Plastikmüll am tiefsten Punkt der Erde gefunden

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Im Marianengraben, dem tiefsten Punkt der Erde in der Philippinensee, hat ein Forscher in rund 11.000 Meter Tiefe eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Der amerikanische Forscher wollte einen neuen Weltrekord im Tiefseetauchen aufstellen. Auf seiner Tauchfahrt in den Marianengraben, die von Kameras des „Discovery Channels“ begleitet wurde, entdeckte der Forscher Vescovo nicht nur bislang unbekannte Krebsarten am Meeresboden. Vescovo machte auch noch eine andere unerwartete Entdeckung: Am Grund des Meeresbodens fand er „zwei Stücke menschlichen Mülls“ – eine Plastiktüte und eine Bonbonverpackung.

Eine neue Plastikstudie hat jetzt ergeben, dass inzwischen ganze Inseln im Plastikmüll versinken. Auf entlegenen Inseln im Indischen Ozean wurden rund 330.000 Zahnbürsten und rund 990.000 Paar Schuhe gefunden. Nicht etwa weil die dort 600 lebenden Menschen so viel Müll produzieren, sondern weil der Plastikmüll angeschwemmt wird. Das Problem der Plastikvermüllung ist weitaus schlimmer, als gedacht. Zu dem Schluss kam jetzt ein Forscherteam, welches seine Untersuchungsergebnisse in dem Fachblatt „Scientific Reports“ vorstellte. Demnach liegen 93 Prozent der angeschwemmten Plastikteile bis zu zehn Meter tief im Sand begraben – meistens in Form von kleinen Plastikteilen.

Die Kokosinseln, auf denen die Forschungen stattfanden, liegen gut 2.100 Kilometer vor der Nordwestküste Australiens. Forscher aus Australien untersuchten bereits im Jahr 2017 die Plastikvermüllung auf sieben der insgesamt 27 Inseln. Das Mikroplastik macht den Wissenschaftlern die meiste Sorge. Gegenwärtig werde, wenn überhaupt, der grobe sichtbare Müll von den Stränden entfernt. Allein das sei aufwendig und teuer. Doch wie die kleinen Plastikteilchen im Sand herausgeholt werden sollen, sei fraglich. Das Ausmaß der Plastikvermüllung sei bisher drastisch unterschätzt worden, schreiben die Wissenschaftler.

In der Plastik-Recycling-Branche könnte es immerhin demnächst zu einem Durchbruch kommen: US-Forscher haben jetzt ein Plastik entwickelt, das endlos verwendbar sein soll. Die Wissenschaftler aus Berkeley haben eine neue Plastikart entwickelt, die sich vollständig in kleinste Moleküle zerlegen und aus den Bestandteilen immer wieder in neue Kunststoffe umformen lässt. Die neue Plastikart kann also vollständig recycelt werden. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in dem Fachmagazin „Nature Chemistry“.

Darin schreiben sie, dass die meisten Kunststoffe bislang überhaupt nicht für das Recycling hergestellt wurden. Jetzt hätten sie aber einen neuen Weg gefunden, Kunststoffteile so zusammenzustellen, dass das Plastik in seine kleinsten Bestandteile zerlegt werden könne und anschließend wieder zu einem neuen Plastik zusammengesetzt werden könne.

Solche Erfindungen lassen hoffen – sie müssen jedoch schnellstmöglich und weltweit eingesetzt werden – sonst kann die Menschheit der Plastikvermüllung wohl kaum noch Herr werden. Lesen Sie dazu einen weiteren Beitrag hinter diesem Link….

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