Politiker, die gearbeitet haben – eine immer seltenere Spezies

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Der „Tagesspiegel“ wartete kürzlich mit einer interessanten Sichtweise auf. Die Redaktion ließ eine Meinung schreiben, wonach es wichtig sei, dass Politiker vor ihrer Arbeit in Parlament oder Fraktion vorher ruhig gearbeitet haben könnten. In ganz anderen Berufen. Dies würde der verlangten „Erneuerung“ dienen. Die CDU hatte kürzlich einen Parteitag, der sich diesem Thema widmete. Doch ob es zur Erneuerung durch andere berufliche Karrieren kommt, scheint sehr fraglich.

Nahles: Dauerstudentin

Eine prominente Repräsentantin ist demnach Andrea Nahles. Heute Vorsitzender der SPD. Gestern Arbeitsministerin respektive Ministerin für Arbeit und Soziales. Davor Politikerin einfacherer Art. Davor Studentin. Sogenannte Langzeitstudentin. 20 Semester, ohne nennenswerte berufliche Erfahrung.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine ähnliche Vita, mit der sie „glänzt“. Sie hat ein langes Studium absolviert, ein Magisterexamen und ist dann in die Partei gegangen. Sie wurde „Grundsatzreferentin der CDU Saar“. Die Berufserfahrung jedoch geht ihr offenbar ab.

Die Politiker, die nicht gearbeitet haben, wissen offenbar nicht, welche Mühsal damit verbunden sein kann, Geld für die Sozialkassen zu verdienen. Sie kennen in der Regel nur die Entnahme des Geldes. Für politische Projekte oder auch für die eigene Pension. Der Mangel an Lebens-Erfahrung jedenfalls kann sich in der Politik fast nur negativ auswirken, so die Kritik in diesem Beitrag.

Funktionäre finden sich in allen Parteien. Der typische Funktionärstyp jedoch dürfte vor allem in der SPD vertreten sein. Gewerkschaften, Sozialverbände oder Unternehmen (Aufsichtsräte über die Gewerkschaften) sind bequeme Zubrote.

Ausnahme, um den zitierten Artikel aufzugreifen, sind Politiker wie Habeck von den Grünen oder Merz von der Union. Die hätten außerhalb der Parteien gelernt und zeigten die Erscheinung der Entfremdung nicht so intensiv wie die etablierten Politiker in den Funktionärskasten der großen Parteien.

Diese Redaktion hält die Kritik für angebracht. Sie beschreibt eines der Grundübel dieser Zeit.

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