechtfertigen. ..
    ..Der Trick ist derselbe, der auch bei Steuerzahlungen zum Einsatz kommt. Aus der freiwilligen Finanzierung staatlicher Leistungen ist eine Pflicht zur Finanzierung des Staates geworden, wer davon abweicht, der wird bestraft. Mit dem staatlich protegierten Organhandel sind wir auf dem selben Weg…”

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