Reine Propaganda? Der Brexit in Großbritannien ist für die Briten keine „Katastrophe“

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Geht es nach dem Volkswirt Dr. Paul Steinhardt vom „Makroskop“, wird es weder einen ungeordneten, also chaotischen Brexit geben, noch würde dieser der Volkswirtschaft in Großbritannien irgendwie nennenswert schaden. Die EU habe vielmehr die Strategie verfolgt, den Austritt als Katastrophe darzustellen – aus eigenem Interesse, so der Volkswirt in einem Interview mit „Sputniknews“.

WTO-Standards helfen

Schon der Hinweis darauf, der Austritt sei „ungeordnet“, ist falsch. Denn es gibt zwischen der EU, einzelnen Ländern und Großbritannien bereits Abkommen. Zudem sei das letzte Sicherheitsnetz der Rahmen, den die WTO, die Welthandelsorganisation, gebe. Die hat nach dem zweiten Weltkrieg die Standards im Welthandel derart gesetzt, dass es zumindest keine ungeregelten Zustände gibt. Insofern ist das in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild eines vollkommen chaotischen Zustands falsch.

Er selbst habe damit gerechnet, „dass es einen extremen Widerstand seitens der EU geben wird“, lässt er wissen. Die EU stehe vor einem „epochalen“ Ereignis, denn der „Schritt verstärkt die Auflösungstendenzen der EU“.

Die EU selbst erwirtschaftet einen eminenten Handelsüberschuss gegenüber Großbritannien, und insbesondere Deutschland würde davon profitieren. Die Zahlen des „Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat)“ zeigen tatsächlich, dass Großbritannien im ersten Quartal vor einem Jahr das deutlichste Handelsbilanzdefizit aufwies, also ein Minus beim Saldo der exportierten und importierten Güter. Das Minus der Briten: 41,1 Milliarden Euro. Das Plus in Deutschland hingegen: 62,2 Milliarden Euro.

Damit zeichne sich ab, wer tatsächlich der Verlierer eines Brexit sei: Deutschland sowie die gesamte EU. Für die Briten wird der Austritt möglicherweise Konsequenzen haben, die unangenehm sein können, der Schaden jedoch wird eindämmbar sein. Der Handel wird weitergehen. Wie schon nach dem Brexit-Referendum an sich. Die Briten haben im vergangenen Jahr sogar ein höheres Wirtschaftswachstum als die gesamte EU gehabt – trotz des bevorstehenden Brexits.

Großbritannien muss demnach den „Brexit“ nicht fürchten.

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