Scheinheilig: SPD und die Rentenversicherung – enge personelle Verflechtungen….

www.shutterstock.com, Shahid Khan, 661684111

Die SPD hat in der Bundestagsdebatte am Donnerstag um verschiedenste Themen auch die Rentenversicherung behandelt. Dabei kam es zu einem Scharmützel zwischen der FDP und deren Vertreter Johannes Vogel sowie der SPD mit dem Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil. Beide Kontrahenten behaupteten, sie würden jung und alt gegeneinander ausspielen, wie es in der Rentendebatte schnell passieren kann, wenn die einen mehr geben müssen und die anderen mehr nehmen.

Generationenkonflikte….

Es geht um Generationenkonflikte, die kaum auflösbar scheinen. Die Jungen heute zahlen im Umlageverfahren in die Kassen ein, während die Älteren aus der Kasse, in die sie früher zahlten, heute entnehmen. Strittig zwischen den Parteien bzw. den Rednern ist der Umstand, dass die SPD der FDP vorwarf, die gesetzliche Rente, dieses beschriebene System, „madig“ zu machen. Die FDP sei verbunden mit der privaten Versicherungswirtschaft, die gegen die Rentenpolitik mobil machen würde. Als Lobby. Diese Menschen, die Vertreter der Versicherungen, würden das Gemeinwohl nicht im Blick haben, so der Vorwurf von Hubertus Heil.

Das muss Widerspruch hervorrufen. Die SPD selbst ist mit der privaten Rentenversicherungswirtschaft personell verflochten. Die SPD hat mit den Riester- und Rürup-Renten der privaten Versicherungswirtschaft zig Millionen Verträge zugeführt, die der Absicherung der künftigen Einkommen dienen sollten. Dass die Ergebnisse der Verträge nicht zufriedenstellend sind oder nicht als zufriedenstellend wahrgenommen werden, da die Vertragsbedingungen unflexibel sind, staatliche Zuschüsse zu restriktiv bleiben und die Renditen deshalb unter dem Strich beklagenswert sind, hat auch die SPD zu verantworten.

Die FDP äußerte sich in Person von Johannes Vogel entsprechend: Die SPD sei es, der Arbeitsminister ganz persönlich, der Generationen gegeneinander ausspielte. Hintergrund dieser Vorwürfe ist der Umstand, dass die neuen Rentenversprechen der GroKo, u. a. die Mütterrente sowie die Festsetzung der Rentenanteile bis zum Jahr 2025 zu Lasten der heutigen Einzahler ginge.

Neutral betrachtet sehen nach Einschätzung dieser Redaktion die Sachverhalte noch einmal anders aus: Die „Rente“ ist ohnehin unsicher. Die Euro-Zone hinterlässt einen schwachen Euro, der an Kaufkraft verlieren wird und bereits verliert. Kaufkraftbezogen ist die Rente ohnehin kaum (noch) zu kalkulieren.



Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen