Psychische Erkrankungen und Corona: Weit unterschätzt

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Die Corona-Pandemie soll einem Bericht der „Welt“ nach massive gesundheitliche Probleme jenseits der originären Erkrankung erbracht haben. Die Isolation, die wirtschaftlichen Turbulenzen wie auch die Unsicherheit würden, heißt es, „Millionen Menschen psychische Probleme“ bereiten. Dabei zitiert die „Welt“ aus einer Studie des Marktforschungsinstituts „Insites Consulting“. Auftraggeber ist der französische Versicherungskonzern Axa.

Fast ein Drittel mit „schlechterer Verfassung“

Nach dieser Studie würden fast ein Drittel der Befragten bei sich selbst eine „Verschlechterung der eignen psychischen Verfassung“ beobachtet haben. 25 % sind sogar der Meinung, die „Kontrolle über ihr Leben“ abgegeben zu haben.

Diese Eindrücke haben sich auch wirtschaftlich manifestiert. Der Deutschland-Chef des Versicherers, Alexander Vollert, ist der Auffassung, dass sich die „Zahl der Krankentage“ auf Basis der psychischen Erkrankungen signifikant erhöhen würde. Die Krankheiten würden länger andauern und häufiger anfallen.

Hintergrund ist hier nicht das Virus selbst, sondern die Rahmenbedingungen, die sich darauf hin entwickelt haben. So erwartet der Versicherer offenbar sogar, dass zudem mehr Menschen aufgrund psychischer Probleme „berufsunfähig“ würden. „Die Folgen der Corona-Krise werden noch viele Jahre die psychische Gesundheit von Millionen“ beeinträchtigen, so der Deutschland-Chef.

Davon seien vor allem Frauen betroffen. Die WHO, Weltgesundheitsorganisation, ist gleichfalls der Auffassung, dass Isolation, Unsicherheit sowie wirtschaftliche Turbulenzen die Zahl der psychischen Erkrankungen erhöhen würde.

Alexander Vollert weist darauf hin, dass „dem Schutz vor dem Virus (…) Bedürfnisse wie Nähe, Bewegung und Kommunikation untergeordnet“ würden. Diese jedoch würden zu einer ausgeglichenen Psyche dazurechnen.

Kontaktbeschränkungen, die sinnvoll sein könnten – kurzfristig – würden etwa auf mittlere bis längere Sicht „schwerwiegende Folgen“ haben. Dies würde zu sozialen wie auch wirtschaftlichen Konsequenzen führen.

Gleich 18 Millionen Menschen insgesamt werden in Deutschland als psychisch Erkrankte geführt. Krankschreibungen, die darauf basieren, dauern im Durchschnitt schon heute 33,7 Tage. In den öffentlichen Ausführungen der Merkel-Regierung ist davon bis dato nicht die Rede.

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