Plünderung Ägyptens: “EU-Hilfe” an Ägypten unter IWF-Auflagen

(IRIB) Nach Angaben des ägyptischen Ministers für Planung und internationale Zusammenarbeit Ashraf al-Arabi habe die EU jede finanzielle Hilfe an Ägypten von der Übereinkunft dieses Landes mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abhängig bemacht.
Sein Land werde lediglich 700 Millionen Euro direkt zur Unterstützung seines Budgets von der EU erhalten. Der Rest des Betrages in Höhe von  5 Milliarden Euro, der von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton bekannt gegeben worden war, würde als Kredit der EU-Investitionsbank und der Bank für Entwicklung und Aufbau Europas sowie durch direkte Investitionen Europas in Ägypten geleistet, so er weiter.  Die EU-Vertretung  in Kairo dementierte am gestrigen Freitag Meldungen über den Stopp des Hilfspakets an Ägypten.
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Ägypten hängt weiterhin am Tropf des IWF. Wo sind Mubaraks 70 Milliarden Dollar?

Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak wurde bekannt, dass er 70 Milliarden Dollar auf verschiedenen Konten auf der ganzen Welt verteilt hatte. Seilschaften, die mit dem Mubarak-Clan in Verbindung standen, schanzten sich gegenseitig Staatsaufträge zu, öffentliche Gelder flossen in private Taschen, und die Familie und die Anhänger des Präsidenten kassierten häufig mit.

Sein Vermögen stammt nach Recherchen von Antikorruptionsexperten hauptsächlich aus Geschäften aus den 90er-Jahren, bei denen Staatsunternehmen und Ländereien in großem Maße “privatisiert” wurden. Dabei griffen der Präsident, seine Familienangehörige und seine Anhänger zu. „Die Privatisierung war die größte Korruptionsaffäre in der Geschichte Ägyptens seit den Pharaonen”, sagte Ahmed Elsayed Elnaggar, Herausgeber der Fachzeitschrift Egypt’s Economic Report.

Nun sollen die Privatisierungsorgien unter den London-hörigen Muslimbrüdern weitergehen und niemand spricht mehr über Mubaraks 70 Milliarden Dollar, die sich die Finanzmafia wohl schon längst in die eigene Tasche gesteckt hat, wie sie das schon mit den 150 Milliarden Dollar Gaddafis getan hat:

“Der Westen entschied sehr wahrscheinlich schon vom Anbeginn der anti-Gaddafi-Rebellion in Libyen, alles zu unternehmen, um Gaddafi von der Macht zu entfernen. Seine Bankkonten und die seiner Leute wurden unverzüglich eingefroren. Offiziell zumindest, in Wirklichkeit wurden sie gestohlen. Niemand weiß genau Bescheid, wer das Geld gestohlen hat und wo es sich jetzt befindet. Es gibt nur vage Hinweise, dass es von den Bankern selbst vereinnahmt wurde und dass diese Banker abgeblich versuchten, das Geld in Offshore-Zonen zu waschen. Versuche, das Geld auszuspüren, sind zwar im Gange, aber ich bezweifle, dass es jemals gefunden wird.”

Jedenfalls könnten mit den 70 Milliarden Dollar die Auslandsschulden Ägyptens in Höhe von ca. 35 Milliarden Dollar mit einem Schlag getilgt werden. Aber was geschieht? Ägypten nimmt weiterhin zu IWF-Bedingungen Geld auf, was letztendlich auf  weitere “Privatisierungsmaßnahmen” hinausläuft.  Diesmal werden anstelle Mubaraks die Muslimbrüder die Hand aufhalten, deswegen schweigen sie.

Und so kann man nur abwarten, bis sich der von Nasser verstaatlichte Suezkanal wieder in den Händen der Internationale Finanzmafia landet.

Quellen:

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