R Wert springt in Deutschland nach oben: Warnung vor der zweiten Welle?

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Der sogenannte R-Wert in Deutschland ist wieder massiv nach oben geklettert. Der Wert nahm den Wert von über 2 an. Angela Merkel hatte verlangt, der R-Wert müsse dauerhaft bei 1 oder niedriger liegen, um die Explosiion der Corona-Fallzahlen zu vermeiden. Ansonsten müssten wir alle damit rechnen, dass die Maßnahmen wieder verschärft würden. Ist es bald wieder so weit?

Hotspots verantwortlich

Die aktuellen Fallzahlen schnellen allerdings vor allem deshalb in die Höhe, weil es in Deutschland einige Hot Spots gegeben hat. Orte, an denen die Übertragung geradezu explosionsartig voran schritt. In Berlin, Göttingen und Gütersloh werden aktuell die Hot Spots verortet. Beispielhaft steht dafür “Gütersloh”. Dort betreibt der Fleischfabrikant Tönnies sein Geschäft. In seiner Fabrik arbeiten offenbar viele Mitarbeiter, die sich in Gemeinschaftsunterkünften angesteckt haben könnten. Mehr als 1.300 Infizierte sollen den jüngsten Schätzungen nach getestet worden sein. In Göttingen oder Berlin sind ganze Wohnblöcke voller Menschen zum Hot Spot geworden.

Vor diesem Hintergrund springt die R-Zahl nach oben. Diese ist für gewöhnlich kein (!) geeigneter Signalgeber mehr dafür, dass das Infektionsgeschehen sich ausbreitet. Wir erinnern:

“Das RKI (Robert-Koch-Institut) veröffentlicht noch immer den sogenannten R-Wert, die Reproduktionszahl bei der Ansteckung mit dem Corona-Virus. Achten Sie auf die Entwicklung des R-Wertes: Kanzlerin Angela Merkel hatte vor Wochen darauf verwiesen, sie werde bei einem R-Wert von mehr als 1 die Maßnahmen wieder verschärfen. Aktuell warnen Politiker und einige Virologen vor der sogenannten zweiten Welle, also einem neuen Anstieg der Infektionen mit dem Corona-Virus. Dies wiederum dürfte in den kommenden Wochen zu abenteuerlichen Darstellungen führen.

Immer wieder lassen die Medien melden, der R-Wert liege über dem kritischen Faktor von 1,0. Kritisch ist der Faktor mitnichten. Es ist statistisch zu erklären, dass die Zahl schnell über “1” landen wird. Das bedeutet: Lassen Sie sich von der dann vielleicht um sich greifenden Panik keinesfalls anstecken.

R-Wert: Bei 1,0?

Erst am 8. Juni lag der Wert bei den – wie beschrieben – angeblich “kritischen” 1,0. Damit würde ein Mensch, der infiziert ist, einen anderen Menschen anstecken. Rein statistisch betrachtet. Praktisch ist dieser Wert untauglich – jedenfalls zur Verbreitung einer Panik.

Der übliche R-Wert ist letztlich nur ein statistischer Parameter, der das Infektionsgeschehen für die vergangenen 1,5 Wochen (etwa) abbilden soll. Im Kern handelt es sich um einen Schätzwert, der inzwischen vor allem deshalb schnell nach oben gleiten kann, weil es nur noch relativ wenig Fälle an aktiven Erkrankungen und an Neuinfektionen gibt. Einzelne Ausbruchsszenarien, so wird stets betont, können jetzt den R-Faktor schnell für eine kurze Zeit nach oben treiben. Im Wesentlichen hat der Faktor auf diesem Niveau keine besonders große Bedeutung mehr, um nachzuweisen, dass die Ausbreitung zunehme.

Deshalb sind Szenarien, die in den kommenden Wochen auftreten können, um von einer zweiten Welle zu sprechen, kein Anlass, um panisch zu werden. Derzeit hat beispielsweise in Italien ein sehr bekannter Arzt verlauten lassen, das Virus sei klinisch praktisch tot. Hier lesen Sie mehr dazu. “

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