Politiker können schon mit 56 volle Rente kassieren

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Die Rente mit 70 wird in der Union immer mehr zum Thema gemacht. CDU-Politiker Jens Spahn meinte bereits vor drei Jahren, die „Menschen würden immer älter werden und länger fit bleiben. Daher müssten sie dementsprechend auch länger arbeiten“, sagte Spahn bei der ARD Talksendung „Hart aber fair“. Spahn will zudem die private Rentenvorsorge zur Pflicht machen. Auch die Junge Union hält eine Koppelung der Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung für angemessen.

Ganz anders sieht es indes für Bundestagsabgeordnete aus. Einige von ihnen können bereits mit 56 Jahren in den Ruhestand gehen und dennoch die volle Pension erhalten, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Zwar soll auch bei den Bundestagsabgeordneten das Rentenalter schrittweise angehoben werden. Doch wer länger als acht Jahre im Bundestag sitzt, zieht mit jedem zusätzlichen Jahr seinen Pensionsbeginn ein Jahr vor, bis maximal um zehn Jahre. Nun wird verständlich, weshalb die Abgeordneten derart an ihren Stühlen kleben.

Abgeordnete, die 1960 geboren sind und 18 Jahre im Parlament gearbeitet haben, könnten mit 56 Jahren und einer Pension von 4087 Euro in den vorzeitigen Ruhestand gehen, berichtet die „Welt“. Im Durchschnitt sind Bundestagsabgeordnete rund zehn Jahre im Amt. Sie erhalten zwei Jahre früher als vorgesehen ihre vollen Pensionsbezüge. Private Einkünfte aus Tätigkeiten in der Wirtschaft werden nicht auf die Pension angerechnet – diese kommen noch on top.

Die Partei „Die Linke“ warnt vor einer Anhebung des Rentenalters auf 70. Mehr als jeder Fünfte würde ein Rentenalter von 70 Jahren gar nicht erreichen. 135.000 der Verstorbenen eines Jahres waren 65 Jahre oder jünger, 185.000 waren 70 Jahre oder jünger, errechnete die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann. Vor allem Geringverdiener würden laut Statistik das Rentenalter von 70 Jahren gar nicht erreichen. Zu den häufigsten Todesursachen der 50-75-Jährigen zählen Herzinfarkt, Magen- und Lungenkrebs.

Das dürfte auch der Grund dafür sein, warum das Rentenalter angehoben werden soll. Die Bürger zahlen zu Lebezeiten länger und damit mehr Beiträge in die Kassen des Fiskus ein und sterben, noch bevor sie jemals einen Cent dieser eingezahlten Renten gesehen haben, geschweige denn ihren Ruhestand genießen konnten – ganz nach dem Motto: Von der Arbeit in die Kiste. Weitere „aufregende Fälle“ finden Sie hier.

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