Schon wieder Beinahe-Blackout in Deutschland

www.shutterstock.com, Thorsten Schier, 80479516

„Im deutschen Elektrizitätsversorgungssystem sind in den vergangenen Tagen signifikante Systembilanzabweichungen aufgetreten, welche die Systemsicherheit gefährden“, hieß es in einer Mitteilung der Netzbetreiber, über die die „FAZ“ berichtete. Demnach ist es im Juni mehrfach zu „chaotischen Zuständen“ gekommen. Die kritische Lage konnte nur mit Hilfe aus den Nachbarländern behoben werden.

Auch die Börsen reagierten auf das Stromchaos – die Kurzfristpreise für Strom schnellten in die Höhe. Als Konsequenz auf die gefährliche Lage im Stromversorgungssystem, das das gesamte europäische Stromnetz in Mitleidenschaft gezogen hat, mussten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW die Reserven innerhalb eines Tages auf 2000 Megawatt verdoppeln. Wie weit Deutschland vom Blackout entfernt war, ist unklar.

Wie die „FAZ“ berichtete, kam es an mehreren Tagen zu Stromknappheit im Netz. “Am 6., 12. und 25. Juni ist deutlich weniger Elektrizität ins Netz eingespeist worden, als benötigt worden wäre”, bestätigte der Netzbetreiber Amprion. Die „starke Unterspeisung“ sei im Markt für Regelenergie aufgetreten. Dieser dient dazu, Stromschwankungen auszugleichen, die zum Teil innerhalb von Minuten auftreten können.
Die Vermeidung von solchen Schwankungen ist für die Stabilität der Stromversorgung jedoch essenziell wichtig. Gerät dieses System aus der Balance, schwankt auch die Stromfrequenz, die die Produktion in Fabriken erheblich stören kann. Die Ursache für diese „Unterdeckung“ der Stromversorgungssicherheit sei noch nicht eindeutig geklärt, erklärte die Bundesnetzagentur. Sie hat die Aufsicht über die Netzbetreiber. Für eine sorgfältige Analyse bedarf es noch weiterer Daten, die noch nicht vorlägen, hieß es.

Spekulationen zufolge sollen Preiserhöhungen an den Börsen der Auslöser gewesen sein – Netzbetreiber hätten die Minutenreserve erst kurz zuvor verdoppelt – eben damit es nicht nochmal zu kritischen Engpässen kommt. Der Markt habe dies offenbar als Warnsignal gedeutet, soll ein Branchenkenner dem „Spiegel“ gesagt haben.

Wenn dies jedoch an vielen Stellen gleichzeitig passiere, würden nicht nur die Preise steigen, sondern auch die Gefahr eines Blackouts. Zuletzt standen Deutschland und Europa im Januar offenbar vor einem großen Blackout. Watergate.tv berichtete. Lesen Sie hier alle Details zum Thema „Energieversorgung“ und auch zu Ihrem Schutz…

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen