Rogosin zu Raketenabwehrstreit mit Nato: Russland lässt sich nicht „veräppeln“

Nato-Russland-Rat

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BRÜSSEL, 29. September (RIA Novosti).

Der für 20. und 21. Mai 2012 angesetzte Russland-Nato-Gipfel in Chicago kommt laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin nur dann zustande, wenn die Seiten bis dahin im Streit um den Raketenschild für Europa einen Kompromiss erzielen.

„Der Summit findet nur dann statt, wenn unsere Partner aus der Nato und den USA Kompromisslösungen finden, die Russland respektieren und den russischen Sorgen, die auch von amerikanischen Forschern als begründet betrachtet werden, Rechnung tragen”, sagte Rogosin am Mittwochabend nach dem Russland-Nato-Rat in Brüssel.

Zuvor hatte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gesagt, er verspreche sich vom Gipfel in Chicago einen Kompromiss in der Frage der Raketenabwehr.

„Wenn der Nato-Generalsekretär mit dem Durchbruch den Versuch meint, uns (Russland) bei den Raketenabwehrgesprächen kleinzukriegen, dann wird es einen solchen Durchbruch nicht geben“, kommentierte Rogosin. Moskau lasse sich „mit den einlullenden Beteuerungen, dass der US-Raketenschild unsere strategischen Interessen nicht gefährde, nicht veräppeln“.

Dabei berief sich der russische Nato-Botschafter auf einen Bericht US-amerikanischer Forscher, dem zufolge der US-Raketenschild, nachdem Abfangraketen in Polen und Abwehrschiffe in nördlichen Meeren stationiert worden sind, eine „reale Gefahr“ für Russlands Atomwaffen darstellen werde.

Russland und die Nato hatten sich im November bei ihrem Gipfel in Lissabon darauf geeinigt, gemeinsam ein Raketenabwehrsystem für Europa aufzubauen. Doch die Verhandlungen über die Details kommen nur schleppend voran. Moskau besteht dabei auf einem einheitlichen Raketenschirm, die Nato auf zwei unabhängigen Abwehrsystemen. Auch lehnt da Bündnis die Forderung Russlands ab, zu garantieren, dass der Raketenschirm nicht gegen das russische Atompotenzial gerichtet ist.

http://de.rian.ru/politics/20110929/260764484.html

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