Proteste in Frankreich weiten sich aus – Macron soll zurücktreten

Kadima ! En Marche ! Vorwärts!

Seit fast zwei Wochen demonstrieren die „Gelbwesten“ in Frankreich. Hunderttausende Franzosen gehen auf die Barrikaden. Die Champs-Élysées gleichen einem Schlachtfeld. Die Demonstranten legen ganze Straßen lahm, bauen Barrikaden und setzen diese in Brand. Auslöser war die angekündigte Steuererhöhung für Spritpreise, mit der Macron eine neue „Klimapolitik“ einleiten will. Doch die Proteste sind längst zu einem Protest gegen den Präsidenten selbst und seine Politik geworden. Die Protestler prangern die soziale Ungleichheit im Land an. Viele können sich das Leben nicht mehr leisten, Macron macht Politik für die Reichen.

Zwar ging Macron am Dienstag einen Schritt auf die „Gelbwesten“ zu und kündigte an, die Abgaben bei hohen Kraftstoffpreise zu senken und die Atomwende zu verschieben. Doch das wird die Wut der Demonstranten kaum dämpfen. Macron muss seine Politik sozial verträglich gestalten, sondern werden die Rücktrittsforderungen lauter und bei der Europawahl gibt es ein böses Erwachen für den selbsternannten Napoleon. Dass Macrons Reformen von einer sehr starken sozialen Schieflage geprägt sind, merken die Franzosen immer deutlicher. Während Renten gekürzt wurden, gewinnen die reichsten Franzosen dazu. Wenn dann noch Steuererhöhungen auf diejenigen zukommen, die am wenigsten haben und dringend auf das Auto angewiesen sind, erstaunen die Proteste wenig.

In Umfragen kommt Macron gerademal noch auf 25 Prozent, seine Partei „En Marche“ liegt nur noch bei rund 19 Prozent. Macron hatte versprochen, vieles anders und transparenter zu machen. Doch dann gab es Affären rund um seinen Mitarbeiter, der auf einen Demonstranten eingeprügelt hat und damit waren die Versprechen, Politik anders zu machen, schnell zunichtegemacht. Dass Macron die Kraftstoffpreise nun von den Weltmarktpreisen abhängig machen will, dürfte den Franzosen nicht reichen.

Die hohe Arbeitslosigkeit und die prekären Lebensbedingungen wollen viele Franzosen nicht mehr hinnehmen. Viele Demonstranten kommen aus ländlichen Regionen, den kleinen Städten oder aus der Peripherie von Paris. Dort, wo zuletzt Zugverbindungen gestrichen, Krankenhäuser geschlossen und Jobs rar sind. Sie fühlen sich von der Regierung vergessen und verachtet. Es sind Menschen, die hart arbeiten aber deren finanzielle Mittel trotzdem knapp sind. Macron hat die Situation sicherlich nicht alleine zu verantworten. Doch er hat nichts dagegen unternommen, um die Situation zu korrigieren.

In Deutschland erleben wir eine ähnliche Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit steigt, immer mehr Rentner und Kinder sind von Armut betroffen, der Niedriglohnsektor boomt und die Lebenshaltungskosten steigen. Anders als die Franzosen sind die Deutschen immer noch ruhig. Es ist fraglich, was noch alles passieren muss, bis die Deutschen den Lobbyisten in Berlin zeigen, dass sie so nicht mehr regiert werden wollen – egal ob von Merkel, Merz oder AKK.

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4 Kommentare

  1. Netter Kommentar:

    Nach Krawallen: Frankreichs Regierung will Krise eindämmen
    https://www.epochtimes.de/politik/europa/nach-krawallen-frankreichs-regierung-will-krise-eindaemmen-a2728558.html
    ” Heide Kraut • vor einer Stunde
    Ich zweifle die Authentizität der Gelbe-Weste- Bewegung mittlerweile an. Jacline Mouraud, die diese Bewegung ins Leben gerufen hat, scheint vom System installiert und gesteuert zu sein – im Sinne der EU-Lenker und mit Hilfe der Medien.
    Jacline Mouraud hat eine Liste mit 42 Forderungen aufgestellt. U.a. Forderungen wie Steuererhöhung, Arbeitsplatzgarantie, *Förderung von Asyl* etc……..
    Das ganze marxistische Programm.
    Antworten
    timeout Heide Kraut • vor 27 Minuten
    Ich bin gestern auch stutzig geworden. Selbst innerhalb dieser Bewegung herrscht doch auch Zwist. Divide et impera, ganz egal wohin man schaut.
    Albert Pike Heide Kraut • vor einer Stunde
    Klar ist das eine gesteuerte Bewegung genauso wie die Praesidentschaft Macrons ja nur dazu dient dieser gesteuerten Bewegung Zulauf zuverschaffen. These-Antithese-Synthese – die Synthese ist das am Ende eigentlich gewollte – der eigentliche Grund warum man, These und Antithese, ueberhaupt in die Welt gesetzt hat…

      • Ihr müßt Das verstehen… :-)
        Der muß´doch erscht seine Oma fragen, ob er das darf….
        Und Die wird den Posten als angebetete “erschte Dämlichkei” nicht räumen wollen…
        (Irgendwie schiebt mir soeben mein “innerer Schweinehund” grinsend das “Märchen vom Fischer und seiner Frau” ins Denkgetriebe… :-) )

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