Rentner sollen „Umzugsprämien“ erhalten – so werden Alte in Deutschland verdrängt…

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Deutschland leidet unter einer massiven Wohnungsnot. Das ist bekannt und wird sich in den kommenden Jahren kaum ändern. Die Mieten sind dementsprechend hoch. Die Stadt „Marbach“ hat einem Bericht von „Focus“ zufolge einen enormen Trick gefunden, mit dem sich die Wohnungsnot beseitigen lassen könnte. Formal. Rentner sollen die Städte verlassen und dafür Umzugsprämien erhalten. Kritiker meinen bereits, hier werde mit der Not der Menschen Politik gemacht.

Rentner blockieren – angeblich – alles

Die Rentner sind nach Meinung von Politikern offenbar die wahren Ursachen für die Wohnungsnot in Deutschland. Sie verbrauchten zu viel Wohnraum, wird kolportiert. In Marbach sollen einem Bericht auf „journalistenwatch“ zufolge gut 600 Wohnungen fehlen. Der Gemeinderat in der Stadt hat nun einen regelrechten „Umsiedlungsplan“ entworfen.

Wer über 60 Jahre als ist und dementsprechend als Senior gilt, soll eine Umzugsprämie in Höhe von 2.500 Euro beziehen, sofern er seine Wohnung aufgibt und in kleinere Wohneinheiten umzieht. Der parteilose Bürgermeister soll diese Form der „Prämierung“ ablehnen. Es handele sich um ein „freiwilliges Angebot“, die Stadt wolle niemanden vergraulen.

Dennoch: Das Ansinnen ist perfide. 2.500 Euro dürften selbst für die Umzugskosten in vielen Fällen bereits eine schmal bemessene Prämie sein. Größere Haushalte von „Senioren“ müssen professionell verpackt und umgeladen werden. Möbel wollen gelagert werden oder aber verschenkt und entsorgt. Die alte Wohnung muss renoviert werden, die neue „eingerichtet“ sein. Die Umzugsprämie ist nach Auffassung vieler Beobachter eine, vorsichtig formuliert, bedenkliche politische Idee. Es bleibt zu hoffen, dass nicht gerade die Senioren für eine verfehlte Politik bei der Wohnraumplanung in Deutschland, die besondere externe Faktoren noch gar nicht berücksichtigt hatte, büßen müssen. Senioren, die ohnehin in Deutschland froh sein müssen, die Pflegeeinrichtungen so lange wie möglich umgehen zu können. Der „Pflegenotstand“ in Deutschland ist in seinen sozialen Ausmaßen dem „Wohnungsnotstand“ schon ähnlich, heißt es.

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