Russische S-300-Abwehrraketen in Syrien nutzlos

MOSKAU, 05. September (RIA Novosti).

Russland hat mit Syrien einen Liefervertrag für S-300-Raketen, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

Das bestätigte Präsident Wladimir Putin gestern in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender „Perwy Kanal“ und der Agentur Associated Press.

„Einzelne Komponenten haben wir bereits geliefert, aber die ganze Lieferung wurde noch nicht abgeschlossen. Wir haben sie vorläufig gestoppt“, betonte der Kreml-Chef. Putin schloss nicht aus, dass Russland Militärschläge gegen Syrien zustimmen wird, allerdings nur, wenn bewiesen ist, dass Assads Truppen Chemiewaffen eingesetzt haben. Die USA haben diese Beweise noch nicht vorgelegt. Er erinnerte daran, dass angebliche Massenvernichtungswaffen den USA 2003 als Vorwand für eine Intervention im Irak dienten. Die Massenvernichtungswaffen seien aber nie gefunden worden, so Putin.

Laut einem russischen Rüstungsmanager wurden die Startanlagen für S-300PMU-Raketen noch nicht an Syrien geliefert. Damaskus habe nur Radarstationen erhalten.

Der Auswärtige Ausschuss des US-Senats hat derweil einen Resolutionsentwurf gebilligt, der dem Präsidenten Barack Obama einen Militäreinsatz in Syrien im Laufe von 60 Tagen erlaubt. Die Militäraktionen könnten verlängert werden. Die Abstimmung der Resolution im Senat soll nach dem 9. September stattfinden.

Russlands Militär rechnet jederzeit damit, dass die USA einen Angriff auf Syrien starten. Aus diesem Grund sei der für gestern geplante Besuch des russischen Generalstabschefs Valeri Gerassimow in Österreich verschoben worden, teilte eine Quelle im Verteidigungsministerium mit. Zudem sei ein Besuch des Marineschiffes „Moskwa“, das zuletzt in Lateinamerika unterwegs war, in Kap Verde abgesagt worden. Das Schiff befinde sich auf dem Weg ins Mittelmeer. Ende September sollen auch das Raketenboot „Iwanowez“ und das kleine Raketenschiff „Schtil“ ins Mittelmeer entsandt werden. Drei Schiffe („Nowotscherkassk“, „Minsk“ und Priasowje“) befinden sich bereits im Mittelmeer.

Der russische Militärexperte Michail Chodarjonok glaubt nicht, dass die USA nur einige Raketen auf Syrien abfeuern werden. Nach seinen Worten Anschließend werde die syrische Führung ins Visier genommen. Danach werde die US-Luftwaffe die schweren Waffen der syrischen Regierungstruppen unter Beschuss nehmen, um den Sieg der Opposition voranzubringen, prognostizierte der Experte.

http://de.rian.ru/zeitungen/20130905/266812626.html

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