Russischer Flugzeugträger Kusnezow auf dem Weg nach Syrien

Die Krise in Syrien eskaliert weiter. Russischer Flugzeugträger Admiral Kusnezow wird am Mittwoch vor der syrischen Küste erwartet.

Die Admiral Kusnezow (ex. Tbilissi und später Leonid Breschnew)

Am Mittwoch, den 23. November tauchte der Flugzeuträger USS George H.W. Bush in den Gewässern vor Syrien auf , nachdem vorher bereits drei russische Kriegsschiffe (nach anderen berichten sechs Kriegsschiffe) gegenüber  Tartus vor Anker gingen.

Das in London herausgegebene arabischsprachige  Blatt Al Quds-Al Arabi berichtete am Donnerstag, “dass die russischen Kriegsschiffe  die Gewässer Syriens erreicht haben und neben anderen Dingen auch russische Raketentechniker an Bord haben, die den Syriern helfen sollen, eine Reihe S-300-Raketenstellungen zu installieren, welche Damaskus in den letzten Wochen erhalten hat.” Unter Bezugnahme auf Quellen aus Syrien und Russland berichtete das Blatt, Moskau sehe einen Angriff des Westens auf Syrien als eine rote Linie an, deren Überschreitung es nicht tolerieren werde.

Nun wird auch noch der russische Flugzeugträger Kuznezow und seine Begleitschiffe in den internationalen Gewässern vor Syrien erwartet, wo auch die  USS George H.W. Bush und die 6. US-Flotte (welche permanent in Mittelmeer stationiert ist) kreuzen. Dies berichtet DEBKAfile.

Die syrische Krise hat damit ein Bedrohungspotential erreicht, welches seit den Zeiten des Kalten Krieges ohne Beispiel ist. Die Armeen Israels, Jordaniens und der Türkei sind in Alarmzustand versetzt worden.

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Aus Wikipedia:

Im Gegensatz zu amerikanischen oder britischen Flugzeugträgern wurde die Kusnezow nicht als Plattform für Angriffe auf das feindliche Festland oder Marineverbände konzipiert, sondern als Begleitschiff für die sowjetischen Atom-U-Boote und Kriegsschiffe. Ihre Kampfflugzeuge dienten dem Schutz der Flotte gegen feindliche Flugzeuge. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden zusätzliche Systeme installiert, um auch andere Aufgaben wahrnehmen zu können. Dennoch gilt die Verteidigung gegen feindliche Flugzeuge und Schiffe weiterhin als Hauptaufgabe der Kusnezow.

Der Träger verfügt nicht über Flugzeugkatapulte, sondern lediglich über einen Ski-Jump am Bug, ähnlich der britischen Invincible-Klasse, als Starthilfe. Dies ermöglicht den Start maximal beladener MiG-29K und Su-27K/Su-33 Jagdbomber – der wichtigsten Kampfflugzeuge des Trägers. Die Landung erfolgt konventionell, d. h. durch Einrasten in eines von vier der über Deck gespannten Fangseile. Somit handelt es sich also nicht um einen STOVL-Träger (short take-off and vertical landing) wie die Invincible-Klasse, sondern um einen STOBAR-Träger (short take-off but arrested recovery).

Die bordeigene Bewaffnung der Kusnezow ist deutlich schlagkräftiger als die vergleichbarer Flugzeugträger. Vor allem die zwölf SS-N-19 Shipwreck-Seezielflugkörper verleihen dem Schiff begrenzte Kapazitäten zur Seezielbekämpfung. Die acht CADS-1 Nahbereichsverteidigungssysteme ermöglichen eine Abwehr von zahlreichen Seezielflugkörpern. Die Geleitgruppe der Kusnezow besteht in der Regel aus einem Raketenkreuzer der Slawa-Klasse, zwei Raketenzerstörern der Sowremenny-Klasse, zwei U-Boot-Abwehr-Schiffen der Udaloy-Klasse, zwei Jagd-U-Booten der Akula-Klasse und einem Raketen-U-Kreuzer der Oscar-II-Klasse.

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