Richtungswechsel in Washington: „Wir könnten die syrische Armee heimlich angreifen“

Richtungswechsel in Washington

Bild oben: Quelle RT Deutsch

Hochrangige US-Regierungsvertreter stellen sich darauf ein, Luftangriffe gegen das syrische Militär durchzuführen. Entsprechende Attacken sollen ohne Resolution des UN-Sicherheitsrates stattfinden. Laut einem Medienbericht wollen die US-Militärs zuerst die Landebahnen der syrischen Armee ins Visier nehmen.

RT Deutsch

„Ein möglicher Weg, Einwände des Weißen Hauses zu umgehen, das Assad-Regime ohne UN-Resolution anzugreifen, wäre es, die Angriffe heimlich und ohne öffentliche Anerkennung durchzuführen“, sagte ein Regierungsbeamter gegenüber der Washington Post.

Die Obama-Regierung traf sich am Mittwoch mit dem so genannten Prinzipal Committee, berichtet das Blatt. Eine Sitzung im Nationalen Sicherheitsrat könnte am Wochenende folgen.

Der Auslandsgeheimdienst CIA und der Generalstab des Militärs haben demnach am Mittwoch ihre Unterstützung für „begrenzte Militärschläge gegen die syrische Regierung“ bekundet.

„Es herrscht ein erhöhtes Maß an Unterstützung für kinetische Maßnahmen gegen das Regime“, wurde ein anderer hochrangiger US-Regierungsbeamter zitiert. „Die CIA und der Generalstab sagen, der Fall von Aleppo würde US-amerikanische Anti-Terrorziele in Syrien untergraben.“

Washington drohte wochenlang, auf den gescheiterten Waffenstillstand mit militärischen Konsequenzen zu reagieren. Am Montag setzte die US-Regierung schließlich den bilateralen Kontakt mit Moskau über Syrien aus.

Strukturen zur „Deeskalation“ im Luftraum von Syrien zwischen der US-amerikanischen und russischen Luftwaffe sollen jedoch erhalten bleiben. Die USA ziehen allerdings ihr Personal zur Gründung des sogenannten Gemeinsamen Implementierungszentrums (JIC) wieder ab, das im Zuge des Waffenstillstands seinen Betrieb aufnehmen sollte. Das Zentrum sollte in Genf entstehen.

Es sollte eine umfassende militärische sowie geheimdienstliche Kooperation zwischen Russland und der US-geführten Anti-IS-Koalition gewährleisten. Moskau wollte sich in diesem Zusammenhang mit Washington einigen, um die al-Qaida-nahen Organisationen wie die al-Nusra-Front zu zerschlagen.

„Für die USA und Russland gibt es [über Syrien] nichts mehr zu besprechen“, erklärte am Montag der Pressesprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest.

Das russische Außenministerium zeigt seinerseits seine „Enttäuschung“ über diese Entscheidung. Moskau wirft den USA vor, dass sie die Verantwortung für ihr Scheitern in Syrien nur “abschieben” wollen. Russland bemüht sich, den Waffenstillstand zu bewahren. Auch Washington müsse seinen Verpflichtungen nachkommen, so das russische Außenministerium.

„Es stellt sich heraus, dass es Washington versäumt hat, die wesentliche Bedingung der Vereinbarung zu erfüllen, die humanitäre Lage für die Bewohner von Aleppo zu erleichtern“, kommentierte dessen Pressesprecherin, Maria Zacharowa.

„Da das Abkommen, dass die USA selbst ausgearbeitet haben, gescheitert ist, versuchen sie offenbar nun, von ihrer Schuld abzulenken.“

Weiterlesen

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

2 Kommentare

  1. Islamischer Gelehrter: Russland und Türkei führen Prophezeiung Mohammeds aus
    Ein islamischer Gelehrter behauptet, dass Russland und die Türkei aufgrund einer Sure des Korans eine Prophezeiung des Propheten Mohammed ausführen würden, die in einem “großen Krieg” ende, der schlimmer sei als die Weltkriege zuvor.
    Von Marco Maier
    Sheikh Imran Hosein, ein islamischer Gelehrter in der “Wissenschaft der letzten Dinge” (bzw. der “Endzeit”) behauptet, Russland und die Türkei würden eine alte Prophezeiung des Propheten Mohammed erfüllen. Dabei beruft er sich auf eine Sure im Koran. Demnach hat der Prophet Mohammed prophezeit, dass die Muslime eine Allianz mit “Rum” eingehen würden und dies mit dem östlichen christlichen Byzantinischen Reich gleichgesetzt wird, welches heute durch Moskau repräsentiert werde. Und die neue Allianz der Türkei mit Russland und die Wirren des Krieges in Syrien, die inzwischen zu sehr massiven Spannungen zwischen den Amerikanern und Russen führen, sollen demnach ernsthafte Konsequenzen haben.

    Bereits im vergangenen Juni sagte er, dass es im November 2016 zu einem Krieg kommen werde, der die NATO zerstöre. Auch werde Donald Trump nicht zum Präsidenten der USA, weil er keine “antagonistische Beziehung” zu Russland haben wolle. “Ich hoffe, dass ich mit einem Krieg vor dem 4. November falsch liege. Ich wünsche, dass ich falsch liege. Ich würde glücklich und erleichtert sein, wenn ich falsch liege, aber ich fühlte, dass ich eine Pflicht hatte dies zu veröffentlichen, meine Angst, dass dies geschieht”, so der Gelehrte.
    Denn die türkische Regierung solle sich daran Erinnern, dass Mohammed prophezeite, dass der “Malhama” (der “große Krieg”) zur Eroberung Konstantinopels (also Istanbuls) führen würde und die türkischen Muslime daran denken sollten, dass die Eroberung der Stadt 1453 durch Sultan Muhammad Fatih nichts mit der Prophezeiung zu tun habe. Vielmehr könnte das Eingreifen Russlands (und Chinas) in den Syrienkrieg dazu führen, dass es – in Zusammenhang mit der Koalition mit “Rum” – zu einem solch großen Krieg kommen könne, bei dem der Erste und Zweite Weltkrieg wie ein Krieg über “peanuts” (also unbedeutende Dinge) aussehen würden.

    https://www.contra-magazin.com/2016/10/islamischer-gelehrter-russland-und-tuerkei-fuehren-prophezeiung-mohammeds-aus/

1 Trackback / Pingback

  1. Richtungswechsel in Washington: „Wir könnten die syrische Armee heimlich angreifen“ | Anders als es scheint ...

Kommentar hinterlassen